Kontaktschwierigkeiten?

Ich weiss vom Hörensagen, dass es Menschen geben soll, die Mühe haben, mit ihren Mitmenschen in Kontakt zu treten. Nicht im Netz – da ist es ja relativ einfach. Nein, im echten Leben. Quasi von Angesicht zu Angesicht, live und in Farbe. Da ich mir das nur schwer vorstellen kann, kenne ich auch dieses Gefühl der Unsicherheit nicht. Im Gegenteil – ich gehöre bekanntlich eher zu jener Spezies, welche immer und überall sofort Kontakt hat. Und dafür bin ich unendlich dankbar.

Seit kurzem habe ich ja nun eine vierbeinige Freundin aus dem Tierheim, mit welcher ich viel in der Natur unterwegs bin. Und deshalb weiss ich eines mit Sicherheit: Wer Kontaktschwierigkeiten hat, und dies gerne ändern möchte, der sollte sich unbedingt einen Hund anschaffen. Es gibt Tage, an welchen ich mit Hund dreimal länger für eine Strecke brauche, als dies ohne Hund der Fall wäre. Warum? Alle wollen den Hund streicheln, mit ihm spielen und mit mir zuerst über den Hund und anschliessend über ihr Leben sprechen. Gut, ich muss dazu sagen, dass es ein knuffiger Hund ist, den alle süss finden. Es wäre daher angebracht, sich für neue Kontakte vielleicht keinen Rottweiler oder Cane Corso anzuschaffen. Da wären dann nämlich die Kontaktschwierigkeiten mit der Grösse des Tieres zu erklären. Je grösser der Hund, umso kleiner die Chance, mit jemandem ins Gespräch zu kommen.

Ich habe letzthin bei einem Spaziergang sogar von einem Ehepaar eine Bettgeschichte erfahren. Also eigentlich war es eher eine Geschichte, welche mit dem Bett zu tun hatte – aber Bettgeschichte klingt halt besser. Die Frau hatte den Arm in einer Verbandsschlaufe und sie erzählte mir, dass sie ein künstliches Schultergelenk bekommen habe. Ihr sei die Schulter vier mal ausgekugelt. Autsch! Der Mann meinte daraufhin total sachlich: „Ja, und wissen sie, wie das gemacht hat? Bei einer Rolle im Bett!“ Ich weiss, dass man fremde Menschen nicht auslachen sollte – aber ich konnte nicht anders. Ich meine, wir waren gerade mal 10 Minuten im Gespräch und er erzählte mir von der Rolle seiner Frau im Bett… Er hat aber auf meinen Lachkrampf hin gemeint: „Komisch, alle reagieren so. Dabei machte sie doch diese Rolle nur, um seitwärts aus dem Bett zu kommen, ohne sich die Schulter wieder auszukugeln. Vergeblich, wie man sieht.“

Ihr seht/lest: Bei Kontaktschwierigkeiten und Problemen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen – ein Hund ist die Lösung! 🙂

28 Gedanken zu „Kontaktschwierigkeiten?

  1. Jo, das kann ich bestätigen. Kam kürzlich zu Fuß vom Baumarkt zurück. Hatte mir da so eine Box beschafft zur Aufnahme meiner vielen Schrauben. Die Box hatte einen Henkel. Also hatte ich selbigen in der Hand und ging nach Hause. An der Ampel meinte die Frau mit Hund neben mir: „Sie haben aber ein niedliches Täschelchen“.
    Da standen wir beide also und lachten schallend.
    Aber wenn ich es mir so recht überlege, dann hatte das eher weniger mit dem Hund zu tun.
    Aber im Ernst: Ein Hund gehört zu den Dingen (wobei ich jetzt nicht damit sagen will, dass ein Hund ein „Ding“ ist), die die Kontaktbarrieren zwischen Menschen verschwinden lassen.
    Dazu gehören auch noch Kinder, Autos und sonstige Sachen, die ein völlig natürlicher Gesprächsgegenstand sein können, und niemand den Verdacht hätte, da wollte jemand in die Privatsphäre eindringen.

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  2. Das kann ich bestätigen, da ich keinen eigenen Hund habe aber regelmäßig mit Bonnie (Hündin von Nachbarn) unterwegs bin.

    Bin ich dann mal alleine im Park schauen manche an mir vorbei uns suche Bonnie mit den Augen bevor sie mich mit fragenden Augen ansehen.

    Von vielen kenn ich auch nur den Namen des Hundes aber nicht des Halters 🙂

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