Des einen Freud…

…des anderen Leid. Und das bei einem Thema, bei welchem ich absolut sicher war, dass es nur Gewinner geben würde. Falsch gedacht.

Rauchverbot in öffentlichen Räumen und immer mehr auch in Mietwohnungen. Eine total coole Sache, wie ich finde. Die Kleider und die Haare stinken nicht mehr wie ein Aschenbecher, die Augen brennen nicht nach dem Ausgang, und das Essen schmeckt wie Essen und nicht wie eine Tabakfabrik. Also doch eigentlich durchwegs positiv. Zumal es erst noch zugunsten der Gesundheit ist. Die Raucher überlegen sich nun zweimal, ob sie wirklich schon wieder eine Zigarette rauchen wollen, oder nicht. Schliesslich werden sie nach draussen verbannt. Und ihre Lungen danken es ihnen. Die Nichtraucher erst recht, die müssen nämlich nicht mehr passiv mitrauchen.

Aber nun habe ich doch tatsächlich zum ersten mal ein Argument gehört, welches total logisch die Nichtraucherei in geschlossenen Räumen anprangert. Ein Malermeister, der bei uns Malerarbeiten wegen langjährigen Rauchens machen muss, meinte vor kurzem zu mir: „Ja, für uns sind solch tolle Aufträge leider selten geworden. Seit dem Rauchverbot haben wir diesbezüglich viel weniger zu tun.“ Ich dachte ja erst, er wolle mich auf den Arm nehmen. Aber dem war nicht so. Er erklärte mir: „Früher hatten wir regelmässig Restaurants zum Streichen, weil diese von der ewigen Qualmerei schnell mal aussahen wie Sau. Oder immer vor Weihnachten gab es jede Menge Wohnungen zu streichen, weil die Leute für das Weihnachtsfest mit schönen Wohnungen glänzen wollten. Danach wurde weitergeraucht und das hiess für uns, dass wir im nächsten Jahr wieder antraben konnten. Das fällt nun alles weg.“

Also, von dieser Seite habe ich das noch gar nie betrachtet und ich würde auch keinem empfehlen, deswegen zu rauchen oder so…aber es scheint also auch welche zu geben, die dieses Verbot nicht nur toll finden.

56 Gedanken zu „Des einen Freud…

  1. Man stelle sich vor, der Trank des ewigen Lebens würde gefunden werden…so einige Berufszweige hätten mächtig Langeweile. 😉
    Kollateralschäden.

    Auch wenn es den einen oder anderen Malerauftrag gefährden mag:
    Rauchen ist sch**ße!
    Wenigstens in der Gaststätte möchte ich ungestört mein Essen schmecken dürfen und nicht die stinkenden Ausdünstungen diverser Lungentorpedos degustieren müssen.
    Zu Hause durch Nachbarn oder in der „freien Wildbahn“ wird man noch oft genug damit belästigt. Selbst mitten in der Natur umgibt man sich und die Mitmenschen mit blauem Dunst…nervig.

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  2. Ja, das kann man durchaus nachvollziehen. Allerdings wird es bei durchweg positiven Entwicklungen immer „Abfälle“ geben. Und so bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich den Malermeister bemitleiden soll, ob der vielen Menschen, die wegen des Rauchens NICHT sterben werden.

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  3. Ich, als erst drei Wochen rauchfrei kann Dir eins sagen: Nach draußen zu gehen, hat noch keinen Raucher dazu veranlasst weniger Zigaretten zu rauchen. Da hat man auch nicht überlegt, soll man jetzt oder nicht. Einem Raucher hat das wenig eingebracht, außer vielleicht mal kalte Füße und die ein oder andere Erkältung mehr.
    Da oben im Kommentar lese ich, dass Du einen kochenden Göttergatten hast? Man, man, man: Du Super-Glückliche! Aber es sei Dir gegönnt 🙂

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      • Der Gute! Ich kämpfe immernoch mit dem Rauchfrei sein. Deshalb nenne ich mich auch noch nicht Nichtraucher. Ich komme mir vor wie ein Alkoholiker… oder ein Spieler, der vom Einarmigen Banditen weg will. Mein Entzug ist vor allem psychologisch sehr schwierig. Dehalb ziehe ich mich wahrscheinlich auch gerade so zurück und bin ein Einsiedlerkrebs. Aber wird schon…
        Hoffe das Göttergatten-Gekochte schmeckt sau-genial 🙂

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