Was soll der Mist?

Mir ist aufgefallen, dass unzählige Blogs Beiträge über Shoppingdiäten beinhalten. Manches sind sogar ganze Blogs, die nur das Thema Shoppingdiät abhandeln. Für alle, die nicht wissen, worum es sich dabei handelt (mir ging es nämlich am Anfang auch so): Shoppingdiät ist nichts anderes, als einfach nicht mehr einkaufen zu gehen. Keine Shoppingtrips mehr. Aus welchen Gründen auch immer. Verzicht steht bei einer Shoppingdiät ganz oben. Wer also vorher ein gutes Gefühl hatte, wenn er sich etwas Schönes kaufte, holt sich nun das gute Gefühl, wenn er sich dieses Etwas eben nicht kauft. Stolz am Schaufenster vorbeizugehen, nur zu schauen und nicht zu kaufen, das ist die Herausforderung. Und sich dabei sehr gut fühlen zu können, ist die Königsdisziplin.

Also: Wenn jemand shoppingsüchtig ist und damit seine Existenz gefährdet, dann verstehe ich, dass er lernen muss, abstinent zu leben. Dass sich das Ganze aber zu einem Trend quer durch alle Schichten zu entwickeln scheint, finde ich bedenklich. Was soll der Mist? Wenn wir nicht mehr einkaufen, blockieren wir den Geldkreislauf. Damit schwächen wir die Wirtschaft und gefährden Arbeitsplätze. Und mit dieser Art von Diät haben die Menschen in Drittweltländern auch nicht mehr zu essen. Wem also nützt dieses Vorhaben schlussendlich?

Ich habe mir überlegt, ob das Ganze ein Vorhaben ist, welches man sich zum Beispiel nehmen sollte. Schliesslich lerne ich im Land der Blogger tagtäglich Neues und Spannendes dazu. Ich komme aber auf kein positives Resultat. Eigentlich gibt es bei einer Shoppingdiät nur Verlierer. Und die Brieftasche wird bei der Diät erst noch fett, und nicht schlank. Also irgendwie läuft da alles schief. Ich kapiere es nicht und werde es deshalb niemals tun: Diäten sind ohnehin Blödsinn und der Jojo wird auch da zuschlagen. Wie bei jeder Diät!

84 Gedanken zu „Was soll der Mist?

  1. Mir ist leider völlig unklar wie du einige Verknüpfungen leistest ohne zu differenzieren. Einerseits redest du als Reaktion auf einen Beitrag vom Altkleider flicken, hast damit aber schon etwas falsch verstanden. Es geht eben nicht um Altkleider, sondern darum die Lebensdauer des Lieblingskleides zu verlängern.

    Du redest davon nicht bei den großen Billigproduzenten einzukaufen, aber schreibst in deinem originalen Beitrag davon doch bitte immer ordentlich zu Shoppen damit das Geld im Kreislauf bleibt. Mich würde interessieren welche Marken deiner Meinung nach die von dir angesprochene Hilfe gegen Armut leisten und welche Konzerne menschenwürdig produzieren. Du hast ja bereits auch mal Preise genannt, und ich würde einfach gerne verstehen aus welcher Richtung du Markentechnisch argumentierst.

    Ich habe mich anscheinend länger mit dem Thema beschäftigt als du vermute ich, denn auf allen Seiten zum Thema Shoppingdiät die ich besucht habe geht es vor allem um einen bewussten Konsum, also durch die Kaufentscheidung Menschen unterstützen oder bestimmte Produktionsweisen zu fördern. Das scheint in deinen Kommentaren auch durch, daher wundert mich die Wut die im originalen Beitrag steckt.

    Dein Argument der Arbeitsplatzgefährdung würde ich mir ebenfalls erklärt wünschen. Redest du hier von Näherinnen in Indien oder redest du hier von einem nachhaltig produzierenden Laden der in Deutschland produzieren lässt? Mir bleibt leider vieles unklar in deinem kleinen Beitrag oben, daher kann ich deine Argumente auch in den Kommentaren nur schwer nachvollziehen.

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    • Diät heisst Verzicht – Verzicht im Konsum schadet der Wirtschaft. Wenn ihr von Umstellung oder anderem Verhalten redet, sieht die Sache völlig anders aus. Dann bin ich ganz bei euch! Shoppingdiät wäre demzufolge das falsche Wort! Und aus welcher Markenrichtung ich argumentiere: http://www.cristinas.ch! Sieh es Dir an. Danke für Dein Feedback. 🙂

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  2. Einen Beitrag zu verfassen, der andere Meinungen mit einem Hieb als Mist deklassiert, weil sie nicht Deiner Meinung entsprechen, ist intolerant und stillos. Auch Deine Erklärungen dazu versuchen den Eindruck zu erwecken, als befändest Du Dich im Besitz der absoluten Wahrheit und müßtest dem DAU die Wirtschaftskreisläufe vermitteln.
    (Dort hast Du noch aufzuarbeiten, sagt Dir ein Profi.)
    Das ist ausgesprochen peinlich. Ein bißchen mehr Etikette darf es sein – und nicht solche Entgleisungen.
    Unabhängig von meinem eigenen Kaufverhalten ( nein, ich gehöre nicht zu den Minimalisten!) muß ich Dir das sagen.
    Bea
    Auf gute Besserung!

