Im Paradies

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie das Paradies aussieht? Als Kind war ich mir ja sicher, dass das Paradies ausschliesslich rosarot sei und voller Schleckzeug hängt. Schokolade an den Bäumen, Lollypops an den Sträuchern, Kaugummis im Garten und Eiscrèmes in den Pools! So sah damals mein Paradies aus. Und heute?

Also gemäss Wikipedia handelt es sich entweder um eine antike Gartenanlage, um den Garten Eden (Bibel), den Himmel oder das Reich Gottes. Für mich alles keine brauchbaren Optionen. Da stellt sich also die Frage: Gibt es das Paradies überhaupt, und wenn ja, wo ist es? Ich glaube ja, dass es nur in unseren Köpfen existiert und jeder sein eigenes Paradies für sich baut. Ich wage zu behaupten, dass in vielen Gedanken das Paradies einer Insel im Ozean entspricht. Weisser Sand, Palmen, Kokosnüsse, klares Wasser, 30 Grad und keine Wolke am Himmel! Einfach so halt, wie ich mir die Hölle vorstelle!!

Mein Paradies sieht irgendwie so ganz anders aus. Es ergibt kein fertiges Bild, aber es löst unzählige Assoziationen bei mir aus. Paradies = Geruch von Holz, helle Farben, Licht, Vanille, Zuckerwatte, Plüsch, Engel, Kuschelkissen, Katzen, Hunde, Lächeln, Witz, nette Menschen, Harmonie, Kartoffelstock und Ragout. Und wie bringe ich nun all diese Dinge unter einen Hut? Gar nicht! Vermutlich lebe ich deshalb auch nicht im Paradies. Und weiss nicht so genau, wie mein Paradies aussieht. Eines ist aber sicher: Im Paradies muss es zufrieden, freundlich, schmerzfrei und heiter sein. Wie sieht euer Paradies aus? Das würde mich echt interessieren!

26 Gedanken zu „Im Paradies

  1. Aaaalso – mein Paradies – und ich sage bewusst mein – denn ansonsten sollte ich der ganzen Welt gedenken – das führt zu weit (Du weisst schon – Friede, Wohlstand, medizinische Versorgung etc.) – also das lassen wir jetzt mal.
    Milder sonniger Herbst, einen feinen Kaffee auf der Terrasse und ein kleines Frühstück , in den Wald fahren /gehen und Pilze sammeln mit meinem Hund, siehe Bild.
    Vielleicht auch einen schönen Blätterstrauß und Beeren.
    Sich dort auf ein Rasenstück setzen und schauen, was meine rote Dame so findet.
    Vielleicht ein paar Tiere hören oder – sehen.
    Still.
    Am Nachmittag nach Hause, wo mein geliebter Wissenschaftler schon einen High Tea vorbereitet hat – mit Unterstützung der Perle, versteht sich.
    Aus den Dreckschuhen fahren, die Wachsjacke an der Garderobe anbaumeln und mit Hund zum lauschigen Eckchen am Kamin wandeln, nachdem ich mich ein wenig vermenschlicht habe.
    Und dann den feinen Tee und die leckeren Scones und Sandwiches probieren, während der Hund bei jedem Blick, den ich auf ihn werfe, auffordernd mit dem Schwanz klopft – Appetit !!!
    Und dabei schöne Gespräche über die Dinge, die uns interessieren, dann noch ein wenig lesen, vielleicht an diesem schönen Tag Keyserling, das ist wie Champagner trinken.
    Am Abend eine gute Flasche Rotwein und über den Rest schweigt des Sängers Höflichkeit.
    Ja, ein Traum, meine Liebe.
    Ich versuche, ihm nahezukommen – manchmal.
    Unsere Paradiese entstehen im Kopf, der Geliebte ist seit 24 Jahren tot.
    Den Rest krieg ich hin.
    Also – gestalte jeden Tag optimal, versuche die schönen Dinge zu sehen und zu geniessen, bereue nichts – dann wird es .
    Alles Liebe Dir !!!!!
    Bella

