Ich bin dann mal kurz weg…

…um mich selber zu finden!

Wie das kommt? Ganz einfach. In einer Familie hat jeder so seine Baustelle – irgendwie, irgendwo, irgendwann. Im dümmsten Fall ist es so, dass alle gleichzeitig verschiedene Baustellen haben und jeder möchte seine prioritär behandelt wissen. Dann wird’s richtig schwierig. Und weil Frau Mama in der Regel der Dreh- und Angelpunkt des Familienmanagements ist, geht die zwischendurch einfach verloren. Oder vergessen!?

Das wurde mir letzthin bei meiner weltbesten Nadelfrau (Akupunktur) mal wieder so richtig bewusst. Zu Hause war ganz schön viel los, ich hatte zu funktioneren – freiwillig, wohlverstanden! Niemand hat mich gezwungen, aber Mama ist nunmal Mama, immer! Die Nadelfrau spürte die Spannungen in meinem Körper und fragte nach. „Wie geht’s der Tochter?“ Ich: „Also, ehm, es ist eben so……….!“ Sie daraufhin: „Und wie steht es so beim Sohnemann?“ Ich: „Hm, im Moment ist gerade………..!“ Sie seufzend: „Und der Göttergatte, alles im grünen Bereich?“ Ich: „Eigentlich schon, ja, aber…………….!“ Und dann kam die Frage aller Fragen: „Und wie geht es eigentlich Dir so?“

Mir? Wer ist das ? Ich? Wie es mir geht? Keine Ahnung – weil ich nämlich nie Zeit hatte, darüber nachzudenken. Kennt ihr das Gefühl, wenn man an verschiedenen Fronten kämpft und trotzdem kein Ende sieht. Und wenn man sich dabei irgendwie total vergisst. Nicht, weil das jemand von einem verlangt, sondern weil man einfach so fest mit seinen Verantwortungen verbandelt ist, dass man gar nicht mehr anders kann.

Und auf einmal kommt das Gefühl: Hallo – ich bin auch noch da! Hat das schon irgend jemand bemerkt? Wann bin ich an der Reihe? Und da kam bei mir im Kopf auf einmal der Satz: Ich bin dann mal kurz weg – sobald ich mich gefunden habe, komm ich wieder! Wenn nicht physisch, so doch mindestens mental!

42 Gedanken zu „Ich bin dann mal kurz weg…

  1. Ich hab auch erst gedacht – Du machst mal Pause von allem, auch vom Blog.
    Aber, dat is nich so.
    Gut.
    Sammle Dich.
    Wo willst Du denn eigentlich kürzer treten ? Wie ????
    Geschäft / Arbeit ?
    Familie ? Nee.
    Blog – nee ???
    Ähm ???
    Hilf mir mal bissel.
    Und – mach es gründlich – hörst Du ?!!!!???
    Drückerle
    Bella

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  2. Ich hab auch erst gedacht – Du machst mal Pause von allem, auch vom Blog.
    Aber, dat is nich so.
    Gut.
    Sammle Dich.
    Wo willst Du denn eigentlich kürzer treten ? Wie ????
    Geschäft / Arbeit ?
    Familie ? Nee.
    Blog – nee ???
    Ähm ???
    Hilf mir mal bissel.
    Und – mach es gründlich – hörst Du ?!!!!???
    Drückerle
    Bella

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    • Geschäft! Definitiv Geschäft! Familie nie und nimmer, Blog auch nicht, Schreiben allgemein nicht, dann hab ich ja noch mein Projekt Hund…das fängt demnächst an…eine neue Herausforderung. Drum – im Geschäft hab ich eine extrem gute Crew – das kann ich gut abgeben. Die können das alleine. Das braucht mich nicht mehr! 🙂

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  3. Eine Armada von Angestellten … Genau … Aber zugeben tun das die Wenigsten. Auch bei den „Normalo-Frauen“ rücken die meisten, bei denen alles so gut klappt, relativ spät damit raus, dass sie eine Reinigungshilfe haben oder Oma mindestens einmal die Woche aufpasst. Das ärgert mich oft sehr. Aber, ich finde es gut, wenn Du Dich von den Fernseh-Vorzeige-Frauen gar nicht unter Druck setzen lässt. Ich merke, dass mich das unterbewusst immer wieder runterzieht und ich mich frage, wieso ich als Einzige das alles nicht so toll hinbekomme. Aber ich arbeite an meinem Komplex ;-).

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  4. Ich finde es schade, dass Mütter aufgrund des großen gesellschaftlichen Drucks, der auf ihnen lastet, so unter Stress geraten. Schon vor meinem Kind war ich nicht faul, habe viele Überstunden gemacht. Aber was ich dann erlebt habe, als ich Mutter wurde, hat mich einfach nur noch geschockt. Da wird quasi erwartet, dass die Mutter so schnell wie möglich wieder arbeiten geht und gleichzeitig noch dreimal nachts ihr Kind stillt. Ich kann immer nur wieder sagen, dass Frauen sich endlich gegen diese bewusste Überlastung durch gesellschaftliche Leitbilder wehren sollten.