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  3. ich wusste mit dem Wort Shoppingdiät gar nichts anzufangen. was bei uns nötig wäre mal den alten krempel aus den schränken zu werfen der sich über die jahre angesammelt hat und die man nicht wegwerfen darf, es könnte ja sein, dass man sie nochmal anziehen müsste, wenn es nichts mehr zu kaufen gibt…….. Das ist nicht meine meinung ………….

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  4. Pingback: Shoppingdiät: “Was soll der Mist?” | Ein Jahr ohne Kleiderkauf + danach

    • Meine Liebe! Wie schön, dass Du Dir so viel Zeit für mich und meine Zeilen genommen hast, ich fühle mich geehrt! Schade nur, dass Du offenbar ganz viel nicht kapiert hast. Also: Wenn eine Brieftasche fett wird, dann ist das nicht unbedingt gut, denn das Geld bleibt in der Brieftasche, anstatt in den Kreislauf zu gelangen, wo es die Wirtschaft ankurbeln muss. Als Unternehmerin weiss ich, wovon ich rede, denn ich kenne beide Seiten der Medaille. Diejenige, der Konsumenten aber auch jene, welche die Ware einkaufen, um sie dann zu verkaufen. Ich kenne sogar den Kreislauf und die Produktionsländer und ich weiss sehr wohl, dass die Billigketten oft parallel zu den High End Labeln in den gleichen Fabriken produzieren. Ich schaue bei meinen Marken aber sehr darauf, wo/wie und unter welchen Umständen produziert wird, soweit dies in meiner Macht liegt. Sei es mit Bescheinigungen oder Deklarationen oder gar mit Besuchen.
      Bei second hand, bio und fair in unserem Alter verstehe ich nur “Birkenstock”, Stricksocken und Vegane Küche. Nicht meine Welt, sorry! Falsche Adresse. Premium Marken sind qualitativ hochwertig; Jeans sind zum Beispiel ohne tödliche Chemie hergestellt, wenn sie im Verfahren richtig behandlet wurden (sie müssen färben, sonst sind sie chemisch vergiftet). Wenn ich eine Jeans für 250 Euro kaufe, enthält diese eine saubere Deklaration und ich weiss über das Verfahren Bescheid. Bei einer 20 Euro-Jeans steht höchstens drin “Made in Bangladesh” und Cotton, dann wars das aber auch schon.
      Sorry, aber es ist doch schön, dass Du Dir so viele Gedanken gemacht hast – auch wenn diese locker zu widerlegen sind. Ach ja: Nicht alle Schweizer schwimmen im Geld, nur weil sie Schweizer sind! Da scheint Dein Wissen auch ziemlich begrenzt zu sein. 🙂

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  5. Tach zusammen,

    gibt es eigentlich Zahlen darüber, wie viele Leute, die eine Nulldiät machen, tatsächlich dauerhaft ihr Verhalten ändern und ihr Suchtmittel nach der Nullrunde wirklich bewusster und angemessener konsumieren? Ich befürchte, das sind beim Essen, beim Schoppen etc. nur sehr wenige. Ich befürchte, weniger ist immer mehr und zwar auch mehr als das ganz- oder Garnichtprinzip. Wenn wir der Umwelt, den Mitmenschen und uns selbst etwas Gutes tun wollen, hilft nur weniger ist mehr, Innehalten und überlegen, was man braucht, und wie man es am besten bekommt und die böööööse Selbstdisziplin. Für den Konsum heißt das ganz praktisch, dass man immer wieder ein neues Verhältnis von bewusst, kaufen, tauschen, verschenken und Gebrauchtkauf leben sollte. Was man wirklich braucht, ändert sich ja auch im verlauf des Lebens.

    Liebe Grüße

    Christiane (Texthase Online)

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  6. Ich finde deine Sichtweise etwas wenig durchdacht und sehr oberflächlich… eine Shoppingdiät ist mehr als nur Verzicht… sie kann unter anderem Protest, Selbsterkenntnis oder Therapie sein…
    Vor allem den Bezug auf die „fette Geldbörse“ finde ich absolut daneben…

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    • Es macht nichts, wenn nicht alle meiner Meinung sind – dafür sind kontroverse Themen nämlich da. Sie geben einen Denkanstoss … wie langweilig wäre das Leben, wenn wir uns alle immer einig wären. Oberflächlich? Nicht durchdacht? Kaum, denn ich kenne das Metier in- und auswendig … sollte ich wohl, als selbständige Unternehmerin im textilen Dschungel. Keine Sorge, ich schreibe nichts, was nicht zuerst durch meinen Denkapparat gejagt wurde. Drum: Raus mit dem Billigschrott, und gezielter und wertiger einkaufen. So ist allen geholfen!

