Nervenflattern

Heute ist einer dieser Tage, die selbst mich nervös machen. Ich bin nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen und Nervosität beim Sprechen oder Auftreten vor Menschen kenne ich schon länger nicht mehr. Heute ist aber auf einmal alles anders. Warum? Ich präsentiere heute der Öffentlichkeit meine erstes Buch – in Form einer Vernissage. Da ich alles selber organisieren wollte (bin ja bekanntlich ein Kontrollfreak!), geht nun mein innerer Computer immer wieder die Liste durch und checkt ab, ob ich an alles gedacht habe:

– Catering bestellt
– Tische organisiert
– Tischtücher bereit
– Gebäck bestellt
– Blumen bestellt
– Bücher vor Ort
– Mikros vor Ort
– Plakate aufgehängt
– Gäste eingeladen
– Fotografin organisiert
– Schirmständer im Auto
– Post it’s eingepackt
– Plastiksäcke bereit

…und jetzt hoffen, dass überhaupt jemand kommt. Ich meine, gemäss meinem Traum muss meine Vernissage folgendermassen ablaufen:

Ich stehe alleine in der leeren Halle. Vor mir ein Palett mit Büchern, welche in einer Kartonkiste eingeschweisst sind – und ich finde nirgends eine Schere. Fragen kann ich auch niemanden, denn weit und breit ist keine Menschenseele, ausser mir. Toll! Wenn man das als Wink deuten würde, müsste ich eigentlich alles abblasen, denn dann will vermutlich auch kein Mensch mein Buch haben. Schon gar nicht an meiner Vernissage. Gute Voraussetzungen!
Bei Albtraum Nummer zwei hatte ich auf einmal jede Menge Besucher in der Halle, aber das Cateringunternehmen hatte beschlossen, in die Ferien zu fahren und  mich zu vergessen. Und weil wir nichts zu trinken auftreiben konnten, hat mir im Traum jemand mein Buch hingestreckt und gezischt: „Los, lies, damit niemand merkt, dass alles schief läuft…“ Ich habe das Buch also geöffnet und…..es war schneeweiss. Kein einziger Buchstabe war drin! Nicht einer! Hilfeeeeeee 😦

Kein Wunder, dass ich heute tatsächlich unerwarteterweise ein bisschen Nervenflattern habe.

Ich habe zwar viele liebe Menschen eingeladen. Wissen, ob diese Menschen deswegen auch kommen werden, tue ich aber nicht. Das Ganze ist also ein bisschen wie ein Abenteuer. Und Abenteuer haben bekanntlich einen ungewissen Ausgang. Ich bin gespannt und hoffe, dass meine Träume nicht wahr werden. Ihr werdet es erfahren. 🙂

51 Gedanken zu „Nervenflattern

  1. Erstens: alles wird gut! Zweitens: alle werden kommen! Drittens: Dein Buch ist nicht irgendeine lustige, fiktive Geschichte – sondern das Buch bist DU!!! Da ist Nervenflattern ja das Minimum an Befindlichkeit!!!!! Viertens: ein Gläschen Sekt und 2-3 Pralinen wirken Wunder!
    Einen schönen Abend, viel Glück und Freude und laß Dich einmal feste von mir drücken!!!

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  2. Du schaffst das ganz sicher, liebe Daniela! Es werden viele liebe Menschen kommen, die von deinem Buch vollauf begeistert sind (und kaufen werden). Das Catering wird köstliches Essen und Getränke servieren und du wirst entspannt deine Bücher signieren. 🙂

    Viel Freude, Erfolg und Gelassenheit wünsche ich dir!

    Herzliche Grüße,

    Caroline

    Gefällt 2 Personen

  3. Wow du hast ein Buch geschrieben toll*_* eines der Dinge die ich irgendwann noch machen will ! War es schwer einen Verleger zu finden denn ich habe gehört,dass sich die meisten Autoren nicht beim Buch schreiben sondern beim Verleger suchen den Kopf zerbrechen :/ Um was geht es in dem Buch ? Ich stell zu viele Fragen ._. Du schaffst das Zeig allen wo du so viel Leidenschaft und Arbeit reingesteckt hast kannst Stolz drauf sein !:)

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  4. Herrchen sagt, wenn ich seiner Nähe liege, den Kopf noch an seine Füße drücke, dann beruhigt ihn das ungemein. Stell‘ dir heute einfach vor, ich liege zu deinen Füßen, dann kann dir nichts passieren. Ich habe ein gutes Gefühl – für dich!
    Deshalb: Kopf hoch, Brust raus und durch.

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  5. Ich denke die Träume zeigen deine Ängste. Zum beruhigen: Erstens kommt es meistens nie so schlimm wie man es sich vorstellt und zweitens ist dieses Nervenflattern doch irgendwie normal. Erinnert mich an eine Geburt.Man erwartet etwas gespannt, freut sich wie verrückt und wenn es dann endlich soweit ist tauchen Zweifel oder Ängste auf.
    Ich wünsche dir für heute nur das Allerbeste. Viel Erfolg und viele Zuhörer die dann auch dein Buch kaufen. Toi,toi,toi

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