Ein Lächeln kostet nichts

Ich gebe zu: Es gibt Tage, an denen hat man nichts zu lachen. Das sind manchmal einfach nur Scheisstage – und das kennt bestimmt jede/r. Was ich aber in letzter Zeit vermehrt beobachte, macht mich doch stutzig: Diese Gesichter, deren Mimik versteinert, böse und unzufrieden ist. Jene eben, die alleine schon vom Ausdruck her nach „Schiess-mich-tot“ schreien! Woher kommt das? Ich kapiere das nicht!

Bestimmt gibt es unglaublich viele Ereignisse auf der Welt, bei welchen einem das Lachen vergehen kann. Aber werden diese Ereignisse deswegen besser oder erträglicher? Wohl kaum. Im Gegenteil! Sie fühlen sich nur noch schlimmer an, wenn man ständig mit einem düsteren Blick durch die Welt geht. Wenn ich jemanden darauf anspreche, warum er immer so düster dreinschaut, kommt meist die gleiche Erklärung: „Heutzutage hat man doch echt nichts mehr zu lachen. Lies doch mal die Zeitung oder schau dir die Nachrichten an. Da vergeht einem ja die Freude am Leben.“ Aha, dann spielen also die Medien dabei eine wichtige Rolle. Das ist tatsächlich nicht zu unterschätzen, denn die reisserischen Headlines lesen sich nun mal besser, als die netten und unspektakulären. Wenn man das aber weiss, kann man die Dosierung des Medienkonsums doch selber bestimmen. Wer merkt, dass ihn diese täglichen Nachrichten runterziehen, der sollte einfach darauf verzichten. Das Leben wird nämlich nicht leichter, wenn man sich das antut – und den Betroffenen nützt es in der Regel auch herzlich wenig.

Ich sage nicht, dass man die Augen vor der Realität verschliessen sollte. Aber man kann sich das Leben tatsächlich unnötig schwer machen, wenn man jede Katastrophe auf der Welt zur ganz Persönlichen macht. Mir fällt auf, dass das Leben unglaublich anstrengend wird, wenn man diesen übellaunigen Gesichtern tagtäglich begegnet und eigentlich lieber mal wieder lachen würde. Die Gefahr besteht, dass man sich mit runterziehen lässt. Und wenn wir alle dann mit düsteren Gesichtern durch die Tage gehen, dann haben wir irgendwann wirklich nichts mehr zu lachen. Was soll das? Wir haben alle nur ein Leben! Warum können wir das nicht so gestalten, dass es möglichst positiv ist. Und warum können wir nicht alle ein bisschen zu einer besseren Welt beitragen, indem wir jeden Tag einmal mehr lächeln, als nur böse zu gucken?

Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit einem netten Lächeln oder sogar einem breiten Grinsen das Gegenüber in der Regel dazu motiviert, die Mundwinkel ebenfalls nach oben zu ziehen. Schon mal probiert? Ich kann es nur empfehlen. Erstens kostet es nichts und zweitens tut es der Seele gut!

35 Gedanken zu „Ein Lächeln kostet nichts

  1. Oh ja, das kenne ich nur zu gut. Ich versuche immer mit einem Lächeln durch die Gegend zu laufen. Es gibt da diesen Spruch „Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.“ Vielleicht ein bisschen egoistisch und ich sage nicht, dass man das Leid anderer ignorieren sollte. Aber wenn man sich den ganzen Weltschmerz antut, mit jedem Mitleidet, dann zerstört es einen glaube ich am Ende selbst. Und damit hat man doch gar nichts gewonnen.
    Die Frage ist auch, wie man mit den schlechten Nachrichten umgeht. Rumheulen und nichts an seinem Leben ändern (was man ändern kann, oftmals nicht tut), bringt doch nichts und ist wohl nichts anderes als Heuchelei :/ Schlimmer noch, wenn man dann anderen Vorwürfe macht.

    Es passiert Scheiße in der Welt, aber ist es nicht wichtig, für sich das beste aus seinem Leben zu machen und Dinge zu ändern? Für mich sind die Menschen stark, die nicht mit ihrem Schicksal hadern, sich runterziehen lassen oder Mitleid haschen wollen oder gar Mitleid heucheln (Ganz schlimm :O ).

