Tierschutz in Ehren

Ich liebe Tiere – sehr sogar. Wir haben selber drei knuffige Mitbewohner mit Fell (Kater), die uns jeden Tag aufs Neue erfreuen. Und ich bin dafür, dass man die tierischen Gesellen schützt, wo man kann. Ich würde niemals ein Tier quälen und ich würde jederzeit sofort ein gequältes Tier retten, wenn ich diese Möglichkeit sähe. Zudem habe ich jetzt sogar noch den SKN Theoriekurs für Hunde absolviert, weil ich mir einen wuffenden Gesellen anschaffen will. Ich habe wirklich ein RIESEN Herz für Tiere.

Was mir in letzter Zeit aber doch etwas auf die Nerven geht, ist die Tatsache, dass auf Facebook und Instagram an manchen Tagen mehr Tierquälereibilder kursieren, als irgend etwas anderes. Ich kann diese Bilder schon gar nicht mehr sehen. Ausgezehrte Hunde, verhungerte Kühe, geschlachtete Krokodile – Tierkadaver in allen möglichen und unmöglichen Varianten, welche offenbar eigentlich das Ziel hätten, auf die Missstände aufmerksam zu machen. Ich bin mir einfach nicht so sicher, ob diese Bilder wirklich ihr Ziel erreichen, oder ob sie in diesen Mengen nicht einfach nur noch weggedrückt werden, weil sich das menschliche Auge auch an solche Grausamkeiten sehr schnell gewöhnt?! So ähnlich, wie bei einer Überdosis – Gefühle tot, Ziel verfehlt, alles futsch!

Ich weiss noch, dass ich beim ersten Bild von verhungernden Hunden total geschockt gestarrt habe und nicht glauben konnte, was ich da sah. Inzwischen übergehe ich diese Bilder einfach, weil es derart viele sind, dass ich keine Lust mehr habe, mir das zig mal anzutun. Man sagt doch, dass die Menge entscheidend ist, ob etwas Erfolg hat, oder nicht. Manchmal ist doch weniger einfach mehr. An gewissen Tagen habe ich echt das Gefühl, auf einem militanten vegetarisch-veganen-Tierschutz-Facebookprofil gelandet zu sein. Nicht, dass das etwas schlechtes wäre, aber wenn jeder schon nur ein Bild pro Tag aufschaltet, dann hat das Gruselkabinett bis zum Abend einen ziemlich abgestumpft. So tickt der Mensch nun mal. Was er immer wieder sieht, sieht er irgendwann eben nicht mehr.

Und was ich mich am allermeisten Frage: Ist den Tieren mit diesen Bildern letztendlich wirklich geholfen? Bei all den Schreckensnachrichten, mit welchen wir überall und tagtäglich zugemüllt werden – reagieren wir darauf überhaupt noch? Wäre es nicht besser, die Menschen mit Spendenaufrufen oder Aktionen in Tierheimen auf die Thematik aufmerksam zu machen, als einfach wie wild gruselige Bilder in die Welt zu schicken….

Ich bin mir echt nicht sicher, was der klügere Weg ist – ich hätte aber einen Vorschlag: Jeder, der 50 Bilder hochgeladen hat, muss ein Tier in echt retten. Da wären wir schon einen grossen Schritt weiter. Mit hochladen alleine ist nämlich noch nicht wirklich geholfen. Und ich kenne aktuell nur eine einzige Person, die gleichviel rettet, wie postet!

51 Gedanken zu „Tierschutz in Ehren

  1. Hallo Daniela, ich weiß nicht, ob ich schon 50 Bilder gepostet habe, aber auf alle Fälle habe ich schon Hunde gerettet. Sei es als Flugpate oder selbst als Adotivmama meines supertollen Gastons! Für mich ist es auch schrecklich, diese Bilder zu sehen. Da ich in einigen Tierschutzforen aktiv bin, ist das häufig der Fall. Ich habe sie jedoch auch reduziert und ausgeschaltet, als ich merkte, sie verfolgen mich wirklich. Da ich mir im Moment keinen weiteren Second Hand-Hund zulegen kann, unterstütze ich meine Lieblingsorganisationen mit einer Spende. Das mache ich regelmäßig. Und außerdem publiziere ich Texte zum Thema Tierschutz, so dass ich in gewisser Weise einen Multiplikatoreneffekt erziele. Eigentlich poste nicht ich, sondern mein Hund in der Huffington Post. Und er bringt die Themen meist mit einem Augenzwinkern rüber und wird als Tierrechts-Botschafter besser wahrgenommen als ich.
    Schöne Woche.
    LG
    Sabine

