Was macht Damian Meier?

Der 42-jährige Solothurner Damian Meier ist einer der bekanntesten Schweizer Tenöre und sang sich mit der Formation „I Quattro“ endgültig in die Herzen der musikbegeisterten Menschen. Im Interview mit ihm erfahrt ihr mehr über ihn, sein Leben und seine Pläne:

 

Damian Meier, Sie sind nicht nur ausgebildeter Musiklehrer, sondern selber sehr erfolgreicher Sänger und Mitglied der Erfolgsgruppe I Quattro. War immer klar, dass Sie Sänger werden würden?

Ja, es war von klein an mein grosser Traum, Sänger zu werden. So trat ich bereits als Achtjähriger dem traditionsreichsten Schweizer Chor, den St. Ursen Singknaben bei. Aber auch Heintje mit seinem Lied „Mama“ prägte mich unweigerlich. Ich sang immer und überall. Es gibt da eine lustige Anekdote: Als ich in der kaufmännischen Berufsschule im Korridor die Akustik erprobte und lauthals sang was das Zeug hielt, gingen mehr als einmal die Lehrer ins Sekretariat, um dort zu melden: „Hanni, du musst unbedingt kommen – da dreht einer im Schulhauskorridor durch – vermutlich braucht der Hilfe.“

Haben die Eltern nie gesagt: „Bub, nun lern doch was Anständiges.“ ?

Selbstverständlich! So machte ich zuerst brav eine Lehre als Detailhandelsangestellter in einem Musikgeschäft (Musik Hug, Solothurn). Das waren noch Zeiten, als man mit Tonträgern noch richtig Geld verdienen konnte!

Sie nehmen sich selber nicht so ernst und brauchen oft den Spruch: „Sorry, das habe ich nicht verstanden; bin drum blond und ohne Matura.“ Ist dieser Satz ein „Eisbrecher“, oder werden Sie hin und wieder wirklich belächelt, weil Sie Sänger sind?

Nun, das mit dem belächelt werden ist so eine Sache. Ich glaube, dass die Leute im Grunde grossen Respekt davor haben, wenn man den Weg als Sänger oder Künstler generell einschlägt. Obwohl unweigerlich immer die gleiche Frage auftaucht: „Sag mal, kannst Du vom Singen alleine leben?“

Was gibt Ihnen das Gefühl, welches Sie auf der Bühne haben?

Es ist für mich das Schönste! Es ist ein Gefühl der Befreiung und der Beseelung. Es gibt für mich nichts schöneres, als das Strahlen und Glänzen in den Augen des Publikums zu sehen. Es ist ein grosses Privileg, Sänger zu sein. Ich bin dankbar für das Talent, welches ich bekommen habe; aber auch für meine Eltern, die mich immer untersützt haben. Das ist nicht selbstverständlich.

Können Sie sich ein Leben ohne die Bühne vorstellen?

Nein, im Moment nicht. Aber auch ich werde einmal pensioniert werden. Ich werde nicht mehr – wie viele andere – mit 80 auf der Bühne mit schlotternder Stimme stehen, und die Leute unterhalten wollen. Don’t worry!

Sind Sie immer noch der gleiche Damian Meier von damals, oder hat Sie die Prominenz verändert?

Was heisst Prominenz? Nur, weil man Sänger ist, heisst das nicht, dass man prominent ist. Und schon gar nicht, dass man etwas Besseres ist. Eigentlich ist für mich jeder ein Promi, denn jeder Mensch hat seine Berufung und seine besonderen Gaben…

Hat sich der Freundeskreis im Laufe der wachsenden Prominenz verändert, vielleicht sogar vergrössert?

Er hat sich definitiv vergrössert. Aber infolge Zeitknappheit auch sehr schnell wieder verkleinert. Tönt total gegensätzlich, aber es ist (leider?) so! Die wahren Freunde wissen, dass ich mit ihnen verbunden bin, auch wenn man sich nicht jede Woche sehen kann. Wahre Freundschaften zeigen sich für mich so, dass diese Menschen die Zeit mit mir geniessen und mir nicht vorwerfen, dass ich nie für sie Zeit hätte.

Blick zurück: Würden Sie wieder den gleichen Weg einschlagen?

Ja? Unbedingt!!! Die Leute mit der Stimme zu erfreuen, ist und bleibt für mich das schönste, was es gibt!

Was möchten Sie gerne noch erreichen?

Endlich meine eigenen Songs fertig schreiben und einen eigenen „Silberling“ auf den Markt bringen – nun ist die Zeit für ein eigenes, persönliches und emotionales Programm: „Damiano il solo“ quasi… 🙂

Herzlichen Dank für diese offenen Worte und viel Erfolg auf Ihrem weiteren Weg.

 

Mehr Infos zu Damian findet ihr unter: http://www.damianmusic.ch

 

4 Gedanken zu „Was macht Damian Meier?

  1. ……. boahhhhh …. nach dem ich zu Ende gelesen hatte, wollte ich erst mal „was hören“ und bin rüber gehopst zu Damian Meier … DANKE für den Link!!!

    Ich kann jetzt gar nicht genau sagen, wo ich mehr geheult habe…
    aber ich glaube es war bei „Streets of Philadelphia“ …..

    TOLL !!!! Wirklich…. mir ist ganz warm ums Herz geworden ….
    Im Hintergrund läuft nochmal „Heaven“ …….
    Gänsehaut einmal rauf und wieder runter …. DANKE !
    Ich schwebe gerade buchstäblich auf einer kleinen Wolke mit auf diesem Stückchen „Heaven“

    …. und NEIN – es wäre ein Schande gewesen,
    wenn Damian einen anderen Weg eingeschlagen hätte!

    GANZ zauberhafte Grüße ….. Katja

    Gefällt 2 Personen

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