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  7. Hey,

    also ich bin tatsächlich ein wenig überrascht über diese harsche Kritik an einem für mich absolut positiven Gedanken. Man muss nicht kaufsüchtig sein, um ein unreflektiertes Konsumverhalten zu haben. Ich habe mal eine Statistik gelesen, die besagt, dass ein richtig ordentlicher Shoppingtrip in der Regel nur 6 Stunden zufriedenstellt. Und danach? Landen die Sachen im Schrank, werden vielleicht nicht getragen, weil es uns doch nicht so Recht passt oder weil wir schon 10 weiße Blusen haben.
    Oftmals wird z.B. an frairer Mode kritisiert, dass sie so teuer sei. Dass man es sich „einfach nicht leisten könne“, eine Jeans für 100, 150 Euro zu kaufen, ein T-Shirt für 30 und einen Pullover für 80 Euro. Würden wir aber all das Geld, das wir mal hier, mal da ausgeben, mal zusammenrechnen und vor allem beisammenhalten und nicht jede Woche oder alle zwei ins Einkaufszentrum rennen, um das neueste „It Piece“ in minderer Qualität zu kaufen, das in 3 Monaten schon wieder Schnee von gestern ist, wenn unser Kleiderschrank nicht 500 Teile beinhalten würde, dann wäre das Geld da, um bewusst und nachhaltig zu konsumieren und zwar nur, wenn wir etwas brauchen.
    Nicht nur die Arbeitsbedingungen, die bei konventioneller Mode wirklich schrecklich sind, würden sich verbessern, auch unser persönliches Wohlbefinden könnte sich steigern: Wäre es nicht toll, nur noch Lieblingsteile im Schrank zu haben? Wir hätten wesentlich weniger, müssten uns aber nicht erst durch einen Wall an „passt mir, wenn ich 5 Kilo abnehme“, „Fehlkauf“ oder „unbequem“-Teile kämpfen. Das gilt in allen Bereichen. Wenn ich mir den Platz ansehe, der früher durch vollkommen sinnlos konsumierte Dinge versperrt wurde, wird mir immer noch ganz schwindelig. Besitz kostet Zeit, Geld und Platz, warum sollte es also negativ sein, nur die absolut notwendigsten und liebsten (für jeden ist dies persönlich definierbar) Dinge zu besitzen.

    Und noch zu dem Wirtschaftsargument: Unter den jetzigen Bedinungen, die vollkommen auf Wachstum ausgerichtet sind, mag dies stimmen. Aber man muss sich mal vorstellen, wie absurd das ist. Ich weiß ja nicht, was du arbeitest und wie viel du konsumierst, aber nach dieser Logik müsste man arbeiten, um das Geld zu haben, zu konsumieren, um Arbeitsplätze zu erhalten, sprich, die Arbeitsplätze bestünden um ihrer selbst willen. Wie bei einem Haster im Rad. Und da habe ich wirklich „Besseres“ zu tun. Da konsumiere ich lieber weniger und arbeite z.B. nur 75% und wende den Rest der Zeit zum Erlernen einer Sprache, für die Hausarbeit oder fürs Gärtnern auf. Oder zum Entspannen oder zum Bloggen.

    Neulich habe ich gelesen, würde jeder so konsumieren wie die Deutschen, bräuchte man knapp 2 Erden – manchmal hört man auch von 3. Das Konsumverhalten, was hier an den Tag gelegt wird, hat einen signifikanten Einfluss auf die Dritte Welt, und zwar sowas von. Wenn in Indien oder Pakistan oder Afrika Menschen nicht mehr in der Lage sind, ihre Familien zu ernähren, weil die Löhne von Großkonzernen derart stark gedrückt werden, dann hat das sehr wohl etwas mit mir zu tun und ich als Konsument habe Macht.

    Sehr spannend ist in diesem Zusammenhang auch die Doku „Neuland-zu viel ist nicht genug“, schau sie dir vielleicht mal an.

    Ich persönlich kaufe nicht gar nicht mehr, aber nur noch dann, wenn ich wirklich etwas brauche und dann wenn es irgendwie möglich ist nur noch faire Mode, die ich mir dann auch von meinem Studilohn problemlos leisten kann, wenn ich nicht maßlos, ohne Sinn und Zweck konsumiere.

    Alles Liebe
    Natalie

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    • Ich bin ganz bei Dir – lies genau hin! Ich kaufe auch nur wertige Mode, bin gegen die Billigläden, kaufe da auch NIEMALS ein, online schon gar nicht, denn da kann man nämlich gar nicht genau hinschauen. Was ich arbeite? Ich bin selbständige Unternehmerin im Textilhandel … meine Gedanken kommen also nicht von ungefähr. Ich kenne das Geschäft in- und auswenig! Ich weiss sehr wohl, wovon ich spreche. Shoppingdiät ist ein Wirtschaftskiller – gezieltes Shopping ist nachhaltig! Meine Meinung! Noch Fragen?

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      • Hey, danke für deine Antwort, naja, die Sache mit dem bewussten Konsum, das mag auf dich zutreffen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass die allermeisten eben nicht nachhaltig konsumieren – warum sonst wären „herkömmliche“ Einkaufsstraßen Samstags derart überfüllt. Eine Shoppingdiät ist meiner Meinung nach ein erster, möglicher Schritt zum bewussten Konsum.

        Das Wirtschaftsthema ist aber nochmal etwas anderes. Der Film, den ich angesprochen habe, thematisiert ganz gut, dass Wachstum keine Universallösung ist und sogar zahlreiche Gefahren birgt. Dass es so, wie es momentan ist, nicht für immer weitergehen kann.

        Die Frage nach deinem Beruf war nicht diskreditierend gemeint, ich wollte nur darauf hinaus, dass kaum jemand arbeiten geht, nur um dadurch seinen Arbeitsplatz – indirekt – zu erhalten. Natürlich ist das überspitzt, aber ich hoffe, du weißt, was ich meine.