    Drehe ich mich grad im Kreis? 😀 Ich versuche, fremden Menschen ein Lächeln zu entlocken und überraschung, es passiert besonders gut, wenn man selbst lächelt. Außerdem hebt es die eigene Stimmung 🙂

    Grüßchen, Tinka 🙂

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  2. Hey, kann mich dir nur anschließen. Mit einem Lächeln herumzulaufen verbessert die Welt, denn was ist ansteckender als ein breites Grinsen, selbst wenn man gar keinen großartigen Grund dazu hat. Klar hat man Tage, an denen das schlicht und einfach nicht möglich ist, aber an einem ganz durchschnittlichen Tag ist das immer ein Weg, einen Funken Glücklichsein nach außen wie nach innen zu tragen. Und ein netter Nebeneffekt ist, dass man gleich viel motivierter und energiegeladener ist 🙂

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  3. Ich nehme mir immer mal wieder vor speziell freundlich und fröhlich zu sein und es funktioniert. Sogar in der S-Bahn. Wenn man freundlich strahlt, kommt es auch so zurück, meistens. Wenn wir uns alle etwas anstrengen würden, wäre das Leben fröhlicher.
    Bei extremen Miesepetern nützt es nichts, aber bei allen anderen schon.

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      • der erste link war zwar auch richtig aber die adminseite, desalb bin ich raus:
        Facebook entgeht niemand, auch nicht die, die NICHT dort angemeldet sind
        ein Bericht von heute aus der Saarbrücker Zeitung, den ihr dringendst lesen solltet. hier ist der ganze Bericht als Link gesetzt Das geht gegen meine Prinzipien und ich muss Facebook dringendst heute verlassen. Diese Spionage geht mir dann doch zu weit, man weiss ja nicht, was die alles ausspähen mit dem Cookie den sie gesetzt haben, der besondere Fähigkeiten zu haben scheint. Das oder der Cookie heisst DATR und späht auch das Nutzerverhalten von unangemeldeten Personen aus. Die Studie ist laut Zeitung wissenschaftlich belegt und keine Zeitungsente. Also Vorsicht. Ich geh heute hundertprozent raus, lösche aber vorher alles was ich dort gepostet habe und alle Bilder. Ich werde auch die Verbindung meines Blog zu Facebook trennen. gestern habe ich schon Google+ verlassen aber aus anderen Gründen.

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      • Also, wer in der heutigen Zeit nicht mehr möchte, dass sein Leben irgendwo, von irgendwem, irgendwie beobachtet, überprüft oder statistisch verfolgt wird, der sollte sich am besten in einem schalldichten Betonbunker ohne Kontakt zur Aussenwelt verbarrikadieren. Das fängt bei den Kundenkarten in den Geschäften an – geht über die Bank- oder Kreditkarten, die Kundenkarteien beim Arzt, Friseur oder weiss der Geier wo bis hin zum normalen Telefon oder der Ferienbuchung. Big brother is watching you – every minute and every day. So ist das heute! Und wer das nicht möchte, sollte tunlichst vermeiden, irgend eine Aktivität im Netz zu pflegen – auch nicht das Bloggen! 🙂

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  4. Früher gab es einen Straßen-Musikanten, der mit Gitarre und Marionetten unterwegs war. Kennst du den auch? Ein Ami oder Kanadier… Jedenfalls hat er immer fröhliche Musik gemacht, seine zwei Puppen dazu tanzen lassen und davor stand ein großes Schild: SMILE FOR A GOOD DAY.
    Ich habe mich immer gefreut, wenn der unterwegs war. Und tatsächlich brachte er die Leute zum Lächeln. Cooler Typ 😁

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  5. Oh, ich hatte so eine Dauermiesepeterin neben mir im Büro sitzen. Anfangs dachte ich noch, ich könne das unglückliche Gesicht weg lächeln, dann aber bin ich umgezogen (drei Tische weiter in einen Bereich meist gut gelaunter Kolleginnen). Runterhängende Mundwinkel, ein loses „Scheiße“ auf den Lippen war die Rüstung gegen die Zumutungen des Tages, wahrscheinlich vor Jahren morgens immer schön aufgesetzt, aber mittlerweile mit Gesicht und Haltung unabwaschbar verschmolzen. Es geht sicher auch um Zuwendung. Oder um den Hinweis eigener Wichtigkeit: Schließlich ist das Leben kein Ponyhof und wer lacht, hat das offensichtlich noch nicht kapiert. Lachen war einfach dumm und naiv. Unerwachsen. Dagegen half kein Kraut. Ich habe jedenfalls die Herausforderung geschmissen. Und staune, wie sehr ich mich von dem Dauerbösenblick noch erholen muss. Nix gegen ein Lächeln in solche Gesichter. Aber wie heißt es so schön: Ab 50 ist jeder für sein Gesicht verantwortlich. Da halte ich mich ab sofort tunlichst raus.

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  6. Das habe ich auch gemerkt! Wenn ich als Fahrradfahrerin an der Ampel stehe, starren mich manchmal Fußgänger (meistens Frauen) mit diesem düsteren Ausdruck, bis sie sie Straße überquert haben, es wirkt ziemlich böse. Aber wenn man sie trotzdem anlächelt, verändern sie sich auf einmal total.

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