Blog-Maus

Habt ihr euch schon mal überlegt, wie es wohl aussehen mag, wenn ich am Schreiben bin. Ich meine: Habt ihr beim Lesen ein Bild von der Schreibenden vor eurem inneren Auge? Also ich habe sowas. Bei allen Blogs, die ich mitlese, stelle ich mir immer jemanden dahinter vor. Ich male mir im Kopf ein Bild, wie sie oder er wohl angezogen ist, wo sie oder er beim Schreiben wohl sitzt oder liegt und wie seine Umgebung aussehen mag. Und dadurch kreiere ich ein Bild, von welchem ich nie erfahren werde, ob es stimmt. Und deshalb wäre ich gerne mal eine kleine Blog-Maus. Eine, die bei allen Bloggern, deren Geschichten ich immer lese, für mich mal einen Blick ins Leben wirft. Mich würde unendlich interessieren, ob ich bei irgendjemandem auch nur annähernd richtig liege, mit meinen Bildern. Und noch viel mehr würde mich interessieren, bei wem ich total daneben liege.

Geht es noch jemandem so? Spannend wäre doch, wenn die Blogcommunity sich einmal gegenseitig Geschichten über den anderen schreiben würde. So nach dem Motto: So stelle ich mir XY vor – und XY schreibt, wie er sich die Modepraline vorstellt. Das wäre eine Party und die Überraschungen wären garantiert. Das passiert mir nämlich auch öfters mal, wenn ich jemanden nur vom Telefon kenne und mir aufgrund der Stimme ein Bild kreiere. Bei der ersten Begegnung passiert es nicht selten, dass da eine total andere Person steht, als ich erwartet habe. Und das ist unglaublich spannend.

Meine Blog-Maus würde euch natürlich nur ganz kurz besuchen – einfach nur, um meine Neugierde zu befriedigen … und dann wäre sie auch schon wieder weg. Schliesslich war ja lange die falsche Meinung, alle Blogger/innen seien Nerds oder Kellerkinder, blass und ohne Hobbys. Dass das nicht stimmt, wurde mir spätestens klar, als ich selber zu bloggen begann. Denn ich passe in unendlich viele Schubladen, aber in die der Nerds und Kellerkinder nicht einmal ein bisschen. Gar nicht! Wer von euch ist genauso neugierig wie ich – Hand aufs Herz!

56 Gedanken zu „Blog-Maus

  1. Wirklich eine interessante Idee. Tatsächlich ist es so, dass ich von Leuten, die ich kenne, dann aber deren Texte lese, nochmal ein ganz anderes Bild bekomme – oder eben auch anders herum. Schon faszinierend, was diese Schreibstimme über einen Menschen aussagen kann ^^

    Liebe Grüße, Tinka 🙂

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  2. Da würde ich gerne mitmachen 😀 Allerdings stelle ich mir die Blogger selten an ihrer Tastatur vor, sondern erlebe lieber die Geschichten mit, von denen sie erzählen. Bei diesem Eintrag kam mir etwa nicht die (vermutlich 😉 ) menschliche Modepraline am Rechner in den Sinn, sondern halt so eine kleine Maus mit Brille, die neugierig neben mir auf dem Schreibtisch hockt während ich mich literarisch betätige. Danke für das interessante Bild!

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  3. Ehrlicherweise stelle ich mir bei Schreibenden so gut wie nie vor, wie die wohl aussehen und in welchem Ambiente die sich so an der Tastatur verlustieren…Viele machen ja auch irgendwann Fotos und dann sieht man sie oder ihre Umgebung, manchmal wollte ich die aber gar nicht sehen 😉 Bei Stimmen stelle ich sofort etwas vor – nur leider ist meine Trefferquote nicht hoch, wenn ich dann mal mit der Realität konfrontiert werde…aber falls hier mal ein „Blogmaus-Contest“ stattfindet, schaeu ich mir das gerne an 😉 Schönen Sonntag noch und luftige Grüße

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  4. Hmm… Ich sehe dich als Frau Mitte 40, nicht mager, sondern eher etwas gemütlich, braune mittellange Haare mit Lesebrille, einen Pott Kaffee neben dir, sitzend in deinem Büro am Echtholzschreibtisch, nur die Kleine Lampe an. Ganz bestimmt liege ich toootal falsch, oooder? 😄

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  5. Was für ein witziger Beitrag! Ich stelle mir dich in einem Zimmer vor, das nicht zu chaotisch und nicht zu ordentlich ist! Du hast beim Schreiben eine Tasse Café oder Tee neben Dir stehen und bist ganz aufs Schreiben konzentriert. Witzigerweise stelle ich mir auch vor, dass du einen Wintergarten hast und gerne ins Grüne guckst 😉

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    • Woher weisst Du das ? Nein, im Ernst: Sitze im Wohnzimmer – mehr chaotisch als ordentlich … irgendwas dazwischen, neben mir eine Tasse Kaffee … ganz aufs Schreiben konzentriert – und ich habe tatsächlich einen Wintergarten. It’s magic! 🙂

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  6. ….. und WIE neugiereig ICH bin … 😆