        Alles Liebe
        Natalie

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      • Yep! Aber mir ist wichtig, dass Du auch weisst, dass ich keine Thema beschiessen würde, welches ich nicht bestens kenne. Und diese Materie ist nunmal mein tägliches Brot und die Menschheit offenbar ziemlich am Verblöden, sonst würden nicht alle zu Lidl, Aldi, H&M, Zara und Schrottkonsorte rennen und dann Shoppingdiäten machen, weil sie ihre Schränke mit Müll füllen, den sie nie tragen. So sieht es nämlich aus. Und in Bangladesh nützen wir den Menschen damit einen Scheiss. Deshalb: Bewusster, wertiger Konsum und der Kreislauf funktioniert! So einfach wäre es, wenn der Mensch nicht so verdammt doof wäre! 😦

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      • Okay, alles klar. Da stimme ich dir zu. Trotzdem denke ich, dass eine Shoppingdiät temporär durchaus sinnvoll seien kann, Leuten, die ihren Schrank mit H&M und Zara gefüllt haben, bei denen das Kind also schon in den Brunnen gefallen ist, würde ich jetzt auch nicht empfehlen, alles wegzuwerfen, weil das ja auch wenig nachhaltig ist. Vermutlich gibt es viele verschiedene Motive, eine Shoppingdiät einzugehen, aber mit prall gefülltem Schrank, braucht man so oder so nichts Neues, meine Meinung. Wenn dann wieder mal ein Kauf ansteht, haben sie ihr Konsumverhalten zwischenzeitlich hoffentlich überdacht und sind zur Erkenntnis gelangt, dass sie liebver weniger, faire und hochwertige Kleidung Dinge kaufen sollten, als trash.

        Mit dieser Erkenntnis müsste die Wirtschaft aber theoretisch wieder auf Kriegsfuß stehen, ein hoher Verschleiß und mein schneller Drang, es zu ersetzen, wäre nach dieser Logik besser (allerdings dürfte das Teil nicht schlecht genug sein, um mich so zu frustrieren, dass ich es gar nicht mehr kaufen möchte).

        Ich denke einfach, dass die Verknüpfung der Wirtschaftslogik mit ethischen Motiven schwierig ist…

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  8. Ich persönlich habe auch vor kurzem darüber geschrieben, viel gelesen und Dokumentationen über die Herstellung von Kleidung und Fast Fashion gesehen. Ich habe mich auch für die Diät entschieden. Mein Kleiderschrank platzt und trotzdem trage ich die immer gleichen Sachen!
    Nicht nur die Ausbeutung, nein auch die große Umwelt Sauerei stoßen mir bitter auf. Dann solche Meldungen über große schwedische Modehäuser, die mit Designer xy kooperieren um bei nicht Verkauf die Kleidung zu zerstören… Ehm? Dafür hat ne Frau in Kambodscha also 50cent bekommen? Ok, aber bitte ohne mich!
    Das Gefühl über eine erfolgreiche Shoppingtour ist natürlich mega… Ist es aber nicht geiler Kleidung mit den eigenen Händen herzustellen? Das gibt doch den Mega Glücks push!!

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    • Glaub mir, meine selber hergestellten Kleider könnten gerade mal als Mülltüte dienen – ich bin sowas von talentfrei diesbezüglch….schlimmer geht nimmer! Meine Mama näht sich auch alles selber – Damenschneiderin – ich habe leider dieses Gen nicht geerbt. Ich kann gerade mal knapp einen Knopf annähen. Kontroverses Thema, und es müssen zum Glück nicht alle gleicher Meinung sein. Wo ich aber grundsätzlich NICHT einkaufe, ist bei den Billiggiganten, denn da ist wohl jedem klar, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen kann. 🙂

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  9. Ich kennen nieMannden, der eine Shoppingdiät nötig hätte. Ich kenne nur Männer, die sich unendlich langweilen, wenn sie keine Ausrede gefunden haben und sich mit ihren Frauen aus versehen in eine Shoppingmeile verirrt haben.

    Wenn Männer irgendetwas von Natur aus hassen, dann ist ganz bestimmt das Schopping. Männer kaufen sich wenn überhaupt nur praktische Dinge: Ein Auto, ein Motorrad, eine Angel, ein Jagdgewehr, eine Custom-Gitarre, einen Retro-Röhrenverstärker oder einen neuen High-end Computer und halten so die Wirtschaft am laufen und sich selbst bei guter Laune.

    Das Wort Diät kennen sie gar nicht, weil sie, wenn Frau davon erzählt, meistens nicht zuhören.

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  10. Pingback: 10 Gründe für eine Shoppingdiät | shoppingdiaet

  11. Pingback: Es gibt Parallelwelten! | Lady Life Lady

  12. Also ganz ehrlich, ich nehme den Diätshoppern das nicht ab…!
    Ich denke, die tun nur so um etwas zu erzählen zu haben(wir sind hip) und kaufen dann heimlich im Netz.
    Man überlegt doch mal, wenn man etwas Nettes sieht, brauche ich das jetzt wirklich? Und wenn nicht und kauft trotzdem(also immer) braucht man keine selbstauferlegte Shoppingdiät, sondern einen Therapeuten😜
    Und zu dem ganzen Billigzeug…zugegeben, man ist schon manchmal verleitet, billig zu kaufen, auch wenn das schlechte Gewissen sich meist sofort danach einstellt.
    Das kann ich sagen, weil ich in der Lage dazu bin auch anders einkaufen zu können.
    Ich brauche auch nicht so viel und trage die Sachen länger.
    Aber denken wir doch mal an eine Familie, die zwei oder drei Kinder einzukleiden hat…bei der die Miete schon die Hälfte des Einkommens frisst !
    Die können nicht lange überlegen, ob die Sachen biologisch oder ökologisch und fair gehandelt sind, da müssen halt neue Schuhe und Klamotten her. Weil die Kinder so schnell herauswachsen und außerdem sind die Kids mit den ollen Klamotten auch in der Schule unten durch! Egal auf welcher Schule!
    Ich weiß…ein Aufschrei kommt (oder mehrere) ….wenn jeder so denkt…!
    Ist aber leider die Realität.

