Ein langer Weg…

…von schwarzen zu weissen Haaren. Ich hatte dieses Projekt schon seit geraumer Zeit auf dem Schirm, konnte mich in letzter Zeit aber irgendwie noch nicht überwinden. Alle 10 Tage gehe ich seit Jahren zum Haare färben. Eigenlich stinkt mir das gewaltig, aber die grauen Haare herauswachsen lassen, stinkt mir genauso. Der Übergang bis zum totalen Grau sieht immer so ungepflegt aus. Nun habe ich es aber endlich in Angriff genommen. Der Start sah so aus:

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Schnipp schnapp, Haare ab. Raspelkurz und fast ein bisschen nackig. Hervor kam ein lustiger Mix aus dunkel und grau:

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Leider hatte es oben auf dem Kopf aber immer noch Restfarbe vom Färben, was mir gar nicht gefiel. Also kam Bleichmittel zum Einsatz:

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Ich richtete mich mit Handy, Laptop und Brille häuslich ein, denn die Friseurin bereitete mich auf eine lange Sitzung vor. Locker! Kein Problem für mich! (Da wusste ich aber noch nicht, dass ihr Verständnis von lange und das meine Lichtjahre auseinander liegen…) Nun denn: nach knapp zwei Stunden und einem ziemlich unangenehmen Brennen auf dem Kopf, wurde das Ganze runtergewaschen. Meine liebe Friseurin tat dies mit lustigen Geräuschen wie „hmmmm“ oder „ahaaaa“, sodass ich nicht so genau wusste, ob ich mich noch sicher fühlen sollte. Dann legte sie mir ein Tuch um den Kopf und schickte mich zurück an meinen Platz, allerdings mit der Warnung: „Nicht erschrecken, das bleibt nicht so.“ Was sie damit meinte?

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Pumuckel is back! Oh mein Gott! Ich schwankte so ein bisschen zwischen Lachanfall und Schockstarre. „So gehe ich aber nicht auf die Strasse!“ Das war ihr klar und die Gute hatte natürlich schon ein neues Mittel bereit, welches sie für weitere 1 1/2 Stunden auf meinen Kopf pappte. So langsam taten mir der Rücken, der Hintern und der Nacken weh. Und ich fragte mich, ob ein Topf schwarze Farbe nicht einfacher wäre. Aber jetzt hatte ich A gesagt, also galt es, nun auch B zu sagen. Nach langem Warten wurde wieder gewaschen, gepflegt, frottiert und…

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…es bestand noch Hoffnung! Oben noch etwas beige, unten aber bereits weiss! Sie entliess mich – für eine einwöchige Pause, da sich meine Kopfhaut sonst vermutlich verabschiedet hätte. Zuerst wurde ich aber noch geschminkt und ermutigt, das Projekt bis zum Schluss durchzuziehen.

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Während der einwöchigen Friseurpause hatte ich lustige Erlebnisse. Von Leuten, die mich nicht grüssten, weil sie mich nicht erkannten bis hin zu solchen, die mich fragten: „Wow, hast du abgenommen, an Dir ist etwas anders!?“ Da soll noch einer sagen, schwarz mache schlank. Alle meinen, ich hätte abgenommen, seit ich helles Haar habe. Lustig, oder? Die Feedbacks in dieser Woche waren aber eigentlich alle positiv. Und dann gings noch einmal zum Friseur, um das lästige Beige loszuwerden. Noch einmal zwei Stunden bleichen und leiden, bis es nun so aussieht:

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Ein Restchen beige ist zurückgeblieben, wird aber nach zweimal schneiden auch weg sein.

Und nun versuche ich, meine grau melierten Haare herauswachsen zu lassen. Wenns mir nicht gefällt, ist es schnell wieder geändert. Das würde definitiv nicht mehr so lange viele Stunden in Anspruch nehmen. Insgesamt hat dieses Projekt nämlich rund 7 Stunden Friseur und etliche Verspannungen bedeutet, aber das Resultat gefällt mir. Mich würde natürlich interessieren, was ihr davon haltet. Wer Lust hat, soll mir doch einen Kommentar dazu schreiben! Keine Angst, ich bin kritikfähig und springe nicht von der Brücke, wenn ihrs nicht gut findet. Ich kann damit leben!

19 Gedanken zu „Ein langer Weg…

  1. Ich finde Dir stehen alle Farben, auch der Pumuckl-Look! Das macht der freche Kurzhaarschnitt. Du könntest damit eine wirklich schräge Farbe tragen. 😀 Du siehst wirklich toll aus!
    Ich habe von Natur aus eine sehr dunkle Haarfarbe. Wenn ich mir helle Strähnchen machen lassen hab, musste ich auch den halben Tag beim Friseur rumhängen. Erst muss die natürliche Farbe raus aus dem Haar, dann können die bunten Strähnchen rein. Sonst sieht man nix. Ich finde das total nervig und bekomme davon auch Rücken und Verspannungen… Deswegen gibts keine Strähnchen und kein Färben mehr! Höchstens ganz natürlich, mit Henna und zuhause. 😉
    LG Susanne

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    • Wie wärs mit Haare schnipp schnapp und ab und dann in natur lassen? Das ist meeeeega – seit ich das nun habe, geniesse ich es, nur noch alle 3 Wochen kurz die Spitzen zu schnippeln und nach einer halben Stunde beim Friseur fertig zu sein. Hihihi! 🙂

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  2. Ein ähnliches Erlebnis hatte mein Frauchen. Das Umfärben von schwarz auf blond benötigte bei ihr nur schlappe 7 (sieben) Stunden. Ich hätte sie fast nicht wieder erkannt. Herrchen meinte: die neue Farbe steht ihr gut. Inzwischen habe ich mich an das Blonde gewöhnt. 😍

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  3. Mein Mut ist meistens eher Übermut – aber Haare ändern braucht eigentlich nicht wirklich Mut, die wachsen so schnell wieder und schwarze Farbe wäre auch schnell wieder drauf! Drum konnte eigentlich nichts passieren – ausser Glatze, und selbst die ist trendy! Mal schauen, wie lange die Änderung anhält…. 🙂 Aber danke fürs Kompliment!

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  4. Also beim Pumuckel-Bild musste ich lauthals lachen 😂 Für mich ist es etwas ungewohnt, weil ich Dich nur mit schwarzen Haaren kenne. Aaaaaaaaaaaaber… Es steht Dir gut und schaut toll aus, echt! Ich bewundere Deinen Mut… 💇💆👍👍👍😘

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  5. Huhu, ich habe dir auf insta bereits einen Kommentar hinterlassen, aber ich schreibe gerne …..😂 ich finde deinen neuen Look superschön, stylisch und zudem “ jünger machend“. Dieses weißblond/silberblond ist einfach cool…… Guido würde sagen :“ der Look tut was für dich!“ . Liebe Grüße aus der Provinz🎈

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  6. Hihi,das Umfärben von schwarzen Haaren zu blonder Mähne kenne ich nur zu gut. Ich habs damals aber daheim gemacht und sah danach schrecklich aus!! Zu allem Übel hatten die Läden schon geschlossen und ich musste am nächsten Tag als wasserstoffperoxid Karotte zur Arbeit😂😳

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  7. Hallo liebe Daniela,
    Es ist schon ein Unterschied, von schwarz zu grau! Bei mir war es nicht so krass, ich war vorher blond! Ich kann dich so gut verstehen. Wenn man so viele Jahre gefärbt hat, hat man irgend wann keine Lust mehr. Ich finde es toll.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag.
    Tilla

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