    Durch die Apotheke bedingt, habe ich ja viel Kontakt am Telefon… ICH stelle mir IMMER vor, wie der oder die andere aussehen mag, gerade wenn man sich öfter spricht ….
    Wenn ich dann mal nach laaaaanger Zeit endlich mal ein echtes Foto, Bild, oder die Person in echt gesehen habe… war ich ab und an dann aber auch schon enttäuscht….
    da kam es vor, dass ein Mann mit einer solch erotischen Stimme leider aussah ….
    wie Milch und Spucke 😉 ….

    ich vermute ganz stark, dass sich die Leute bei einer „Food-Bloggerin“ immer vorstellen, dass DIE ständig was zu futtern neben der Tastatur liegen hat :mrgreen:

    Zauberhafte Grüße … Katja

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  7. Aaaalsoooo: entgegen meines Hauptblogs, der ja nur einen ((sehr)) (kleinen) Teil des wahren Lebens ausmacht, denke ich beim Lesen mancher Zeilen in keinster Weise an das Aussehen des jenigen, der da schreibt, es spielt in diesem Moment keine Rolle, denn es geht doch meistens um den Inhalt der Texte oder anderem Inhalt. Dabei ist etwas ganz anders für mich wichtig: WIE denkt der Mensch hinter den Worten? Was fühlt der Mensch hinter den Worten? UNd auch: welche „Beziehung“ habe ich zum Inhalt der gelesenen Seiten.
    Dennoch ein witziger Ansatz und er hat mich immerhin sofort zu einem unqualifizierten Kommentar gebracht 😉

    GLG Mies

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  8. Tja…. wie ist Jemand den man nicht sieht??Rätselraten abstrakt.
    Also das was man liest ist ja ein Teil von Ihm und die Gedankengänge dahinter sind dann auch irgendwie ein Teil seiner Persönlichkeit,aber das Äussere dieser Person????

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  9. Ich finde das auch total spannend!!! Aus irgendeinem Grund habe ich mir mal vorgestellt du hättest einnen Wintergarten bzw. große, viele Fenster und grün davor und würdest dann dort an einem Tisch sitzen und schreiben. Ich finde es total witzig wie man sich nicht nur die Menschen vorstellt, sondern auch das ganze drumherum.

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  10. Im Sommer sitzt du mit leichter Kleidung im Garten im Liegestuhl. Der Laptop ist auf den Knien und auf einem kleinen Beistelltisch aus Holz steht ein kühles Getränk mit Strohhalm. Das Glas ist beschlagen. Ab und zu schweift der Blick durch den Garten und über die Schäfchenwolken um die Gedanken zu ordnen. Die Formulierung mancher Sätze entsteht im Kopf beim nuckeln am Strohhalm und nach einer halben Stunde kommt dein Liebster und fragt dich mit einem Lächeln wie du vorwärts kommst. Dann lächelst du zurück und sagst „Fast fertig, Schatz“. Mit zögerndem Zeigefinger wegen dem unbegründetem Zweifel ob alles gut ist drückst du auf „Publish“, klappst den Laptop zu und lehnst dich mit geschlossenen Augen nach hinten um die Sonne mit einem zufriedenem Gesichtsausdruck zu geniessen.

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    • Klingt wunderbar …. schnulzig …. Rosemunde Pilchner …. und NEIN, nichts davon stimmt! Aber es ist wunderbar geschrieben! Und passt so gar nicht zu mir. Ich bin NIE im Garten, mag keine Liegestühle – trinke keine Getränke mit Strohhalme, habe keinen Beistelltisch und habe den Laptop nie auf den Beinen, weil ich von dieser Haltung Kopfschmerzen bekomme. Und mein Liebster frag nie, wie es beim Schreiben läuft – das Schreiben gehört nämlich GANZ ALLEINE MIR und meine Familie fragt nie danach. Die wissen, dass ich das locker mache…. Also: ziemlich unromantisch, meine Art!

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  11. Na, da bin ich ja mal gespannt, wie Du mich siehst! Also, Daniela, ich habe mir mal meine Gedanken gemacht: Weiße oder helle Möbel stelle ich mich in Deiner Umgebung vor. Und nachdem Du wohl wegen Deines Jobs täglich chic aussehen musst, würde ich mal darauf tippen, dass Du beim Schreiben eher lässig gekleidet bist, also Yoga-Hose, Kapuzenpulli (wenn es mal kälter ist) oder so was ähnliches. Aber nicht die bewussten Jogginghosen sondern da auch wieder Freizeitkleidung mit Stil. Hmmm, liege ich richtig?
    LG
    Sabine

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  12. Na, von mir gibt’s ja ein Foto, aber meine Wohnung? Eh. Sagen wir mal, kurz bevor Gäste kommen, herrscht das, was andere als Ordnung bezeichnen. (Dementsprechend hat auch der Blog keine regelmäßigen Veröffentlichungstermine.)
    Ich bin üblicherweise viel zu interessiert an dem, was dasteht, um mir Gedanken über das Aussehen und Leben jener Person zu machen, die die Einträge verfasst.

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  13. Du sitzt übrigens in einem schwarzen Rollkragenpulli an einem kleinen weissen, etwas verschnörkelten Schreibtisch an einem Laptop. Beim Tippen trägst du eine schwarze coole Brille, die perfekt zu deinem frechen Haarschnitt passt. Wenn du nach rechts guckst, blickst du aus einem Fenster in den (wilden) Garten. 😘

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