    Wir haben in der Nähe einen Secondhandshop, bei dem ich manchmal für meinen Enkel Sachen kaufe, sehr gut erhalten, sauber und in dem Alter auch nicht abgetragen.
    Er ist noch sehr klein, ihm ist es egal ob die Hose grün, lila oder pink ist.
    Das wird sich aber mit fortschreitendem Alter ändern, da bin ich sicher!

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    • Da muss ich Dir leider recht geben – aber lieber eine Hose für den Knirps mal weitergeben an Bekannte oder so….als nur Billigshopping. Und sonst halt die wertigeren Sachen im Ausverkauf shoppen. Billigware ist echt Schrottware und ich weiss sehr wohl, dass sich viele nichts anderes leisten können. Dann wartet man halt zur Not auf den Sale oder geht an die Börse. Ich habe früher für unsere Kids viel an der Kleiderbörse eingekauft (getauscht) – die Zwerge wachsen ja so schnell, dass die Sachen oft gar nicht ausgetragen werden können. 🙂

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      • Jupp…genau.
        Was war ich damals auf den Basaren unterwegs !
        Krabbelgruppe, Kindergarten, Jugendzentrum u.s.w.
        Muß dazu sagen, daß meine Kinder nur 14 Monate auseinander sind, zwei so Kleine..ich musste auch schauen wie ich an günstige Kleidung komme.

        Aber jetzt…hmm..ich weiß auch nicht was da los ist.
        Ich habe das hautnah mitbekommen im letzten Jahr, als meine Schwägerin die wirklich tollen, sauberen und kaum gebrauchten Erstlingssachen auf einem Zwillingsbasar verkaufen wollte. Keine, oder wenige Schwangere oder frische Mama war bereit nur 1 Euro für einen Strampler, oder 50 Cent für wasweißichwas zu bezahlen.
        Da sieht man es wieder …krieg ich ja in Neu für genau so viel(oder wenig) im Billigladen.
        Schade eigentlich!

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  13. Ooopsi-dooopsi-poopsi…. 🙂 erwischt… ich hab mir nämlich erst gestern gesagt: „Scheiße, Alde… kein verschwenderisches Einkaufen in jeglicher Hinsicht mehr den restlichen Februar und auch den März noch!“… warum ich das zu mir gesagt habe: Nu ja… hab in den ersten zwei Februarwochen echt viel gekauft und gut gelebt und naaaaa jaaaahahaaa…. äh… das ein oder andere hätte net sein müssen… hat mir aaaaaaber gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Freude gemacht, aber trotzdem…. ein bisschen viel gekauft halt… und jetzt mag ich mal mit dem auskommen, was ich habe und das richtig genießen… (und mal einen Monat ein bisschen die Haushaltskasse wieder auffüllen, gelle).
    Aber ich leide, seit ich mir dieses Verbot auferlegt habe… stündlich… minütlich… ich hänge (fast) heulend und(fast) schluchzend (o.k. – ich mach jetzt ein bsschen Drama, aber es kommt fast hin), vor online-Shop-Seiten auf meinem Browser geöffnet herum. Aber es wird schon… ist ja erst der erste Tag auf Entzug..
    Aber das es da eine Trenderscheinung gibt, und einen Namen dafür, also das habe ich nicht gewusst.

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  14. Oha dieses Thema hat wohl eine „Never ending Story“ aber ich denke auch, dass wir den gesunden Menschenverstand walten lassen sollten. Alles Extreme führt nicht unbedingt ins Positive. Zu viel Konsum oder eine Konsumdiät beides ist sch….. Ist wohl auch so ein „Hip“ Shoppingdiät so was Doofes. Habe genug von anderen Diäten diese brauche ich jetzt wirklich nicht auch noch, bin auch nicht eine Shoppingsüchtige, aber da bin ich jetzt auch der Meinung, dass das wirtschaftlich sehr ungesund ist. Das Rad können wir nicht mehr zurückdrehen und mit Pfeil und Bogen im Bärenfell losziehen.🐻🐻

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  15. Also ich räume wenn ich finde ich habe niiiiiichts mehr anzuziehen zuerst meinen Kleiderkasten auf. Danach finde ich in 8-9 mal der 10 Fälle, dass ich ganz schöne Dinge im Chaos wiedergefunden habe und das hält so 2-3 Monate an. Bis das Chaos wieder überhand nimmt.
    So kaufe ich wirklich nicht doppeltes und gut überlegt, auch mal teurer mit guter Qualität und gerecht produziert. Ich weiss auch ziemlich gut was mir steht und was mir gefällt und liebe so gekaufte Kleider auch noch nach Jahren.
    Ich habe auch seit sicher 3 Jahren keine Winterjacke gekauft, ich habe ja zu Hause eine Sammlung an mehreren Exemplaren, welche mir gefallen.
    Das gibt natürlich den Billigläden weniger Umsatz, den anderen aber nicht unbedingt.