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    • Also: Ersten habe ich ja MEINE Meinung dazu kund getan, was nicht heisst, dass das auch die Meinung der Leser/innen sein muss. Und zweitens lese ich, dass Du auch sonst eine aktive Schützerin mit Taten bist. Dann ist die Sache wieder anders gelagert. Und wenn Du das dann noch in speziellen Foren machst, ist es noch besser, denn dann tangiert es nicht die ganze Welt. Diesen Foren kann man ja bekanntlich freiwillig folgen, oder auch nicht. Wenn Du weisst, was ich meine….! 🙂

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  2. Nun, es könnte auch ein gewisser Sadismus an der Bilderteileritis beteiligt sein…als das andere Extrem: Statt abzustumpfen ist es gut möglich, dass einige sich daran aufgeilen (seien es die Bilder selbst, seien es die Reaktionen, die darauf kommen mögen).

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  3. Nein Nein Nein…ich kann mir das nicht antun, ich kann und muß diese Bilder nicht sehen.
    Ich bekomme Albträume davon. Besonders wenn es um Hunde oder andere Haustiere geht.
    Diese fürchterlichen und abartigen Menschen(oft aus Polen oder Tschechien), die Hunde zu Tode quälen, weil sie die Hundemütter zu jeder Läufigkeit decken lassen und dann die armen Welpen ohne Impfungen, meist völlig verwurmt oder sonstwie krank, hier ankarren und gutgläubigen oder geizigen Leuten diese Würmchen billig verkaufen.
    Und die wundern sich dann auch noch, daß die Hundchen oft nur noch ein paar Wochen leben.
    Tja..eigentlich selbst schuld. Am Tier sollte man nicht sparen. Entweder ich lasse mich darauf ein, ein Tier aus einer Tierschutzorganisation zu nehmen, oder ich suche mir einen seriösen Züchter.
    Unsere 13 Jahre alte Hundedame haben wir damals auch über eine regionale Schutzorganisation bekommen. Und ich werde ihr den Lebensabend so schön wie möglich machen.

    Ansonsten kaufe ich Fleisch..jawoll, ich bin Fleischfresser, beim kleinen Metzger, der regionale Ware hat.
    Und ich finde es echt komisch und auch irgendwie falsch, daß jetzt „vegane Würstchen“ und „vegane Schnitzel“ und „veganes Grillgut“ angeboten wird in den Supermärkten. Hallooo?
    Also: ..entweder Wurst und Schnitzel aus Fleisch oder halt.. Gemüse! Da wird sich doch ein anderer Name dafür finden.
    Warum brauchen Vegetarier oder Veganer Wurst und Schnitzel??? (Egal aus was) Irgendwas stimmt doch da nicht.
    Und ich möchte echt nicht genau wissen, wie Tofu und Soja in den Herkunftsländern hergestellt und hergebracht wird.

    Ohohh..ich erwarte böse Kommentare

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    • Und FPS- oder Softair-Spieler sollten lieber in Echt mit Scharfer Munition auf Menschenjagd gehen, oder wie?

      Ich verstehe Deinen Einwand ja, Silvergranny, ich habe in meiner veganen Zeit selbst mal dieses Tofu-Ersatzzeugs ausprobiert – und beinahe wieder ausgewürfelt.
      Aber: Wenn man auf das eine nicht verzichten will, auf der anderen Seite aber meint, „Schäden“ vermeiden zu sollen, warum dann nicht?
      (Allerdings ist die Sache mit den Anbaubedingungen von Soja tatsächlich ein guter Punkt, da könnte einige Tier-/Umweltschutz-Veganer durchaus gelegentlich etwas weiter denken (auch auf die „Gefahr“ hin, dass sie dann, wie ich, wieder zum Fleisch zurück finden^^).