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  2. Also ich könnte jetzt hier mal etwas ’schulmeistern‘ und sagen, eigentlich leben wir ja im Paradies.
    Wir können essen und trinken was wir mögen, müssen nicht frieren, können eine eigene Tür hinter uns zumachen wenn wir Ruhe haben wollen, oder aufmachen wenn wir Freunde oder Familie sehen wollen. Wir können uns Kleidung, Auto, Handy und alles mögliche kaufen.Viele von uns können in Urlaub fahren u.s.w. u.s.w…
    Aber manchmal wünscht man sich eben ein wirkliches Paradies, ohne Arbeit, ohne Wehwechen oder richtige Schmerzen, daß die alten Eltern noch viel viel älter werden und ebenso ohne Schmerzen und Gebrechlichkeit (auch mein altes Hundi) Daß unsere Kinder und Enkel eine gute Zukunft haben werden
    u.s.w.. u.s.w.
    Wenn ich das haben könnte, wäre mir die paradiesische Umgebung auch völlig wurscht. Von mir aus auch mit Strand, Palmen, Meer und sonstigen schrecklichen Sachen..grins!!
    AMEN!

    Na ja, ich könnte ein wenig ja an einer Strandbar arbeiten oder Muschelketten verkaufen (oder verschenken, im Paradies gibt es doch kein Geld oder?), weil ganz ohne Beschäftigung wär das nix für mich.
    Und bloß keine gebratenen Täubchen, die mir ungefragt in den Mund fliegen…igitt!

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  3. Das Paradies ist eine Illusion die wir uns ganz individuell und nur fuer uns alleine ganz nach bedarf schaffen koennen und wollen.
    Je nach dem was einen bewegt oder wichtig ist wird es angepasst.
    Auf jeden Fall ist es was schoenes und entspannend ruhiges.

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  4. Paradies ist, so meine ich, eine in die Zukunft verlegte gute Erinnerung. Es ist kein fester Ort auf der Erde und ist , wenn man mal die biblischen Geschichten so nimmt, mit der großen Flut untergegangenen.

    Der Himmel ist naturwissenschaftlich entzaubert. Und als symbol oft zu jenseitig.

    Reich Gottes ist etwas, was mir das Herz wärmt. Es gibt dazu pralle, irrwitzige Gleichnisse. Und es hängt nicht von mir ab, was da kommt. Finde ich sehr befreiend.

    Mein Paradies ist so etwa zu dreiviertel Reich Gottes. Die anderen Teile sind angstfrei und voller Lachen.

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  5. Mein Paradies ist der Weg zu (m)einem Ziel.

    Momentan, da ich durch eine Fuß-OP eingeschränkt im Gehen bin, wäre das ein Waldspaziergang durch lichtdurchfutete Bäume. Ein andermal ist es wieder etwas anderes. Jedenfalls gehören Menschen dazu und jjüngere Leute oder Kinder, die gerne ein bisschen etwas annehmen von mir.

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  6. ich bin davon überzeugt, dass es kein Paradies, wie es uns die Kirche vorgaukeln will, gibt.
    im übrigen bin ich auch nicht gläubig, wenn ich auch einer Kirche angehöre. Weil ich getauft bin.
    gehe aber nicht in eine Kirche, nur wenn mir keine andere Wahl bleibt, als mein sohn geheiratet hat, als mein enkel zur Kommunion ging, ja da musste ich.

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  7. Wenn nicht so Aufgaben wie „sitzen“, „legen“, „lass‘ das“, „komm“ wären, dann käme mein Leben meinen Vorstellungen vom Paradies ziemlich nahe. Ich bin da nicht so anspruchsvoll wie die Menschen. Ein warmes, kuscheliges und trockenes Plätzchen, Futter zur rechten Zeit, Zuwendungen wenn gewünscht, das reicht mir schon, um mich wie im Paradies zu fühlen.

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  8. In meinem Paradies haben die Menschen begriffen, dass wir alle Eins sind. Es gibt kein Neid, Hass, Spott und Hohn. Die Menschen helfen sich gegenseitig und gehen liebevoll miteinander um. Tiere werden nicht mehr wie Müll weggeworfen, wenn Sie keinen Profit mehr bringen. Jeder trägt die Verantwortung für das was er sagt und tut. Wir kümmern uns gemeinsam um ein gutes Umfeld, sodass sich jeder wohl fühlen kann. Jeder akzeptiert die Rechte des anderen und nimmt sich selbst zurück, wenn es angebracht ist. So sieht mein Paradies aus. Es ist an keinem bestimmten Ort gebunden, die Menschen müssen nur aufwachen. 😀
    LG Susanne

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