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  16. Wenn man es mal für einen Monat ausprobieren möchte,so ähnlich wie die Fastenzeit, um zu sehen, wie man sich ohne Shopping/Konsum fühlt, dann verstehe ich das.
    Als Selbstzweck finde ich Verzicht allerdings befremdlich.
    Wie schriebst: Wer meint, er sei eventuell süchtig, der kann durch Verzicht (wie bei jeder Sucht) mit eingehender Selbstbeobachtung eine kleine Diagnose wagen.
    Ich gehe sehr selten shoppen, was aber einfach an Zeit/-Mußemangel liegt – früher habe ich das gern getan. Inzwischen präferiere ich es, online zu shoppen. Manchmal tue ich das aus Langeweile (Baby/Kleinkindphase + Winterzeit = hocke viel zu Hause …) und dann schränke ich es ein, wenn mir das auffällt. Therapeutisches Shoppingdiäten also 😀

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  17. So, nun auch nochmal hier 🙂
    Oh, ich kann deinen Ansatz total gut verstehen!! Und genau mit diesem rechtfertige ich immer wieder, dass ich an sich total gerne konsumiere. Ganz oft macht mich shoppen – allerdings eben nicht mehr Klamottenshoppen – doch irgendwie glücklich. Aber: Eine Shoppingdiät hat durchaus total Sinn. Weil jeder von uns in der Regel viel zu viel kauft. Und weil das viel zu viel auch noch unter ganz ganz schlimmen Bedingungen für Mensch und Natur hergestellt wird. Und weil eine Shoppingdiät der Anfang eines Umdenkens ist. Hätte ich auch nicht gedacht, aber in meinem Jahr Shoppingdiät (und ich habe vorher Shoppen als Stressventil mit Ausgaben von 200-400 EUR im Monat betrieben) habe ich so viel über mich und die ganze Textilindustrie gelernt – das wäre alles nicht passiert, wenn ich einfach so weiter gemacht hätte wie bisher. Lange Rede kurzer Sinn: Gar nichts mehr einkaufen ist tatsächlich nur sehr beschränkt gut, denn wie Karl Lagerfeld es mal so schön sagte, das Geld muss zirkulieren. Wichtig ist aber bewusstes Konsumieren. Und das habe ich gelernt (auch wenn ich es nicht immer durchziehen kann) und dafür bin ich. Echt jetzt.

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    • Gute Erklärung! Aber ich komme genau aus besagter Textilbranche und eingeschränkter Konsum ändert an den Bedingungen in Bangladesh und Co. null und gar nichts. Dann lassen wir die Arbeiter da ganz einfach nur verhungern….! Besseres Hinschauen und kritisches Einkaufen ist gefragt, und dabei sollte man zuerst die Billiggiganten boykottieren, denn diese unterstützen die Misere in diesen Ländern. Aber Shoppingdiät ist ganz bestimmt nicht die Lösung. Das scheinst Du ja aber gut reflektiert zu haben. Danke 🙂

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      • Hehe, nun schreiben wir in den Parallelwelten 🙂
        Genau, Hinschauen und bewusst konsumieren ist tatsächlich der Ansatz – und das schaffen viele erst durch einen zeitweisen Totalverzicht. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass sich die allermeisten Menschen überhaupt keine Gedanken machen, woher ihre Sachen kommen und wie sie produziert werden. Sie sehen nur die coolen Klamotten und wollen sie haben, genau wie sie hunderttausend andere Sachen auch haben wollen oder schon im Schrank hängen haben. Das ist eben das Gegenteil von Hinschauen und kritischem Einkaufen.
        Und leider leider gebe ich dir Recht, dass das alles nichts an den schlimmen Bedingungen in den Produktionsländern ändert. Dazu bräuchte es viel viel mehr. Dennoch, wenn immer mehr Menschen darauf aufmerksam werden – durch eine Shoppingdiät oder wie auch immer – dann ist schon mal ein bisschen was getan. Hoffentlich. (Denn die Welt ist schlecht, hinterhältig und gemein… Aber das ist fast nicht zu ertragen, daher mache auch ich immer wieder die Augen und Ohren zu…)

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      • Man muss ja aber einkaufen sonst wäre man irgendwann nackt. Von daher verstehe ich dein Argument überhaupt nicht, Dani. Die Diät bedeutet doch dann dass man bewusster einkauft. Weil wie gesagt hier läuft niemand nackt umananda dafür ist es zu kalt.

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      • Mein Standpunkt ist: Verzicht schadet allen, bewusstes Einkaufen nützt! Der Begriff Diät wird gleichgesetzt mit einer Reduktion. Wenn wir unser Kaufverhalten reduzieren, schrauben wir damit auch den Geldfluss runter – Killerkriterium für die Wirtschaft!