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  4. Liebe Daniela

    Ich bin Deiner Meinung, auch mir wird es manchmal zuviel! Aber was genau ist der Grund das diese grausamen Bilder gepostet werden?
    Es gibt viele Tierschützer solche die sich aktiv im Tierschutz engagieren und solche die auf FB teilen.
    Die Tierschützer die aktiv Tiere schüzen werden Tag täglich mit so viel Leid konfrontiert das es kaum zum aushalten ist, ich selber habe schon erlebt wie Menschen über Ihr Limit hinaus gegangen sind und daran fast zerbrochen sind.
    Schreckensmeldungen gibt es Täglich und durch unsere Vernetzung werden wir darüber via FB, Twitter, Instagram fast live informiert, vergessen wir die Medien wie TV und Presse nicht!
    Wenn Du heute ein Foto von einem Brand oder Unfall postest bekommst Du Geld vom Verleger! Passiert ein Unfall suf der Autobahn , staut der Verkehr nicht nur hinter dem Unfall, sonder die Gegenfahrbahn verstopft auch in wenigen Minuten! Ich habe erst küzlich einen Bericht gelesen wo Leute Selvies neben Leichen gemacht haben!
    Alles das wüde nicht passieren wenn der Mensch im Grunde nicht ein voyeur wäre.
    Zurück zum Tierschutz, will jemand Leute aufrütteln um sie für seine Sache einzuspannen wird sich der Erfolg (wenn Du nur Worte gebrauchst) in Grenzen halten! Hast Du schon mal den Spruch gehört “ ich glaube nur was ich sehe“ . Wenn man mit Leuten diskutiett sei es über Tierschutz, Veganismus wird man schnell als extremis abgestempelt den was der erzählt kann nicht stimmen und überhaupt glaube ich sowiso nur das was ich sehe.
    Tierschutz in der Schweiz es wird sugeriert das alles perfekt in Ordnung ist, das Kälblein auf einer wunder schönen Wiese sich austoben kann und am Abend ein gutenacht Küsschen von der Bauerstochter auf die Stirn gedrückt bekommt (aktuelle Coop Werbung im TV) . Vierpfoten, Kassensturz haben Misstände ahfgeklärt und das es die Leute begreifen was abgeht muss man ihnen die Tstsachen vor Augen halten und das zwar unverblümt, nur so werden sich vielleicht ein paar Leute Gedanken machen was tatsächlich abgeht und das nicht nur in der Tierwelt!

    Leider sind wir so abgestumpft, das wenn Du jemanden aufrütteln willst das leider bald nur noch über Schockbilder geht, ansonsten werden solche Beiträge weg gescrollt, wege gezapt oder umgeblättert!

    Ich weis das ich jetzt ganz vielen Leuten auf die Füsse getretten bin, ist mir egal, vielleicht konnte ich jemanden wach rütteln!
    Romolo

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    • Ich weiss das alles, lieber Romolo – aber die Bilder ändern rein gar nichts -ausser dass man abstumpft. Sie helfen den Tieren nunmal nicht. Helfen können wir nur, indem wir aktiv – vor Ort – mit Unterstützung der eigenen Kraft, der Finanzen, der Hilfe in Form von Tierpflege etc. eingreifen. So wie Du und Dein Schatz es machen. Alles andere ist in meinen Augen vollkommener Quatsch – zumal offenbar viele der Bilder Fakes sind und gar nicht echt. Drum: Mehr Taten, statt Bilder! Danke für Deinen mega Kommentar! 🙂

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  5. Liebe Daniela,
    da gebe ich Dir völlig recht!!! Ich bin auf FB zu 80% mit Tierschützen befreundet. Das heisst, wenn ich die Startseite öffne, springen mir schon viele schreckliche Bilder entgegen. Ich bin so weit, dass ich vorsichtig runterscrolle, versuche den Titel zu lesen und je nach dem die Augen schliesse und weiter scrolle, in der Hoffnung, nicht gleich wieder auf ein schreckliches Bild zu stossen. ICH ERTRAGE ES EINFACH NICHT MEHR! Ich bin da ziemlich zart beseelt und jedes einzelne Bild verfolgt mich und das Leid dieser armen Tiere bohrt sich direkt in mein Herz 😔 Ich gebe zu, dass ich ab und an aber auch was poste! V.a. wenn es die Schweiz betrifft oder es etwas zeigt, das zur Aufklärung dient und viele Menschen gar nicht wissen.

