Ab ins Pfefferland

Ich habe keine Ahnung, ob es das Pfefferland gibt. Ich weiss nur, dass ich seit Kindesbeinen immer wieder höre, dass man etwas Verhasstes ins Pfefferland wünscht. Dehalb gehe ich davon aus, dass es im Pfefferland richtig hässlich sein muss. Und es gibt tatsächlich so einige Dinge, die ich dorthin wünsche. Bestimmt wären sie dort sogar in guter Gesellschaft unter lauter anderen fiesen Dingen, die auch schon dorthin gewünscht wurden. Also bei mir wären es folgende Sachen, die sofort packen und verschwinden dürften:

– die verhassten Kopfschmerzen
– das dämliche Schleudertrauma
– mein defekter Rücken
– mein lädierter Zahn
– meine Albträume
– meine Speckrollen
– meine Wechseljahre
– alle Geizhälse
– alle Lügner
– alle Neider
– alle Besserwisser
– alle Militanten (in welcher Form auch immer)
– alle Extremisten
– alle Tierquäler
etc. etc. etc.

Ich merke gerade, dass diese Liste locker 10 Seiten lang werden könnte. Deswegen stoppe ich hier. Mir wird nämlich gerade bewusst, dass es extrem viele Dinge gibt, auf die ich nur allzugern verzichten würde. Das würde ja bedeuten, dass ich mit ziemlich wenig Dingen glücklich wäre? Scheint so! Also, wenn schon nur die obgenannten Dinge ins Pfefferland verschwänden, was habe ich dann, um glücklich zu sein. Gesundheit, meine Familie und das war’s. Mehr brauche ich ja gar nicht, merke ich gerade. Ohne Gesundheit macht nämlich das Leben nicht besonders Spass. Schon nur die Tatsache, dass ich mich schmerzfrei als „der glücklichste Mensch der Welt“ bezeichnen würde zeigt mir, dass es eigentlich nur eines gibt, was wichtig ist: Und wieder ist da die Gesundheit. Seit 15 Jahren bin ich Schmerzpatientin und ich würde ausser meinen Lieben ALLES geben, wenn ich die Schmerzen damit loswäre. Das Leben wäre ein Traum! Also: Wer die Lösung dafür hat, soll sich melden, denn dafür gäbe es:

– Handtaschen
– Schuhe
– Kleider
– Auto
– Blingbling

und einfach all der andere Quark, den kein Mensch braucht, um glücklich zu sein. Ich würde sogar alles frei Haus liefern!

 

 

 

46 Gedanken zu „Ab ins Pfefferland

  1. Da fällt mir ein Song von den Wise Guys ein, den ich immer mit Freuden mitgegrölt habe:

    „Ich wünsch´ dich dahin, wo der Pfeffer wächst,
    wo die Knusperhexe hext,
    dahin, wo der Yeti wohnt,
    oder gleich zum Mann im Mond!
    Ich wünsche dich und dein Porzellangesicht
    dahin, wo niemand Deutsch und Englisch spricht,
    wo ab und zu ´n Sack Reis umfällt,
    ich wünsch dich an den Arsch der Welt (an den Arsch der Welt)!“

    Einen schönen (natürlich auch von mir: schmerzfreien) Tag! Liebe Grüße, Cuervo 🙂

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  2. Das fiktive Pfefferland reicht doch schon, da kann man alles hinwünschen und es geht einem wenigstens ein paar Minuten gut 😉

    Ich fühle mit dir, denn seit 1997 bin ich Schmerzpatient und weiß genau, wovon du sprichst.

    Alles Gute wünschen, kann also nie falsch sein…

    *huschhuschweg mit den Schmerzen.

    Lieben Gruß,
    Uschi

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  3. und ich würde gerne einige Menschen dorthin schicken wo der Pfeffer wächst, damit ich die nicht mehr jeden Tag sehen muss.
    du hast ja viele sachen aufgezählt die dir wehtun
    bist du denn bei einem guten Orthopäden oder Chiropraktiker. ?

    Gefällt 2 Personen

  4. Herrchen lässt dich wissen, dass er die Verwünschung unter der Redewendung: „Geh‘ hin, wo der Pfeffer wächst“, kennt. Von Handtaschen und ähnlichen Pfeffer freien Dingen hat er mir dazu nichts gesagt. Frauchen hingegen kennt solche Dinge, ganz viiieeellleeeeeeeeee sogar.

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    • Gelassen? Nicht wirklich, aber schön, wenn es so wirkt. Dann bin ich jetzt vermutlich reif für Hollywood 🙂 🙂 🙂 Manchmal bin ich nämlich einfach nur sauer, wütend, traurig, schmollend, tobend und überhaupt nicht gelassen deswegen! 🙂

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  5. Ich glaub wer die Lösung DAFÜR findet kriegt mehr als nur Handtaschen, der wär bald Millionär ^^ Dennoch wünsch ich dir, dass du irgendwann den schmerzfreien Zustand erreichen kannst (und wenn du’s geschafft hast würd ich mich freuen, wenn du mir sagst wie *gg*)

    In dem Sinne: Hinfort mit den Schmerzen ins Pfefferland!

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