Frechheit

Für alle, die auf Facebook vertreten sind, wird meine Geschichte nichts Neues sein. Die anderen haben möglicherweise schon davon gehört.

Man erstellt eine Einladung für eine Veranstaltung und lädt seine Facebookfreunde ein – auf einmal taucht auf der eigenen Einladung eine Nachricht eines Unbekannten auf, der einem einen Kredit anbieten will. Ich nenne solche Typen gerne Finanzhaie – inzwischen sind es aber eher dreiste Piranhas! Was für eine verdammt Frechheit muss man besitzen, wenn man ungefragt fremden Personen Kreditvermittlungen an die Pinwand postet?

Inzwischen habe ich solche Nachrichten sogar auf Seiten entdeckt, wo es um die Tragödien der Flüchtlinge oder um die Vermittlung misshandelter Tiere geht. Jede Plattform ist solchen Typen recht, um andere in den Strudel der Kreditgeschäfte zu ziehen. Nichts ist diesen Haien mehr heilig.

Jetzt mal ganz im ernst: Gibt es tatsächlich Menschen, die sich über Facebook und Co. einen Kredit andrehen lassen? Wenn ja: Selber schuld! Ich habe mir drum überlegt, wie man auf die Idee kommt, solche Geschäfte auf diesen Plattformen ungefragt anzubieten. Aber offenbar muss ja eine Nachfrage bestehen, dass immer wieder solche Posts auftauchen.

Ich versuche täglich meinen Glauben an das Gute im Menschen nicht zu verlieren – aber es gibt Tage, da fällt es mir richtig schwer. Da frage ich mich einfach nur, wie dumm die Menschheit eigentlich geworden ist…

70 Gedanken zu „Frechheit

  1. Die nerven total!!!! Ich habe schon „zig“ solcher Kredithaie aus meiner Tierschutzgruppe geschmissen 😡 sie sind wirklich überall anzutreffen 😤 Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand auf so unseriöse Menschen einlässt, aber höchstwahrscheinlich fallen doch immer wieder dumme oder verzweifelte Leute auf sie rein 😔

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  2. Die Schmarotzer, die Du beschreibst sind ja noch ersichtlich – also selbst schuld wer drauf reinfällt!

    Schlimmer sind z.B. Videos, die man anklicken soll, die so eine Art Maske über sich tragen….darunter verbirgt sich die Schadstoffsoftware, womit die Leut dann den eigenen PC „kapern“….ziemlich übel, grad für junge Leut….

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  3. Auch für mich ist dies genau der Grund eben nicht auf Facebook zu sein. Obwohl ich mich in den vergangenen 18 Monaten durch das Fernstudium zum Social Media Manager gehangelt habe, konnte ich dies durchziehen, ohne bei Facebook zu sein. Ich habe auch den Mehrwert von Facebook und Co für mich noch nicht identifizieren können, bei Twitter sind es schon anders auch. Zu der Frage, ob es wirklich Menschen gibt, die ein Kredit über Facebook abschließen, ja, genauso wir die, die zu Geldverleihern gehen, die man nur aus dem TV kennt. Schade, aber aus meiner Sicht hat Facebook leider nichts mehr mit seiner Ur-Idee zu tun und deshalb tummeln sich dort immer mehr zweifelhafte Freunde und Fans.

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  4. Und aus Gründen wie diesem scheue ich soziale Netzwerke wie der Teufel das Weihwasser. Noch!
    Mal sehen, ob ich dieses Bollwerk halten kann. Heutzutage wird man ja oft regelrecht ausgegrenzt, wenn man eben nicht seine Seele ans omnipräsente Gesichtsbuch verkauft hat.

    Sicherlich bieten diese Plattformen diverse Möglichkeiten, sich mit anderen Menschen oder Freunden auszutauschen…aber das wiegt in meinen Augen keinesfalls die Nachteile auf.
    Facebook und Co zerstören sukzessive die Vielfalt aus homepages/websides, Foren, Blogs etc. Für viele Künstler und Gewerbetreibende lohnt sich die Unterhaltung einer individuell gestalteten Homepage gar nicht mehr, weil sich der ganze Rummel immer nur fast ausschließlich um Facebook dreht.
    Schade, auf diese Weise sind schon einige Perlen und Schmuckstücke untergegangen (worden).

    Aber solange es genug Lemminge gibt, die diesem Eilzug Richtung Abgrund hinterherrennen, wird sich daran nichts ändern.
    Ich verurteile niemanden, der bei Facebook angemeldet ist. Ich verurteile nur die Strategie und das Konzept der Gründerväter.

    Vielleicht sehe ich vieles aber auch einfach zu eng…in dieser hippen, oberflächlichen Spaßwelt.
    Ich bin froh, dass es noch lesenswerte, individuell gepflegte Blogs wie diesen hier gibt. Ohne Facebook-account als Zutrittbedingung.