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    • Karl Lagerfeld als Wirtschaftsguru – das ist eine wirklich entzückende Idee – hoffentlich tragt Ihr alle Größe 36 – denn für massivere Damen produziert der Herr nix ( entwirft nix natürlich) – köstlich
      Bea

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  18. Ein Schaf blökt voraus, die anderen hinterher. War schon immer so. Viele wissen nicht mal, warum sie denn blöken, aber was grad „so geblökt wird“, wird geblökt.
    Hauptsache ordentlich und viel besser als das andere Schaf blöken.
    Das Internet ist voll von Schafen.
    Leider.
    Ich bin bei einer Perle unter den Schafen gelandet. Wie schön.

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  19. Hm.. also ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Verhalten erstmal eine Rebellion gegen den Kapitalismus ist. Von daher keine schlechte Idee. Natürlich gefährdet das die Wirtschaft, also die Unternehmen, welche ja mitlerweile alle Großkonzerne sind. Damit sind auch Arbeitsplätze gefährdet. Allerdings, wenn man eine Revolution haben möchte, muss man langfristig denken und die kurzfristigen Nachteile eben inkauf nehmen. Wenn nun immer mehr Menschen in Deutschland nicht mehr einkaufen, hat das natürlich auch gesamtwirtschaftliche Folgen, da hier ja nicht nur deutsche Produkte, sondern vor allem ja auch ausländische angeboten werden. Von daher würde so ein Boykott nur Sinn machen, wenn man den Kapitalismus abschaffen wollte. Die Länder der dritten Welt, hätten allerdings dadurch ja auch Vorteile. Es wäre zum Beispiel wieder rentabel, selber anzubauen. Das ist es ja nun nicht, weil die Großkonzerne die Produkte günstiger anbieten. Man muss verstehen, dass es arme Länder auf der Welt geben MUSS, damit andere Länder reich sein können.
    Würde man lediglich weltweite Gerechtigkeit im Hinblick auf Wohlstand anstreben, müssten wir nur fair trade einkaufen oder nur beim Bauern nebenan. Dadurch, dass wir mit unserem Kaufverhalten die eh schon reichen Konzerne unterstützen, sorgen wir dafür, dass arme Länder und Menschen immer ärmer werden. Es muss uns endlich bewusst werden, dass WIR die Macht haben, etwas zu verändern. Der Staat ist von UNS abhängig und fällt mit unserer Rebellion.
    Es spielen natürlich noch viele andere Faktoren eine Rolle, die durch die Shopping-Diät beeinflusst werden.. endloses Thema..

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    • Hmmm…. da könnte man sich wirklich lange drüber auslassen. Allerdings weiß ich aus Erfahrung, das große Konzerne die Schuld erstmal bei wem anderem Suchen. Falls sich mal wer mit dem Thema „Kaufschutz“ / „Kopierschutz“ beschäftigt hat, *zwinker*

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      • Ging bei unseren Vorfahren doch auch und die lebten zwar nicht länger aber gesünder. Und so lange ist das gar nicht her bzw. wird das heute in abgelegenen Gegenden immer noch praktiziert und man höre und staune – keine Zivilisationskrankheiten wie Depressionen, Burn-Out, Fettleibigkeit usw. Insofern…..das Argument ist leider eher nur aus der Bequemlichkeit heraus. Ich verstehe dich schon. Aber wie wichtig ist Mode denn? Müssen Drittländer für immer Drittländer bleiben, nur, weil wir unsere Klamotten für 5,99 kaufen müssen/wollen? Was ist denn mit deren Lebensqualität oder zählt die nicht, weil sie einfach das Pech hatten, im falschen Land geboren zu sein? Das Thema ist nicht einfach und mit Sicherheit viel komplexer, als es scheint. Shoppingdiäten sind keine Lösung, da stimmte ich dir zu. Aber es gibt bestimmt andere Wege, die alle zufrieden stellen würden. Dafür müsste die Welt „nur“ etwas menschlicher werden und da liegt der Hase im Pfeffer.

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      • Ich möchte außerdem einmal kurz das Wort Überproduktion einwerfen. Es wird überall auf der Welt überproduziert, egal ob bei Lebensmitteln, Klamotten oder sonstigen Gütern. Mehr, schneller, billiger. Ist das richtig so? Wem nützt das letzlich denn am meisten, bzw wer profitiert davon? Der kleine Mann, der für 20 Cent die Stunde 18 Stunden am Tag arbeitet, damit er sich davon kaum ernähren kann und nur eine Strohhütte hat, ohne fließendes Wasser und Strom? Oder der Großkonzern, der seine Klamotten für ein Vielfaches verkauft und dabei – auf seine Kosten – reich wird? Willst du sagen, dass die Großkonzerne die Guten in diesem Spiel sind?

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      • Es gibt Grosskonzeren, und Grosskonzerne gibt! Schwarze Schafe sind überall. Dumpingpreisler sind die Schlimmen, denn die machen den Menschen und den Markt kaputt. Qualität hat nunmal ihren Preis, also lieber weniger, aber dafür besser einkaufen. Aber: Grosskonzerne schaffen unzählige Arbeitsplätze – ohne die möchte ich mal sehen, wo alle arbeiten möchten. Im Garten bei den Kartoffeln? Und wohnen unter der Brücke? Das ist meine Aussage, aber ich finde es gut, dass kontrovers diskutiert wird!

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      • Du hast natürlich Recht damit! Qualität muss ihren Preis haben, man muss sie sich aber gleichzeitig auch leisten können. Das Milliardengeschäft mit den Niedrigpreisen zahlen leider andere. Und wer sich nun einmal keine „teuren“ Klamotten kaufen kann, muss zwangsläufig billig kaufen – auf Kosten der Menschen, die es produzieren. Das ist leider das Problem. Ein Teufelskreis.