    Ich bin auch der Meinung, dass sich das Konsumverhalten der Menschen eindeutig ändern muss. Damit könnten sie wirklich aktiv etwas gegen das unsagbare Leid der „Nutztiere“ tun, denn die Folge von Billigfleisch ist Massentierhaltung und dass es diesen Tieren dabei nicht gut geht, sollte wohl allen klar sein. Ich frage mich auch, ob es denn wirklich nötig ist JEDEN Tag Fleisch zu essen. In Deutschland fängt das ja oft schon beim Frühstück an…

    Auch sollte man über Pelz, Schlangen- und Krokodilleder etc. nachdenken. Kürzlich wurde ein Video von einer Krokodilfarm gezeigt, wo HERMÈS das Leder bezieht – grauenhaft!!!!! Dem muss Einhalt geboten werden, da bin ich wirklich dafür!!! Denn gerade solche Firmen könnten es sich leisten und durch Kontrollen bewirken, dass die Tiere VOR der Ledergewinnung zumindest schmerzlos getötet werden!!!

    Ich finde schon, dass es solche Bilder und Videos braucht, um die Leute aufzuklären. Es wird ja auch in den Medien gezeigt, wenn es um das Leid von Menschen geht. Die Tiere haben in dieser Hinsicht das selbe Recht, damit Misstände aufgezeigt werden können. Aber da gebe ich Dir völlig recht – nicht jeden Tag Hunderte davon – das stumpft leider wirklich ab und ein Video auf FB, wo man sieht wie ein Vater und sein Sohn ihren Hund totprügeln oder Teenager, die einen Igel bei lebendigem Leib anzünden und, und, und…. DAS BRAUCHE ICH AUCH NICHT!

    Ich fände es auch grossartig, wenn jeder aktiv was Gutes tut ❤️ Egal ob für Menschen oder die Tiere. Mir wäre es am Liebsten, wenn man sich für beide stark macht ❤️

    Danke für diesen Beitrag ❤️ und noch ein DANKE, denn ich weiss, dass Du wirklich viel Gutes für die Tiere tust ❤️

    Sorry, dass ich so viel geschrieben habe 😊 ist halt eine Herzensangelegenheit von mir.

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  6. Sehr gutes Posting 🙂 ja, ich gebe dir vollkommen recht, zu viele der Bilder in zu kurzer Zeit und der Mensch stumpft ab, eine neurobiologische Notwendigkeit, die leider von zu wenigen Tierschützern berücksichtigt wird.

    Bei uns in Wien auf den größeren Plätzen und Einkaufsstraßen sind sehr häufig die „Vegetarier“ (hier unter Anführungszeichen, weil ich nicht Vegetarier an sich meine, sondern nur diese speziellen Gruppen) unterwegs, die oft auf großen Leinwänden die uns allen bekannten Bilder und Videos präsentieren und dabei auf kompletten Fleischverzicht pochen.
    Das Ergebnis ihrer Bemühungen ist, dass 90 Prozent der Leute mit ihren Burgern und Dönern vorbeigehen, ohne in irgendeiner Form berührt zu sein, weitere 3 Prozent gehen hin und beschweren sich über die Aufdringlichkeit der Aktion, vielleicht 7 Prozent interessiert das Ganze dann wirklich.

    Ich finde deinen Hinweis, auch direkt zur Hilfe aufzurufen, statt sich nur das Gorezeug reinzuziehen, sehr gut. Aber ich finde die Forderungen sollten auch realistisch sein. Statt von mir zu fordern, dass ich komplett auf auf Fleisch verzichte, würde ich das realistische Ziel, den Konsum auf 1-2 Mal pro Woche reduziere als Vorschlag begrüßen. Macht ja auch Sinn, nicht nur für die Tiere, auch auf den Treibhauseffekt hat die Reduktion des Fleischkonsums positiven Einfluss. Doch eher bekomme ich von Seiten der „Vegetarier“ das Gefühl, dass Einschränkung nicht reicht, ich muss gleich ganz verzichten. Das Unmögliche zu fordern, um das Mögliche zu erreichen macht nicht immer Sinn.

    Auch fänd ich es toll, wenn mal Alternativen zu Spenden angeboten würden, klar, es ist der einfachste Weg für die, die genug haben, aber viele Menschen können oder wollen sich das nicht leisten und würden lieber auf andere Art helfen, und viele der Spendenfänger auf der Straße machen einem dann noch ein schlechtes Gewissen, wenn man ihren 5 euro im Monat Wisch nicht an Ort und Stelle unterschreibt (echt, mittlerweile umgeh ich sie nach Möglichkeit komplett, aber auf meine Fragen, was ich denn außer Spenden tun könnte und wo ich weitere Infos herbekomme, bekam ich oft nicht mal eine webadresse!)