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    • Also, ich hoffe, dass mein Blog überhaupt keine Zutrittsbedinungen hat – ausser dass man sich halbwegs anständig benimmt – sonst wäre das nicht in meinem Sinn. Heute sind auch so schon überall genug Reglementierungen und Bedingungen und Gesetze und Verbote und und und…trotzdem finden Scharlatane immer wieder ihre Schlupflöcher. Aber FB finde ich sonst eigentlich total lustig. Ich habe so viele Menschen wiedergefunden und ich nutze es für mein Geschäft und meinen Blog als Plattform und Privat, um mich mit Menschen auszutauschen, mit welchen ich mit austauschen möchte. Die anderen kann ich ja einfach ignorieren. Nur die nervtötenden und dreisten Spamer sind mir zuwider! 🙂

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  5. Stimme ich dir absolut zu. Aber ist leider mittlerweile Usus. Um die Frage zu beantworten: Das sind Menschen, die bei der Verteilung des Gewissens nicht anwesend waren. Die gehen sicherlich auch über Leichen, wenn sie im Weg liegen, ohne mit der Wimper zu zucken. Müssen sie auch nicht, mit der Wimper zucken, denn das alles passiert automatisiert. Aber „nach mir die Sintflut, Hauptsache ich hab mein Schäfchen im Trockenen“, das ist die Grundeinstellung derer.

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    • Heutzutage muss man mit allem rechnen.
      Ich würde selbst einer sogenannten „digitalen Geburtstagskarte“ (läuft über externe Anbieterseiten) misstrauen, die per email von Freunden zugesandt werden kann. Weiß ich mit Sicherheit, wer wirklich am anderen Ende der Leitung hockt oder sich in die Daten des Senders einschmarotzt hat?
      Ich hatte mal vor Jahren solch eine „Karte“ (link) bekommen…und noch nicht geöffnet. Kann man paranoid nennen…aber ein bisschen gesunder Argwohn schadet auch nicht.

      Es ist traurig, dass es so weit kommen konnte.
      Selbst als kleiner Baustein kann man sich auf digitalen Pfaden nicht mehr sicher fühlen, obwohl man nun wahrlich nicht den Schlusstein im Weltgefüge darstellt.

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      • Ja, das ist leider so. Und ich bin da etwas blauäugig und laufe immer mal wieder ins Messer bei liebgemeinten Aktionen … ich Trottel. Aber ich lerne, dass man allem und jedem misstrauen sollte! Schade…

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      • So fatalistisch war es nicht gemeint. Der Mensch besitzt immer ein gewisses Urvertrauen.

        Man muss nicht hinter jeder finsteren Ecke den blutrünstigen Mörder vermuten.
        Aber gefährlich wird es, wenn man zu leichtfertig damit umgeht.
        Man muss sich stets bewusst sein, dass bestimmtes Handeln Konsequenzen haben kann. Einigeln muss man sich dadurch aber nicht.

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      • Ist für meinen Geschmack wirklich paranoid. Das ist aus meiner Sicht wie mit dem Straßenverkehr. Da sterben auch jeden Tag Leute und man hat sich damit arrangiert. Hier geht es „bloß“ um Daten, man muss halt damit umgehen und wissen, dass man auch mal in eine Falle tappen kann. Davon geht die Welt sicher nicht unter.

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      • Gut, das mag ein überspitztes Beispiel gewesen sein.

        Und ganz ehrlich…Verkehrstote und Datenkraken sollte man nicht vergleichen. Beides ist sinnlos. Aber Viren und Trojaner sind gewolltes Übel und könnten ohne weiteres abgeschafft werden.

        Die Welt geht von Datenklau sicher auch nicht unter, aber ebenso wenig bei Einbrüchen in die eigenen vier Wände.
        Trotzdem fühlen sich Betroffene traumatisiert, weil in ihre Privatsphäre eingegriffen worden ist. Und genauso sehe ich das bei den rein digital existierenden Dingen, die einem lieb und teuer sind und gegebenenfalls verlustig gehen. Ganz zu schweigen von dem Stress, der entsteht, wenn empfindliche Daten betroffen sind…

        Das Fazit bleibt: Es ist traurig, dass selbst die kleinen Leute nicht sicher vor Attacken sein können.
        Paranoid hin, paranoid her.

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      • Alles kann man nicht kontrollieren. Da geh‘ ich konform mit Dir.

        Und um ehrlich zu sein:
        Ich habe noch genug Dinge, die mich abzulenken wissen und die meine vollste Aufmerksamkeit verlangen. Ich renne nicht wie irre durch die Welt, und vermute überall eine Falle.

        Trotzdem: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. 😉

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  6. Die Spammer werden schon noch Erfolge erzielen, sonst würde sie das nicht betreiben. Auch automatisiert geht das nicht völlig umsonst. Es wird also schon noch ein Gewinn abfallen. Ich krige auch immer noch, zwar nicht mehr so oft wie früher, E-Mails von irgendwelchen Scammern, die Erbschaften oder sonstige Millionenwerte auf irgendwelchen meist afrikanischen Konten angeblich los werden wollen. Die Masche ist nun wirklich so uralt, dass man meinen sollte, es müsste inzwischen wirklich jeder davon gehört haben, dass noch niemlas eine dieser Millionen je bei einem der Mailempfänger angekommen ist, und trotzdem scheint es sich noch zu lohnen. Also müssen doch immer noch Leute drauf reinfallen.

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