Ellie’s Wörterbuch

Ich bin verliebt in meine kleine Hündin Ellie. Sie ist 3-jährig, aus dem Tierheim und das Schlitzohr schlechthin. Sie hat zwar etliche Macken, aber die habe ich auch. Und sie hat eine eigene Sprache, die ich so langsam kapiere.

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Ellie’s Killerblick – wie sie ihn auf dem Bild praktiziert – ist für unendlich viele Situationen geeignet. Eigentlich immer dann, wenn Ellie Mist gebaut hat. Dann holt sie GENAU diesen Blick hervor … ich war es nicht … oder … niemals könnte ich auch nur ein Wässerchen trüben!

Ohren aufstellen = Ellie ist aufmerksam und hört alles, am allerbesten das Rascheln von Tüten.

Ohren hängen lassen = Ellie ist traurig und versucht alles, um ihren Willen zu bekommen.

Knurren = Ellie verteidigt ihren Knochen wie ein Rottweiler.

Augen zudrücken = Wenn Ellie uns nicht sieht, sehen wir sie bestimmt auch nicht…

Purzelbäume schlagen = Freude à la Ellie.

Auf drei Beinen pinkeln = Kurzes Markierungspipi.

Auf vier Beinen pinkeln = Ellie musste mal.

Unvermittelt flach auf den Boden schmeissen = Ellie hat keine Lust zu spielen.

Bellen = Ellie fühlt sich riesig.

Hüpfen auf den Hinterbeinen = Ellie will raus! Freude herrscht!

Flach auf dem Boden robben = Ellie schleicht sich an, obwohl sie auf ihrem Platz bleiben sollte.

Spontanes Sitzen und Bettelblick = Ellie schleimt sich ein, weil sie ein Goodeli haben will.

Kratzen was das Zeug hält = Ellie will beachtet werden, weil ihr langweilig ist (am liebsten nachts, wenn ich schlafen will).

Jaja, so erweitert sich das Wörterbuch meiner kleinen Freundin täglich und wir verstehen uns immer besser. Und wenn nun unsere Katzen die Sprache von Ellie auch noch kapieren würden, dann wäre das Ganze nahezu perfekt! 🙂 Oder noch besser – wenn Ellie endlich kapieren würde, dass man mit Katzen nicht spielen kann, indem man sie jagt. Geduld ist gefragt, ich weiss … bekanntlich nicht meine stärkste Tugend!

36 Gedanken zu „Ellie’s Wörterbuch

  1. Wir mussten einmal zwei französischen Katern Asyl gewähren weil sie von Paula, einer Schäferhundmischung an der französischen Grenze soll ich sagen aus rassischen Gründen verolgt wurden.
    Jack (Dschadk) und Henry (Ory) waren besonders bei unseren beiden Kindern sehr willkommen, die damals zum Teil auch nicht viel größer waren. Die beiden sind ihr ganzes Leben bei uns geblieben und schnurren gerade zufrieden im Katzenhimmel.

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      • Du hast ja gut aufgepasst – cool! Fakt: Ich wollte einen kleinen Begleiter haben … auf Züchter bin ich gekommen, weil mir gesagt wurde, dass die kleinen Hunde selten im Tierheim sind. Eher die grossen oder sonst schwierigen Tiere. Darüber war ich grundsätzlich nicht glücklich, da ich die letzten 20 Jahre immer Tiere vom Heim hatte – ich bin eigentlich kein Zuchttierfan. Ja, und dann habe ich mir diverse Zuchten angeschaut … manche schön, andere weniger … und mein Herz hat aber nie „hüpf“ gemacht. Und wie der Zufall es so wollte, rief mich das Tierheim an (weil sie wissen, dass ich immer wieder Tiere bei mir aufnehme, die kein Zuhause haben), und sagte, sie hätten eine kleine Wildsau bekommen, die ich mir mal anschauen solle. Und so kam ich zu Ellie! Mir ist bei einem Tier ziemlich egal, was da so für Mischungen drin sind – und wenn ich wählen kann, wird es immer eines aus dem Tierheim sein! 🙂

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      • Ach so, das ist ja toll! Hast mal wieder ein gutes Werk getan. ❤ Es hörte sich bei Deinen früheren Berichten so an, als ob das Dein 1. Hund sein würde. Aber das ist ja alles ganz anders. Großes Lob an die Leute aus dem TH, dass sie Dich angerufen haben. So musste die kleine Maus nicht so lange im Zwinger sitzen. Ist sie ein Abgabehund?

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  2. Soooo schön 😊 schön liebevoll-konsequent bleiben! Hundeerziehung à la der Kiddys früher “ Fatima – Platz“….“Platz – Fatima“….“Plaaaaatz, Fatima“…..Fatima steht derweil in stoischer Ruhe daneben…..bis das Kind dann endlich kapiert hat „Och joa…..willst grad nicht liegen, hm…..joa Fatima“….und dabei Fatima lieb über den Kopp streich…Hündin steht immer noch in stoischer Ruhe da….

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  3. Sie sieht aber wirklich süss aus ! Dann halte uns mal auf dem Laufenden, was so die Erziehungsmassnahmen so machen 😉 oder sind die bereits abgeschlossen ? 😉 jedenfalls macht s ein Hund riesen Spass, oder ?

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    • Es ist anstrengend, aber macht tatsächlich riesigen Spass. Und NEIN, die Massnahmen sind noch lange nicht abgeschlossen, eigentlich haben sie erst begonnen, da die Kleine bisher in ihrem Leben offenbar nicht viel Brauchbares gelernt hat. Es bedarf einiger Korrekturen und vieeeel Geduld, aber es wird. Einfach die Sache mit dem Schlafen ist … mit Verlaub … manchmal tödlich! Sie steht jede halbe Stunde an meinem Bett, scharrt an mir und will spielen. Meine Augenringe werden immer grösser. Sie hat zwar inzwischen kapiert, dass ich sie immer gleich wieder zurück in ihr Bett schicke, aber das hält sie nicht davon ab, kurzum wieder zu probieren….ächtz! Machtkampf der Betonköpfe!!! 🙂

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