Brief an mein Tochterkind

Liebes Tochterkind

Am Tag, an dem Du geboren wurdest, hat es geschneit. Das einzig schwarze waren Deine dichten Haare auf Deinem kleinen Kopf. Du warst das knuffigste Wesen auf Erden und ich musste immer Deine langen, schwarzen Haare bestaunen. Und meine Angst, Du könntest mir ebenfalls ein Jahr ohne Schlaf bescheren, war total unbegründet. Du warst das zufriedenste und liebste Baby auf Erden. Sogar zum Trinken musste ich Dich wecken, weil Du sonst sogar das verschlafen hättest.
Und nun hast Du Dich zur selbständigen und taffen jungen Frau entwickelt. Stur und mit unglaublicher Disziplin bist Du Deinem Traum gefolgt und hast Dich nicht davon abbringen lassen. Dafür ziehe ich meinen Hut. Ich weiss nicht, ob ich mit 20 Jahren diese Kraft gehabt hätte. Du hast die Ellbogen ausgefahren und bist in die grosse Stadt gezogen, um Deinen Traum zu leben. So hast Du auch in den letzten 20 Jahren Deine Ziele immer verfolgt – straight on … manchmal ohne Rücksicht auf Verluste. Auch diesmal lagen nicht wenig Steine im Weg – und doch hast Du durchgezogen. Über die Linie Deines grossen Etappenziels hast Du Dich beinahe mit der Zunge unter den Fusssohlen geschleppt … aber aufgeben war für Dich keine Option.

Wir sind uns in vielen Dingen sehr ähnlich – und drum manchmal auch beide so unendlich stur. Ich bin sehr stolz, Deine Mama sein zu dürfen. Und ich bin mir sicher, dass Du weisst, dass Du immer wieder auf die Insel zu Hause kehren kannst, um Kraft zu tanken.

Ich wünsche Dir, dass Dich die Energie nie verlässt, Deinen Weg so zu gehen, wie Du es möchtest.

Ich drücke Dich!

In Liebe

Mam

 

P.S.: Ich wäre dafür, dass man Hamburg geographisch etwas näher zur Schweiz ziehen würde … manchmal bist Du schon arg weit weg, um Dich schnell zu knuddeln…:-(

 

 

27 Gedanken zu „Brief an mein Tochterkind

  1. so schöön …. das von einer stolzen mama zu lesen….
    ich stand heute morgen vor deinen schaufenstern
    und kämpfte mit mir: geh ich rein. bleib ich dusse. was säg i de? u de es huus wiiter zoge mit angerne worte …..
    bi mi ga la abputze vom strübschte…i wett nid grad säge ärgern….. (e nöiii telefonoption world ha ig wöue ga für mi trip zu mim ching zmontreal abschliesse…. ja denkste ohne unterschrift vo mim göga göng nüt….etc etc etc!)
    schwamm drüber…. du kamst mir eben grad in den sinn… canada liegt eben nicht grad näbe solothurn….aber mein nickbüebi mussten wir auch ziehen lassen, ja nun ein sinn und was tolles hst alles im leben… so fliege ich nun nach montreal in den cirque du soleil und kann dort
    meinen sohn (mal 1,850 kg) in die arme schliessen…. nüt vo hei cho ! eine show reiht sich an die andere…. ich werde trotz meiner wiedersehensfreude auch an dich und die „geschichtemithamburg“ dänke
    ganz schöni wiehnachte

    Gefällt 1 Person

    • Dankeschöööön! Wärste mal reingegangen, dort hätte Dich niemand „abputzt“ und einen Kaffee hätts auch gegeben! 🙂 Ohne Verpflichtungen sogar! So ist das bei uns! 🙂 Ja, Kanada liegt auch nicht gerade um die Ecke, das hat was! Ich wünsche Dir viel Spass beim Sohn, geniess jede Minute und häb schöni Feschttäg! Herzgruss! 🙂

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  2. Nicht auszudenken wie es früher war….ohne Internet, Facebook, eMails samt Fotoanhängen….ich schick Dir ein bisschen von meinem Sohny…der fliegt sehr gern 🙂

    P.S. Kann man solche Briefe bei Dir bestellen? ( hüstel )

    Gefällt 2 Personen

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