Der Weg zum Buch

Der Tag, an dem ich beschloss, aus meinem Blog ein Buch zu machen, war definitiv weniger anstrengend, als der Weg bis zum fertigen Objekt. Damals hatte ich ja auch noch die Idee, dass meine Arbeit so gut wie bereits getan sei – die Texte exisiterten ja schliesslich auf meinem Blog schon. Jaja – falsch gedacht! Heute weiss ich es besser.

Ich hatte ein Riesenglück, dass auf Anhieb zwei Verlagshäuser mit mir arbeiten wollten. Offenbar ist das schon eine Ausnahme. Da hat also mal wieder ein blindes Huhn ein Korn gefunden. Dann fingen die Sitzungen im Verlagshaus mit einem Medien- und Kommunikationsberater an, der mich auf dem Weg zum Buch als Coach begleitete und mit seinem Netzwerk unterstützte. So jemanden zu haben, ist Gold wert!

Und los ging es mit dem Lektorieren. Dabei habe ich Tipps und Tricks von meinem Coach bekommen und ich habe gemerkt, wie ich im Laufe jeder weiteren Sichtung meiner Texte sicherer wurde. Dadruch habe ich natürlich auch meine Schreibe immer wieder angepasst. Mir war wichtig, diesen Job selber zu machen, denn meine grösste Angst war, dass ein Fremder aus meinen Texten etwas machen würde, was mir nicht mehr entspricht. Das stand für mich ausser Frage. Aber ich kann euch sagen: Nach dem dritten mal Überarbeiten konnte ich meine eigenen Zeilen nicht mehr sehen – ich hatte auf einmal das Gefühl, nur noch blablabla zu lesen. Den besten Tipp überhaupt zum Überarbeiten von Texten hat mir aber mein Coach gegeben: Laut und theatralisch lesen. Warum? Weil man so über unnötige Füllwörter oder falsche Satzstellungen stolpert, die man sonst überliest. Das funktioniert tatsächlich. Ist zwar anstrengend, aber effizient. Als letzter Textschliff überarbeitet ein Profikorrektor dann noch den Text, um kleine Fehler mit Argusaugen zu erspähen und zu markieren.

Parallel zu diesen Arbeiten sind die kreativen Köpfe dabei, dem Text ein hübsches Kleid zu verpassen und den Ablauf im Buch logisch anzuordnen. Da meine Augen und die Augen der Kreativen nicht immer den gleichen Blick haben, muss man sich dazwischen immer wieder abstimmen. Mal wird da wieder geschliffen, mal da wieder geändert. Mal argumentieren die einen besser, mal die anderen. Zum Schluss muss das Buch einfach dem Autor gefallen. Und der Weg dahin ist nicht immer ganz einfach. Aber wahnsinnig spannend! Ein Illustrator hatte gleichzeitig den Auftrag, meine Texte mit ein paar Bildern zu verschönern, und das hat etliche Anläufe gebraucht, bis ich damit zufrieden war.

Ich muss gestehen, dass ich froh war, dass meine Tochter mich mit ihrem geschulten Grafikerauge auf dem Weg begleitet hat, denn den ein oder anderen Stolperer hätte ich übersehen. Mangels Übung und weil ich nicht so recht wusste, worauf ich achten muss.

Durch meine Truppe, die mich in der Zeit unterstützte, und durch ziemliche Knochenarbeit ist mein Werk aber nun gedruckt und ich finde es ziemlich gelungen. Morgen geht’s in den Verkauf und ich kann es das erste mal der Öffentlichkeit präsentieren. Und ich darf behaupten: zu 100% von mir, bis zum letzten Punkt und Komma. Und darauf bin ich ganz schön stolz! 🙂

40 Gedanken zu „Der Weg zum Buch

  1. Eine Lektorin sagt mir immer wieder, daß ich das auch mit meinen Texten (einer Auswahl daraus) tun soll: verbuchen — oh, nein, zu einem Buch machen. Noch scheue ich den Aufwand und bewundere Menschen wie Dich, die das „durchziehn“

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  2. Jap, auch für’s Kindle..supi..das kann ich dann im Dänemarkurlaub lesen, aber bis Juni..ohooh..nein so lange halte ich das nicht aus, glaube ich.
    Herzlichen Glückwunsch zum Buch!
    Und bitte bleib bei deiner ‚Schreibe‘

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  3. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg für Dein Buch! ❤ Du hast echt Glück gehabt, weil Du einen Verlag (oder sogar gleich zwei) gefunden hast. Ich kenne mehrere Personen, die ein Buch im Selbstverlag raus gebracht haben und das wurde immer ein Flop. Keine Vermarktung heißt auch gleichzeitig keine Käufer. Wenn der Bekanntenkreis versorgt ist, geht nix mehr.
    LG Susanne

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  4. Vielleicht mache ich aus meinem Blog ein bebildertes Welpen-Buch! Literarisch sind meine Themen nicht so wertvoll wie deine, aber meine Bilder! Die können für Welpen, besonders für Havaneser-Welpen, auf dem Weg zum Erwachsen werden, anschaulich zeigen, was man tun darf und was man besser lässt. Dir wünsche ich, liebe Daniela, viel Erfolg mit dem Buch und weiterhin eine solch tolle SCHREIBE!!

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  5. Liebes Pralinchen,
    ich bin ja erst seit kurzem zu Gast bei dir,
    aber ich wünsche dir von ganzem Herzen
    nur das allerbeste und bei dem, was ich
    bisher von dir lesen durfte, kannst du mit
    Fug und Recht stolz auf dein Werk sein.
    Mitgelacht, mitgelitten, Geschichten die das
    Leben schreibt, einfach schön.

    Viel Glück und liebe Grüße

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