Teile dieses Bild…

…wenn Du stolz auf Deinen Sohn bist,

…wenn Du Deine Tochter liebst,

…wenn Du Deine Mutter gern hast,

…wenn Du Deinen Vater bewunderst,

…wenn Du für Deine Familie durchs Feuer gehen würdest,

…wenn …wenn …wenn …wenn!

Auf Facebook ist die „Teile dieses Bild, wenn…“-Seuche ausgebrochen. Da werden massig Bilder mit solchen Sprüche gepostet. Und ich frage mich, was das soll! Wohlverstanden: Ich bin stolz auf meinen Sohn, liebe meine Tochter, habe meine Mutter gern, bewundere meinen Vater, gehe für meine Familie durchs Feuer und … TEILE DIESE BILDER TROTZDEM NICHT!!! Ich wüsste nicht, warum!

Unterschwellig klingen solche Botschaften für mich immer so ein bisschen wie ein Vorwurf. Wer nicht teilt, liebt also nicht. So in etwas kommt das nämlich bei mir an. Funktioniert wie das Schneeball- oder Kettenbriefsystem. Weiterschicken oder es passiert was! Ich mag das nicht und habe deshalb auch noch nie ein solches Bild geteilt. Und ich verstehe den Sinn dahinter nicht. Aber vermutlich verstehe ich noch hinter vielen Aktionen auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. den Sinn nicht. Entweder, weil ich zu kritisch bin – oder weil es ganz einfach total sinnfrei ist. Möglicherweise bin ich auch einfach zu doof. Das könnte natürlich auch sein. Aber im Moment ist es fast ein bisschen wie eine Lawine, die da über Facebook rollt. Lauter „Teile“-Bilder, die tagtäglich an den Pinwänden hängen.

Besonders schrecklich finde ich übrigens jene, die verhungerte Tiere zeigen und wo in fetten Lettern dabei steht: „Teile dieses Bild, wenn Du dafür bist, dass Tiere auch ein Recht auf Leben haben.“ Hä? Jeder halbwegs vernünftige Mensch mit dem IQ eines Meerschweinchens weiss, dass jedes Tier ein Recht auf Leben hat. Dafür muss man doch kein Bild mit verhungerten Tieren „teilen“. Solche Bilder mit dieser Aufforderung sind eine Beleidigung, wie ich finde!

71 Gedanken zu „Teile dieses Bild…

  1. Du hast meiner Meinung nach durchaus recht – bis zu einem gewissen grad stellen solche Bilder einen emotionalen Erpressungsversuch dar. Der Sinn dahinter ist vermutlich schlicht die Erhöhung der Teilungs bzw. Sharemenge, je mehr Leute es teilen desto „besser“ für den Ursprungsposter/ die Ursprungsseite. Dass solche Seiten dann weniger ernst genommen werden, andere Geschichte…

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  2. In aller Regel ingoriere ich sowas, wenn eine Aufforderung zum Teilen dabei ist. Gelegentlich teile ich etwas, womit ich ganz besonders übereinstimme, aber nur wenn keine *Forderungen* zum Teilen aufgestellt werden. Die Formulierung „darf gerne geteilt werden“, geht schon eher.
    Absolut daneben sind Sachen wie“ ich weiß , das 95% das nicht teilen werden , aber …“ DANN gehöre ich definitv IMMER zu den 95%.

    Da kann es auch schon mal passieren, dass ich beim Originalpost einen Kommentar hinterlasse, der ausdrückt, was ich von solchen Dingen halte.

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  3. Seit Jahren weigere ich mich, auf derartige Kettenbriefableger zu reagieren. Auch deswegen, weil ich es absolut nicht mag, wenn mich jemand zu was zu zwingen versucht, weil „sonst etwas passiert“ oder „man sonst kein Glück erfahren wird“ oder dergleichen.
    Käme ja noch schöner, wenn andere bestimmten, was ich zu tun und zu mögen habe.
    Wäre das ernst gemeint, so wäre der Absender ein Kandidat für die Männer mit den weißen Jacken, ich vermute aber eher, dass sowas automatisiert angestoßen wird, um zu testen, wer darauf reagiert, und somit dann zu wissen, hinter welchen Adressen wirkliche Menschen sitzen. Letztere kann man dann nämlich bombardieren, bzw. als echte Adressen verkaufen.

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  4. Ich bin durchaus ein Freund der Sozialen Medien und nutze diese auch viel und gerne. Aber diesen beschriebenen Wahn lasse ich sehr entspannt an mir vorueber ziehen. Da niemand in meiner Familie und auch meine Frau kein Facebook Account ( wie altmodisch so offline zu leben 🙂 hat stellt sich die Frage erst gar nicht.Und der Rest weiss in der Regel ob ich sie gerne habe oder sie mich gerne haben koennen. Das gibt es ja auch.

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  5. Ähnlich sinnfrei finde ich bei FB die Funktion „Anstupsen“, bei der man eine Nachricht des Inhalts erhält: „[Name] hat dich angestupst“ Soll ich jetzt zurückstupsen oder die Person fragen, warum sie mich angestupst hat? Ist sie vielleicht zu schüchtern, um mich „richtig“ anzuschreiben?

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  6. mir geht es ähnlich. Bon sonst nicht so trotzig veranlagt, aber hier geht es mir gegen den Strich. Schlimm finde ich, wenn sie an unser Mitgefühl appellieren, mir also damit unterstellen wenn ich nicht teile dass ich mit Krebskranken oder sonstigen kein Mitgefühl habe. Heisst ja auch jeweils unten im Text: es werden nur wenige tun…

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