    Aber ich schweife ab.
    Ums zusammenzufassen: Schreckensbilder mit Maß und Ziel und vielfältige Handlungsoptionen, das wär mal was 🙂

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  7. Darüber rege ich mich auch schon sehr lange auf. Ich persönlich schaue mir im Internet sehr viele Auslandsnachrichten/-mitteilungen an (auch bei Twitter) und das von dir beschriebene Phänomen wird auch mit verletzten oder getöteten Menschen in Kriegsgebieten praktiziert, unter dem Motto, „Guck mal was die gemacht haben“. Ich finde diese Art sehr geschmacklos. Aber es gibt für solche Fotos eben auch Liebhaber. Selbst angesehene Journalisten aus Deutschland retweeten die grausamsten Fotos, was ich amateurhaft finde, wenn man mal über den Jugendschutz nachdenkt. Und da hast du vollkommen Recht, wenn du schreibst, weniger ist einfach mehr. Aber berichten sollte man trotzdem über die Probleme, eben ohne die genannten Bilder. Sonst wendet sich ein großer Teil der Leser sowieso dem Thema ab.

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  8. Hat dies auf esmarinschekocht rebloggt und kommentierte:
    Dieser Beitrag ist mir heute morgen begegnet. Ich finde er passt so wunderbar zum Zeitgeschehen, das ich ihn Euch nicht vorenthalten möchte.

    Selbstverständlich nicht ohne meinen Senf dazu zu geben 😉 denn auch ich habe eine Meinung dazu 🙂

    Und wie sind Eure Erfahrungen?

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  9. Das hast Du sehr gut beschrieben – mich als vorwiegend vegan / vegetarisch kochende stört es auch enorm!

    Ich finde die junge, vegane Küche angenehm und beobachte das sich in dem Bereich sehr viel zum positiven gewendet hat.

    Aber diese Bilder erinnern mich an die „alte“ provozierende, militante Vegan-Szene. Wer relativ spassfrei durch’s Leben wandelt kann offenbar nicht anders als solche „Aufklärungs“-Posts veröffentlichen…

    Für mich unbegreiflich wie jemand in solch höchst aggressiven Tönen Toleranz und Friedfertigkeit einfordert…

    Zudem gibt es ernst zu nehmende Studien, die besagen das es eben nicht „die Welt retten“ würde, wenn es nur vegan lebende Menschen geben würde…

    Wenn aber jemand für sich beschliesst 100% vegan zu leben bedeutet das nicht nur alles tierische weg zu lassen, sondern viele Informationen darüber zu sammeln wie man es sinnvoll angeht, ansonsten kann der Körper in einen Mangelzustand geraten.

    Es bedeutet auch ein angepasstes Einkaufsverhalten weil der Supermarkt um die Ecke zwar mittlerweile schon viele Sachen anbietet, aber eben nicht alles.

    Und es bedeutet Mehrkosten, die zwar nicht so relevant sind, da tierische Produkte auch nicht ganz billig sind, und trotzdem schlägt es zu Buche.

    Auch das Kochverhalten ändert sich, denn es ist frische Küche angesagt. Mittlerweile gibt es zwar viele Fleischersatz Produkte, die aber nicht die Regel sein sollten, da sie stark denaturiert sind und, zumindest wenn sie nicht aus dem Bioladen sind, auch recht viele Zusatzstoffe enthalten.

    Also ist eine handwerklich, solide Küche angesagt, was eine gute Organisation und Wissen erfordert.

    Hat sich das erstmal eingespielt macht es Freude mit all seinen Sinnen zuzubereiten und zu geniessen. Und auch dann gibt es Fast-Fast-Food, was schnell zubereitet ist, aber das es dann auch voll wert ist 😉

    DENN: Essen soll Spass machen!!!

    Jemand, der sich das versagt, sich selbst kasteit und mit obigem überfordert ist, ist dann vielleicht schonmal in der Lage das auch von anderen zu erwarten…

    Aber bei allem Verständnis: meine Küche gehört mir! 🙂

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  10. gequälte Tiere werden mich NIE abstumpfen, ich schaue mir solche Sachen nicht an auf Facebook, auch sonst nicht, schau dir im Fernsehn die Berichte an, wenn Kühe gebrochene Knochen haben, wenn schweine keinen Platz haben in der Box. die Box ist schon schlimm genug. Früher liefen unsere Kühe auf der Weide und die Schweine waren auch draussen. Ich bin ein Bauernkind, muss ich erklären.

