Brief an meinen Göttergatten

Mein lieber Göga (diese Abkürzung wurde von einer Bloggerkollegin kreiert!)

Schön, dass es Dich gibt. Noch viel schöner, dass es Dich nach so vielen Jahren immer noch gibt – wer hätte das gedacht? Alle Hochs und Tiefs haben wir bislang zusammen durchgestanden und ich liebe Dich immer noch. Zwar sind die Schmetterlinge im Bauch weg – aber ihnen ist eine vetraute Ruhe und Sicherheit gefolgt. Ich weiss, dass Du da bist, wenn ich Dich brauche. Ich weiss, dass Du mich verstehst, wenn mich sonst keiner zu verstehen scheint. Ich weiss, dass Du meine Launen aushalten und mit mir umgehen kannst, wenn andere schon lange wegrennen würden.
Wir haben uns mal versprochen, zusammen alt zu werden. Dieses Versprechen gilt heutzutage bei vielen offenkundig nicht mehr viel. Aber bislang haben wir es gehalten und sind gemeinsam auf dem Weg zum runzligen Drittel des Lebens. Immer noch zusammen – wer hätte das gedacht? Besonders, weil unsere Interessen nicht selten Meilen auseinanderliegen. Du, der Typ mit dem Motorrad, der den Strand und das Meer liebt, gerne auf den Skiern und anschliessend in der Küche ist oder über den Wolken rumdüst. Ich, die Couchpotatoe, die nichts mit Motorrädern, Strand, Meer oder der Küche anfangen kann und die über den Wolken den Magen verzweifelt in Schach halten muss. Gegensätze scheinen sich anzuziehen…
Du stellst Deine Wünsche oft hinten an – ich weiss das. Und dafür danke ich Dir. Du nimmst Dich oft zu Gunsten der Familie zurück. Das ist einmalig. Und ohne Dich wäre ich schon zig mal verhungert. Du kochst für mich meine Leibspeisen. Du kaufst ein, was wir brauchen. Du flickst, was ich kaputt mache und Du bist mein Fels in der Brandung.
Auch wenn es Tage gibt, an welchen ich Dich ins Pfefferland wünsche – ich würde Dich jederzeit wieder zurückholen.

Danke, dass es Dich gibt!

Fetter Schmatzer

Dani

28 Gedanken zu „Brief an meinen Göttergatten

  1. Dieser Brief hätte auch von mir sein können. Ev. mit Abstrichen, was den letzten Absatz angeht.
    Ein Versprechen, zusammen alt zu werden, und so ein altes Paar zu sein, das Händchen-haltend durch die Fußgängerzone schlendert, das war Inhalt meines Lebens.
    Allein … der Adressat für diesen Brief ….. tja, so ist das Leben manchmal.

    Gefällt 1 Person

  2. Ach wie schööööön! Heul
    Da gibt es momentan einen Song ‚Hallo Lieblingsmensch‘, daran musste ich gerade denken.
    Ich werde mich jetzt sofort hinsetzen und einen Brief an meinen Lieblingsmenschen (seit 29 Jahren) schreiben.
    Danke für die Anregung!
    PS: Meine Kinder sind natürlich auch Lieblingsmenschen, aber wenn man mehrere hat umso besser!!

    Gefällt 2 Personen

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