Sonntag ist Ruhetag

Irgendwo habe ich irgendwann mal gelernt, dass der Sonntag der Tag zum Ausruhen sei. Offenbar war das schon bei der Schöpfung so – 6 Tage wurde gearbeitet, am 7. Tag wurde geruht. In vielen Bereichen ist das heute noch so. Einfach nicht bei mir. Irgendwie mache ich offensichtlich etwas falsch. Montag bis Samstag bin ich jobtechnisch gefragt und unzählige Verpflichtungen warten auf mich. Und am Sonntag, dem einzigen Pyjamatag, ist meine übliche To do – Liste auch nicht gerade kurz. Wäsche einsammeln in allen Zimmern – Wäsche sortieren – Wäsche waschen – Zahlungen erledigen – Betten frisch beziehen – Wäsche versorgen – Post erledigen.

Da man all diese Dinge zu Hause und im Pyjama erledigen kann, ist dieser Tag irgendwie doch anders, als andere Tage. Das Telefon klingelt bedeutend weniger als sonst und an der Tür klingelt weder der Postbote, noch sonst jemand. Auch der Lärm im und ums Quartier ist bedeutend kleiner. Keine Autos, kein Bus – irgendwie ist alles entschleunigter. Und doch ist es so, dass eine Sonntagseinladung mein ganzes Programm in der Regel auf den Kopf stellt. Gehen wir aus, muss ich nämlich duschen, anziehen, meine Arbeiten liegenlassen und das bedeutet, dass alle Sonntagsdinge dann an einem anderen Tag erledigt werden müssen. Das mag ich gar nicht.

Keine Ahnung, ob Mütter den Sonntag allgemein nicht wirklich als Ruhetag sehen. Irgend etwas steht nämlich immer an. Oder ich mache einfach etwas falsch, keine Ahnung. Deshalb wandle ich für meinen Teil die Aussage „Sonntag ist Ruhetag“ um in „Sonntag ist Pyjamatag“. Es gibt nicht wirklich weniger zu tun, aber die Kleider und das Make up bleiben an diesem Tag unter Verschluss.

28 Gedanken zu „Sonntag ist Ruhetag

  1. Ich brauche immer mal wieder diese Pyjama Tage.Einfach nichts tun und zur Ruhe kommen.Herrlich…
    Meist geht dann das liegen gebliebene bei mir schneller von der Hand als vor dem Nichts tun 😉

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  2. Mir fällt es auch schwer, den Sonntag oder generell freie Tage als frei oder ruhig zu sehen. Irgendwas ist ja immer … Aber ich merke auch, wie sehr ich mehr Ruhe und Auszeiten brauche, und darum versuche ich, zumindest an den Sonntagen, an denen bei uns im Dorf Gottesdienst ist, hinzugehen. In der Kirche kann ich mich entspannen, die Augen zumachen und auf die Predigt lauschen. Einen Bezug zu meinem Leben finde ich immer und wenn der Gottesdienst zu Ende ist, gehe ich etwas entspannter an meine Aufgaben. Im Pyjama könnte ich nicht bleiben, denn bei mir ist es eine entweder-oder-Entscheidung: Pyjama= Entspannung im Bett, lesen, Kakao trinken und so weiter, Kleidung= etwas erledigen, rausgehen, Haken hinter to do-Listen machen. Ein Mix geht da irgendwie nicht. Aber Makeup, das bleibt am WE komplett im Täschchen – wenigstens darauf verzichte ich 🙂

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  3. Grau ist alle Theorie:-) Ich muß auch Sonntags oft noch Dinge erledigen und sei es die Steuererklärung( zwar nur 1x p. Jahr, sie steht mir nur bevor) oder Anfragen von „Lieben“ Auftraggebern, die irgendwie den Kalender einfach nicht lesen können wollen , bevorzugt macht man so etwas übrigens an Tagen wie Ostern Weihnachten etc. Mit dem bittenden Befehl“Antworten Sie innerhalb 12 Std“ wobei der „gute“ Mensch das zu für uns nachtschlafender Zeit ( für ihn normal in Australien ist nun mal alles anders)abgeschickt hat..
    In diesem Sinne
    Schönen Sonntag
    Wortgestöber

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  4. Da müsstest du in einem Berliner Mietshaus wohnen: Wer Pech hat, dem steht die Polizei vor der Tür, weil die Waschmaschine läuft… Ich arbeite oft sonntags, weil ich dann weniger Druck spüre. Aber nach einer Sendung über den Sabbat und Gläubige, die ihn streng einhalten, bekam ich eine Ahnung davon, wie klug diese Einrichtung des freien Tages ist. Um als Mensch zum Wesentlichen zurück zu kommen (muss ja nicht Gott sein), um Klärungen herbeizuführen, um Abzuschalten, um Abstand zu gewinnen. Um zu ermessen, wie lang oder kurz ein Tag ist ohne Termine. Ich habe begriffen, dass es sich keineswegs um einen bürgerlichen Luxus handelt, sondern um etwas sehr wichtiges. Ein halber freier Sonntag muss seitdem sein. Ich kann nur dazu raten.

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  5. Ja, es stimmt! Für Mütter gibt es keinen Sonntag, denn liegengebliebene Arbeit ist immer da.
    Aber trotzdem kann man den Tag selbst gestalten, das finde ich schön. Auch im Pyjama.

    In diesem Sinn – hab einen schönen Pyjama-Sonntag! 🙂

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  6. bei uns klingelt das Telefon öfter sonntags, im Pyjama bleiben wäre ein Unding, kann ich nicht, das bin ich nicht gewöhnt. ich bin ja jemand, der noch Essen kocht, das kann ich nicht im Pyjama. ausser heute und die letzten Tage wegen meiner Bronchitis ist es mir nicht möglich was vernünftiges zu kochen geschweige denn was essen, was mir schmeckt, mir schmeckt nichts. Wäsche zusammenlegen kriege ich vielleicht noch hin. Mein mann hat früher auch gekocht, jetzt nicht mehr, jetzt neckert er nur noch wenns nicht schmeckt. Freude macht das kochen dann natürlich auch nicht. ich setz mich lieber in ein Resraurant und lasse mich bedienen. und er kann nicht meckern über mich.

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