Die Überraschung des Jahres

Wie man bekanntlich weiss, mag ich eigentlich keine Überraschungen. Das kommt vermutlich daher, dass ich ein Kontrollfreak bin und immer Angst habe, es könnte sich um etwas handeln, was mir total gegen den Strich geht und dann komm ich aus der Nummer nicht mehr raus. Drum haben eigentlich schon lange alle um mich herum aufgegeben, mich überraschen zu wollen. Bis auf gestern – da kam DIE Überraschung des Jahres und die war sowas von gelungen – MEHR GEHT NICHT!

Ich wusste von meinem Boutiqueteam, dass ich mich mit Göttergatte und Hund um 18 Uhr in meinem Geschäft einzufinden hatte. Mehr wusste ich nicht. Und dann kam ein WOW nach dem anderen. Die Guten hatten einen Abend für uns von langer Hand geplant. Aber richtig!

Wir wurden mit einem total schönen Apéro im Geschäft empfangen. Und alle trugen einen Pullover, auf welchem mit Glitzerpailetten „I love my job“ draufgestickt ist. Der Hammer! Ich hab mich so gefreut und wir sassen gemütlich, lachten und verspiesen die feinen Häppchen. Eigentlich dachte ich ja, dass es das nun war. Falsch gedacht! Man hat uns angewiesen, nun die Mäntel wieder anzuziehen, da wir noch ein Haus weitergehen würden. Im Kopf ging ich schnell alle Restaurants durch, die ich mir vorstellen konnte. Totale Blockade! Was nun wohl kommen würde. Die Crew (von welcher sich ein paar Minuten vorher schon zwei abgespaltet hatten um zu rauchen….?) lotste uns aus dem Hinterausgang, einmal um den Gebäudekomplex herum um dann beim Vordereingang des Geschäfts wieder reinzumarschieren…und in unser Geschäfstbüro im Dachstock zu wandern! 🙂

An der Bürotür erwartete uns ein selbstgemaltes Plakat mit der Aufschrift „Ristorante da Cristina“ (da ja mein Geschäft Cristina’s heisst, so wie mein Tochterkind) und die zwei vermeintlich rauchenden Mitarbeiterinnen standen mit Serviceschürzen als Begrüssungskomitee an der Treppe. Meine Güte! Dieser Aufwand. Ich war geplättet – und das braucht doch so einiges bei mir! Aus dem Bürotisch hatten sie eine wunderschön dekorierte Weihnachtstafel gezaubert, drauf standen selbstgemachte Speisekarten und die Bundesordner und das Bürozeug war mit Glitzertüchern abgedeckt. Wir waren auf einmal im Weihnachtszauberwald. So wunderschön. Es wurde alles aufgefahren und alle hatten im Hintergrund seit Tagen gewerkelt und seit Wochen geplant. Jedes aus dem Team hatte einen Part übernommen. Wir wurden über mehrere Gänge bedient mit einem Rundumservice wie im Fünfsternehotel und dazwischen gab es noch eine Showeinlage der Teamchefin, welche den Boutiquealltag in Comedyform zum Besten gab. Ich brauchte beinahe Windeln! Und es war immer noch nicht fertig: Erst wurde mir ein Geschenk in Form eines Kalenders überreicht, welcher mich mit witzigen Fotoimpressionen des Teams durch die nächsten 12 Monate begleiten wird.

Volle Bäuche, strapazierte Lachmuskeln, rundum zufrieden und dann …. fertig? Nein! Es kam noch eine Überraschung. Meine Crew hatte gesammelt und überreichte mir einen symbolischen Check in Übergrösse inklusive dem Bargeld, welches ich für einen guten Zweck nun spenden darf. Jetzt mal ganz im ernst, Leute – welchem Geschäftsinhaber passiert so etwas, nachdem er sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und alles in die Hände seiner Crew gelegt hat? Ich kenne keinen! Nur mich – und darauf bin ich saumässig stolz. Und ich habe mich gefreut wie eine Schneekönigin über den Abend. Mehr geht nicht. Echt nicht! Und damit ihr wisst, wer das alles veranstaltet hat, hänge ich euch noch ein Bild meines Teams an – das sind nämlich die Besten! Dankeschön! 🙂

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20 Gedanken zu „Die Überraschung des Jahres

  1. Manche Chefs kann man echt vergessen, also in der Pfeife rauchen (leider gibt es keine Prüfung, ob Chefs zur Mitarbeiterführung geeignet sind).
    Tja, und dann gibt es noch die Chefs, die ein Naturtalent sind, und alles mitbringen, was man als Chef haben sollte. Und zu denen gehörst du wohl. Wenn Mitarbeiter sogar dann noch, wenn man sich zurückgezogen hat, auf eine SOLCHE Art und Weise DANKE sagen, das ist schöner als so manche Weihnachtsgeschichte. Und wer bei dieser Geschichte kein Tränchen verdrückt, der ist selber schuld oder aber hart gesotten.
    Kannst stolz sein, auf deine Leute und auf dich selber.

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  2. Wie schön wochenlang Geheimnisse zu hegen, darauf hin zu planen um dann so eine rundum gelungene Feier zu organisieren – well done, Cristina’s Crew und well done Modepralinsche, das der Crew offensichtlich eine gute Chefin ist 🙂

    Gefällt 3 Personen

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