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      • Dafür muss es noch viel bekannter und weniger verpönt werden. Noch ist es ja eher „uuh, second hand, da gehen leute hin, die kein geld haben!“ es muss eher werden „wow, guck mal, was ich tolles im second hand gefunden habe! Das bekommt man sonst nirgendwo!“ Die Gesellschaft muss einfach weg vom „nur wer geld hat ist toll“ bzw generell von dieser falschen oberflächlichkeit. Geb dir absolut recht!

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      • 100% richtig! Und im übrigen würde ich NIE IM LEBEN eine Klamotte für 5.99 kaufen, denn diese ist mit Sicherheit nicht menschenwürdig produziert worden. Jeder, der ein kleines bisschen Hirn besitzt, sollte das merken. Baumwollfeld – pflücken – verarbeiten – spinnen – färben – nähen – etikettieren – verpacken – verschiffen – transportieren – verteilen – vertragen – auspacken – in den Laden hängen … und das für 5.99! Jeder, der sich da über das Schnäppchen freut, hat für mich null Komma gar nix verstanden!

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    • Weitläufiges Thema und ein Kommentar, den Du als Beitrag aufschalten könntest 🙂 Beim Einkaufen bei reichen Konzernen werden übrigens die Armen nicht immer ärmer, das ist leider absolut falsch! Schau Dir den Wirtschaftskreislauf an, dann wirst Du merken, dass das überhaupt nicht stimmt. Und: Dank dem Kapitalismus funktionieren wirtschaftliche Dinge, wie sie eben funtkionieren sollen. Ohne das Geld der Kapitalisten würden wir treten an Ort. Egal ob in Deutschland, oder der Schweiz! Deshalb ist diese Art von Rebellion kompletter Mist!

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      • Hi Danieka,

        ich glaub nicht, daß wir ohne Großkonzerne in der Steinzeit landen würden. Es würde nur alles wieder ein bißchen kleiner werden, regionaler, und das wär doch gar nicht schlecht. Wenn man sieht, daß Konzerne wie Monsanto mit Gewalt Gesetze durchdrücken wollen, mit denen sie dann Staaten, die ihr Genfood verbieten, auf Beträge in Milliardenhöhe wegen „entgangener Gewinne“ verklagen können, dann frag ich mich, ob wir Großkonzerne wirklich brauchen. 😎

        Klamotten kaufe ich meistens Secondhand, aber in letzter Zeit auch immer weniger, da sich einfach schon so viel angesammelt hatte. (Dafür kaufe ich etwas mehr Elektronikkram, aber es hält sich noch im Rahmen. 😉 ) Bücher und Videos hole ich mir meistens in der Bibliothek. Auf die Art trägt man wenigstens nicht so sehr zu den wachsenden Müllbergen bei, wie die Leute, die irgendetwas kaufen, nur weil es gerade „in“ ist und nach 3 Monaten die nächste Garnitur brauchen …

        Interessant in dieser Hinsicht ist das Buch „Goodbye Logo – wie ich lernte, ohne Marken zu leben“ von Neil Boorman. Boorman war ein Typ, der völlig besessen davon war, immer die neuesten Markenartikel besitzen zu müssen, egal ob Adidas-Schuhe oder das neueste iPod – weil er dachte, das würde ihn glücklich machen. Irgendwann ging ihm mal auf, daß, egal wie viel er auch kaufte, er davon keineswegs glücklicher geworden war. Das war der Wendepunkt in seinem Leben. Er stellte fest, daß er original verpackte Lacoste-Hemden besaß, die seit Jahren irgendwo hinter seiner Heizung steckten und die er noch nie getragen hatte, daß er mehr Laufschuhe besaß, als er überhaupt benutzen konnte, und daß all das ihn kein bißchen glücklich, sondern im Gegenteil nur gestreßt machte, weil er ja das Geld verdienen mußte, um sich all das Zeug leisten zu können. Aber in Wirklichkeit benutzte er es gar nicht. Es ging nur darum, es zu besitzen.

        Als ihm das klar wurde, beschloß er, einen großen Scheiterhaufen zu machen und all sein Zeug in einer Riesenaktion öffentlich zu verbrennen. Könnte man jetzt auch als Verschwendung betrachten, aber für ihn hatte es einen kathartischen Effekt.

        Und es sind eben gerade die Großkonzerne, die einen solchen Quatsch verbreiten (Kauf das neueste Zeug und du wirst glücklich, cool und hip und führst ein sorgenfreies Leben). Profitieren tun davon nur sie selbst, sonst niemand.

        Kann die Lektüre des Buches nur empfehlen! 🙂

        Grüßlis
        Zarah

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      • Klingt alles spannend – werde ich mal lesen. Ändert halt aber nichts an meiner Meinung im Beitrag, der aber mit Deinen Ausführungen eigentlich nicht viel zu tun hat. Die Grosskonzerne schaffen Arbeitsplätze – das war meine Aussage. Ich würde mich hüten, dort einzukaufen – aber schliesst eine solcher Konzern seine Pforten, gehen auf einmal zig-tausend Stellen verloren. Das kann wohl kaum in Deinem Sinne sein. Oder? Schöns Tägli! 🙂

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