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    • Es wird ja im Fernsehen auch prima vorgemacht – einfach nicht wirklich echt, aber stresserzeugend: Heidi Klum, Powerfrau, Mama, Geschäftsfrau, Geliebte, Schönheit und überhaupt Alleskönnerin…das sind jene Bilder, die den Stress in der Gesellschaft noch zusätzlich erhöhen. Dass diese Beispiele aber eine Armada an Angestellten haben, welche die Kinder grossziehen, den Haushalt managen, die Garderobe vorbereiten, ein- und auspacken und dafür sorgen, dass man immer aussieht, wie aus dem Ei gepellt, davon spricht kein Mensch. Von daher…. nein, von diesen Bildern lass ich mich nicht mehr stressen. Ich mach mir eben den Stress meistens selber….das ist ja das Schlimme! 🙂

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  5. Wie bekannt mir das doch vorkommt.Gerade nach einer turbulenten Woche inklusive alle krank (inkl.Mama) kann ich davon ein Lied singen. Alle können sich erholen, aber Mama bleibt irgendwie auf der Strecke. Nun dafür geniesst sie jetzt ein freies Wochenende damit nächste Woche der ganz normale Wahnsinn wieder losgehen kann….

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  6. Hallo Dani,Ich wünsche Dir viel Erfolg.Hoffe aber das Du hier weiter schreibst,Denn deine Geschichten waren schön.Denn wenn man liest das andere ähnliche Probleme haben und wie Sie die gelöst haben dann hilft das auch ein bisschen.ggggggg l G PMEX

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  7. Es gibt ja, wie bei fast allem ( und ich wäre keine Waage wenn ich das nicht ständig betonen würde ;-))) ), zwei Seiten der Medaille…

    In dem Fall die, die vereinnahmen ( aus Liebe, aus Gewohnheit, aus Faulheit, aus Bedürftigkeit,… ) und die, die sich vereinnahmen lassen ( aus Liebe, aus Verantwortung, aus Helfersyndrom heraus, aus Gewohnheit,… )…

    In Deinem Fall spielt das Zauberwort LOSLASSEN eine grosse Rolle….und damit zusammenhängend natürlich WIEFÜLLEICHDASLOCHWASBEIMLOSLASSENENTSTEHTUNDWASFINDEICHDANOCHALLES…

    Auch wenn alters- und themenmässig alles im grünen Bereich ist kann es dabei ganz schön ans eingemachte gehen….und es ist bisweilen nicht einfach auszuhalten, was einem so alles auf dem Weg zu einem selbst begegnet…

    Entgegen vieler Meinungen aus den Medien: Selbstfindung ist was für Mutige! Go for it! 🙂

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  8. Der Artikel spricht mich soooo an – Dani, Du triffst wie so oft den Nagel auf den Kopf! Ich bin zudem noch ein kleiner Perfektionist und funktioniere nicht nur in der Familie (wenn unser Sohn hier anruft und sein Vater ist am Telefon, wird dieser gar nicht mehr begrüßt, sondern bekommt gleich die Worte zu hören: „Gib mir mal die Mama!“ – dann ist wieder Funktionieren angesagt), sondern auch im Beruf („Können Sie mir sagen, welche Sprachkurse es im Altmühltal gibt?“), beim Blogschreiben, beim Haushalt, beim Sport, beim Sprachenlernen – ich glaube manchmal, ich habe verlernt, mich zu entspannen.

    Und wenn man ein „lebenstüchtiger Macher“ ist – so hat mich eine Freundin gestern genannt -, dann zieht man Arbeit offensichtlich magisch an. „Das kannst du doch so gut“ – ist dann der Standardsatz der Anderen – was diesen dann Arbeit erspart und mir welche beschert.
    Vielleicht genügt manchmal das kleine Wort mir vier Buchstaben? (NEIN)
    Das ist etwas, woran ich arbeiten muss.

    Aber, dank Dir, Dani, kann ich ja wenigstens beim Lesen Deiner Artikel entspannen … Das ist doch schon mal was …

    Liebe Grüße
    Christine

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  9. Ein Wichtiger Teil im Bereich Mitarbeitermanagement ist ja mittlerweile die sogenannte Work-Life Balance.Wenn man endlich anerkennt das die Mutter und Hausfrau einen rundumdieuhr job hat und das auch da eine Anspruch auf die Balance von Arbeit und Leben besteht und als Familie dies auch unterstuetzt, dann sind wir endlich auch im Bereich Hausfrau und Mutter bei einem zeitgemaessen denken angekommen.
    …. Viel Spass beim Suchen und Finden….

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  10. An meinem Küchenschrank hängt eine Postkarte mit folgendem Spruch: Ich bin nicht da! Bin mich suchen gegangen. Wenn ich wieder da bin, bevor ich zurückkomme, sagt mir, ich soll auf mich warten. Ich finde, das passt ganz gut zu uns Mamas. 🙂

    Gefällt 7 Personen

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