Der Kampf mit dem Autokorrekturprogramm

Ich habe noch nie behauptet, ein Computercrack zu sein. Im Gegenteil – ich bin eine mittelmässige Anwenderin, die zum Glück sehr erfolgreich und laut um Hilfe schreien kann. Und wenn ich dann mal etwas kapiert habe, mache ich mich unglaublich wichtig mit meinem Wissen. Jeder Kursleiter von irgendwelchen Computerkursen hätte seine wahre Freude an mir. Die typische Streberin in der ersten Reihe halt, die andauernd mit dem neuen Wissen glänzen will. Würg!

Und weil ich selber meistens nicht herausfinde, wie diese Kiste mit ihren Programmen funktioniert, habe ich auch nicht bemerkt, dass man das Autokorrekturprogramm eigentlich ausschalten könnte. Ihr wisst schon: Dieses mistige Programm eben, welches aus Wörtern einfach andere Wörter macht, weil es sie eben so programmiert hat. Und so habe ich kürzlich – im Zuge einer Blogrecherche – Mails an prominente Menschen versandt, um ihnen Interviewfragen zu stellen. Da möchte man ja nicht gerne mit Doofheit auffallen – wie gesagt, man möchte das nicht – ICH schon! Weil ich nämlich in meinen Mails das Wort Interview abkürzte mit Inti, hat mein Rechtschreibprogramm daraus das Wort Intim kreiert. Toll, herzlichen Dank auch. Ich meine, wer möchte nicht, dass ein Promi in seinem Mail den Satz liest, der lautet: „Ich freue mich sehr auf das Intim mit Ihnen.“ Noch viel schöner, wenn ich den Lapsus erst bemerke, nachdem ich die Mails verschickt habe. Ach ja – und noch viel schöner, wenn die Empfänger mehrheitlich männlich sind.

Peinlich ist ja bekanntlich mein zweiter Vorname. Aber das geht schon in die Kategorie „oberpeinlich“. So, dass man ein zweites Mail nachsenden muss, in welchem man den Lapsus erklärt. Und so, dass man laut Hilfe schreien muss, weil die Tochter mal wieder dieses doofe Computerdings entkorrekturprogammen muss.

Ja, ich bin 48, nicht 98 – aber dieses viereckige Mysterium mit all seinen Tücken bringt mich immer wieder an den Rand des Wahnsinns. Einfach nicht meins, auch wenn ich täglich damit arbeite!

31 Gedanken zu „Der Kampf mit dem Autokorrekturprogramm

  1. Liebe Daniela, ich kann nicht mehr, ich muss soooo LACHEN!!!! Wie peinlich!!!!! Das ist mir schon oft passiert, dass sich die Wörter verselbständigen (ich habe nämlich dieses blöde automatische Schreibprogramm auch auf dem Handy!) aber ich bin froh, dass ich wahrscheinlich noch nie Interview geschrieben habe, seit ich dieses Ding habe 😀 😀 😀

    Gefällt 1 Person

  2. Wenn’s dich tröstet – bei uns ist schon einmal ein funkelnagelneues Laptop krachend aus ca. 190 cm Höhe auf dem Boden gelandet – ich war’s nicht und es war auch kein Garantiefall oder einer für die Versicherung! 🙂 Wurde zum Teilespender…. ansonsten: die Dinger bzw. die Programme sind wie sie sind, da schießt man sich drauf ein oder nicht. Und was nicht intuitiv zu bedienen ist, ist Müll und landet auch da. Und bloß nicht blöffen lassen von den (selbsternannten) Freaks … heiße Luft läßt die Ballons nach oben steigen.
    Wenn ich nur wüßte, wie die ganzen lustigen Smileys und Tralala aus „Papier“ kommen….

    Gefällt 1 Person

      • Wir sind nicht unfähig!! Also bitte! Nicht jeder Krempel, der von anderen (sprich: Männern) programmiert ist und in Kisten steckt ist mordsmäßig was wert. Schließlich ist ja nachgewiesen, daß Männerhirne anders funktionieren. Die können ja nix dafür. 😀 . Der PC-Killer (s.o.) ist übrigens männlich und grundgescheit, aber immer nach dem warum gefragt und keine Antwort gekriegt … das Ende ist bekannt (und teuer). Seither übernehme ich die Kniffelarbeiten, hab zwar keine Ahnung, aber mehr Geduld … und Spucke.

        Gefällt 1 Person

  3. Gottlob bin ich kein Promi, hätte auch nicht gewusst was du von mir willst mit einem „Inti“. Von was zum Geier wird diese Abkürzung abgeleitet. Bin schon froh, dass du sonst nicht dem Abkürzwahn verfallen bist sonst würde ich deine lustigen Geschichten gar nicht verstehen.

    Gefällt 1 Person

  4. Chapeau für die Selbstironie!
    Mein Peinlichstes: Eine Anthologie mit dem Namen „Geheimnisvolle Geschichten“. Bzw. so hätte sie heißen sollen. Doch was bemerkten der Herausgeber und ich erst auf der Buchmesse, auf der wir das Büchlein so furchtbar stolz präsentierten? Wir hatten es so sehr mit der Geheimnistuerei, dass wir das N versteckten. Und so wurden es „Geheimisvolle Geschichten“, zu denen auch noch ein echter SF-Promi eine Geschichte beigesteuert hatte. Lektion gelernt 😉

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s