Lesen macht fit

Die treuen Leser-/innen unter euch wissen, dass ich zwar über ein beachtliches Grüppchen an Sportschuhen verfüge, diese aber regelmässig abstauben muss, weil ich sie NIE brauche. Ich bin ganz einfach zu faul dafür. Ich weiss nicht, ob es einen grösseren Sportmuffel als mich gibt, aber ich bin ganz bestimmt auf der Rangliste unter den Top 10!

Und weil mein weltbestes Lieblingshotel in Österreich nicht nur bekannt für das umfangreiche Wellnessprogramm ist (da bin ich der Crack schlechthin!), sondern auch mit dem aktiven Sportprogramm punktet, habe ich in jedem Urlaub kurzzeitig (täglich ungefähr fünf Minuten) ein schlechtes Gewissen. Wann das ist? Nun, ganz einfach: Wenn ich das Sportprogramm lese. Kleines Müsterchen für einen Tag gefällig?

08.00 Uhr   Yoga
10.00 Uhr   Wanderung
10.00 Uhr   Trainingsbetreuung im Fitnessstudio
11.00 Uhr   Mountainbike-Tour
11.00 Uhr   Wirbelsäulengymnastik
15.00 Uhr   Zumba
16.00 Uhr   Meridiangymnastik
17.00 Uhr   Trainingsbetreuung im Fitnessstudio
17.45 Uhr   Saunaaufguss in der Tiroler Schwitzstube

Alle Indoor- und Outdoorfans sind damit bestens bedient – abgesehen vom 27-Loch-Golfplatz, der ja auch noch zur Verfügung steht – oder den Wasserwelten, in welchen man sich auch noch betätigen könnte. Und weil ich ja SO WAHNSINNIG sportlich bin, kommt beim Lesen kurzzeitig eben das schlechte Gewissen (nach dem Motto: alle machen mit, nur Dani nicht). Aber ich bilde mir ein, dass schliesslich schon das Lesen und das saubere Aussprechen der Sportarten meinem Gehirn vorgaukelt, irgendwas mit Sport getan zu haben (die Kraft der Gedanken). Und dann fühle ich mich irgendwie schon viel fitter. Und das Schreien der Sportschuhe aus dem Schuhschrank wird auch wieder leiser (ich Dumpfbacke nehme die Dinger auch noch immer mit….als ob ich sie je brauchen würde).

Fazit: Lesen bildet, die Gedanken sind stark, das Hirn ist auszutricksen und die Fitness wird dadurch zwar nicht besser, aber ich weiss, wie man F I T N E S S fehlerfrei schreibt. Das ist doch auch was, oder? Ich bin dafür wellnesstechnisch auf dem höchsten Stand! Hauptsache, ich muss mich körperlich nicht anstrengen (woher ich diese Gene habe, weiss ich übrigens bis heute nicht!)

21 Gedanken zu „Lesen macht fit

  1. Da wird es ein Havaneser, so ein agiler, wie ich es bin, ganz schön „schwer“ haben bei dir. Nicht das Havaneser Fitness-Chracks wären und jeden Tag 10 km laufen müssten, aber ein wenig Bewegung bis hin zum Sportlichen, muss schon sein. Anschließend könntest du deinem Vierbeiner etwas vorlesen. Vielleicht Schiller, Goethe, Rilke?

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  2. Ich habe meine Nase auch immer in einem Buch, wenn sie nicht in der Bank in den Computer schaut, aber anyway, bei dem Angebot welches du im Weltbesten Hotel hast, wäre ich kaum zum lesen gekommen, oder wenn, dann wenn ich zu erschöpft für noch mehr Sport gewesen wäre 😉
    Aber wir ticken halt alle unterschiedlich.

    Gefällt 1 Person

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