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  11. Ich bin weder bei der einen, noch bei der anderen Plattform zu finden, aber diese Problematik und Deine Wut darüber kann ich sehr gut nach empfinden.
    Sollten mir solche Bilder begegnen, drücke ich sie weg, denn ich freue mich immer noch auf mein Schnitzel, mein Steak und auf hausgemachte Bouletten.

    Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass mir hier in meiner Umgebung mittlerweile mehr Menschen mit Hunden jeglicher Art begegnen als mit Kindern.
    Leider bekommt ein Tier einen höheren Stellenwert eingeräumt als ein Kind!

    G. l. G. Jochen

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    • Gut, gerade so krass würde ich es nicht beschreiben. Und das mit dem anschliessend gleich mal Steak und Schnitzel werte ich nun einfach mal als Berliner Provokation. Und ja, Kinder und Tiere sollten NIEMALS den gleichen Stellenwert haben, da bin ich voll bei Dir. Aber auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Mehr Taten, weniger Bilder! Das wäre dann wohl mein Anliegen! 🙂

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  12. ich liebe Tiere, wir hatten viele Tiere daheim als ich noch Kind war, ich bin auf dem Land aufgewachsen, ich hab jetzt den zweiten Hund, der alt und krank ist, ich würde gerne einen aufnehmen zusätzlich, das geht aber aus privaten Gründen nicht. Mein mann ist alt und krank und will keinen mehr haben, er kann auch nicht mehr gut laufen, es wäre zu beschwerlich. ausserdem, alle Tiere kann man sowieso nicht retten.

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  13. ich gebe Dir völlig Recht. Ich habe ein GameAccount und dort tummeln sich Menschen die ich sonst nicht kenne. Und die posten solche Bilder auch, inclusive misshandelten Kindern manches Mal. Ich weiss garnicht wie oft ich inder Anfangszeit das gemeldet habe, mit der Rückmeldung (wenn überhaupt) die Bilder wären bearbeitet, zig Jahre alt usw. Viele teilen einfach ohne nachzudenken. Wirkliche Hilfe sieht anders aus. Ich war schon immer ehrenamtlich tätig, Tierschutz oder jetzt in der Krebsberatung. Dabei hat sich schon immer gezeigt, dass die wenigsten bereit sind, wirklich was zu tun. Also nicht nur laut kritisieren und wie bei Facebook einfach irgendwelche Bilder reinstellen. Dabei habe ich mich auch oft gefragt, wie kommen diese Bilder zustande, wenn sie denn echt sind.

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  14. Da hast Du absolut recht! Jeder sollte in ECHT ein Tier retten. Oder sich mit anderen zusammen tun, so wie wir es bei „Hilfe für Miranda“ gemacht haben. Dann kann sogar ein Pferd (bzw. zwei Pferde) gerettet werden. Obwohl das für eine einzelne Person unmöglich gewesen währe!
    Ich finde Dein Post echt toll! Es geht nicht um viele Worte machen und gruselige Bilder zeigen – es geht ums anpacken!!! Also tut was! 😀
    LG Susanne

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  15. Hallo,
    du hast schon Recht. Solche Bilder machen nur Sinn, wenn sie mit der Aufforderung zur Hilfe verbunden sind; zB eine Spendenaktion, eine Petition, ein Tierschutzverein in dem man Mitglied werden kann. Der „Schockeffekt“ soll die Aufmerksamkeit auf die Hilfsaktionen ziehen. Ohne solche weiterführenden Hinweise verpufft der Effekt so wie du es beschreibst.
    Gruß
    Grace

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  16. Mir geht es ähnlich wie dir, wobei ich allerdings noch einen Schritt weitergehen möchte, denn mich überwältigt oft die schiere Flut an Bildern, die Schreckliches in allen Variationen und Schattierungen zeigen – nicht nur von Tieren. Und dann bin ich manchmal von mir selbst geschockt, wenn mir deutlich wird, wie mich dies bereits abgestumpft hat. Wenn ich etwa in dem einen Moment solche Fotos sehe und im nächsten Moment schon denke, dass es Zeit ist, das Abendessen vorzubereiten.

    Liebe Grüße von Nachos Leinenhalter Achim

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