Das Grauen hat einen Namen: Puppy mills

Puppy mills ist Englisch und würde eins zu eins übersetzt eigentlich Welpe (Puppy) und Mühlen (mills) heissen: Also Welpenmühle – was nichts anderes bedeutet als Massenhundezucht. In den USA eine leider gängige Art, Modehündchen zu Gebärmaschinen zu machen. Leider fehlen in den meisten Staaten die Gesetze dagegen und bekanntlich bestimmt ja die Nachfrage das Angebot. Was bedeutet das also? Ja, richtig: Die Menschen sind derart unterbelichtet, dass sie nach wie vor im Internet und in diffusen Tierhandlungen Welpen bestellen oder kaufen, ohne nachzufragen, ob diese Tiere aus artgerechter Zucht und Haltung stammen. Hauptsache modisch, schnell und günstig!

Habt ihr euch schon einmal im Netz oder in den gängigen Medien über Puppy mills schlau gemacht? Wenn nicht – dringend nachholen. Es ist ein Grauen! Auf kleinstem Raum werden auf Farmen in kleinen Zwingern schon junge Hündinnen zu Gebärmaschinen umfunktioniert. Im Schnitt hat eine zweijährige Hünding bereits dreimal geworfen und ist dementsprechend schwach, ausgemergelt und krank. Zwinger reihen sich an Zwinger und in jedem dieser Gitterkäfige leben rund zwanzig Hunde zusammengepfercht, um dann an Händler weiterverscherbelt zu werden. Kontrollen? Fehlanzeige! Wo eigentlich 100 Hunde erlaubt wären, werden schon mal 400 Tiere gefunden. Und nichts passiert – denn die Menschen bestellen munter weiter ihre Tiere ohne kritischen Blick. Das wichtigste, um einen physisch und psychisch gesunden Welpen zu bekommen, ist nunmal seine Herkunft. Die ersten 10 Wochen sind entscheidend im Bezug auf Prägung und Sozialverhalten eines Hundes. Also sollten nur Welpen aus Familienzuchten vermittelt werden. Dort kann man die Eltern besichtigen, sieht demzufolge auch, wie sich der Welpe in etwa entwickeln wird (optisch und im Charakter) und man sieht auch, in welchem Umfeld der Welpe aufwächst.

Tiere aus Puppy mills kennen nur Gitter, Kälte, Hunger, Stress, Angst und Platzmangel. Ganz abgesehen von mangelnder Hygiene und fehlender Zuneigung. Wie soll also aus einem solchen Tier jemals ein gesunder und freundlicher Familienhund werden? Leider landen genau diese Tiere nicht selten kurz nach dem Kauf entweder auf der Strasse oder im Heim. Und weil der Mensch offenbar nicht lernfähig ist, gibt es nach wie vor unendlich viele solcher Farmen. Würde niemand mehr auf diesem Weg ein Tier erwerben, könnten diese Farmen nicht mehr exisiteren. Die Lösung liegt also auf der Hand – um nicht zu sagen, auf dem Silbertablett vor unserer Nase! Viele dieser Tiere werden dann auch noch in fremde Länder verfrachtet, wo Puppy mills per Gesetz verboten sind. Und ich muss wohl nicht speziell erwähnen, dass viele dieser Tiere die Reise gar nicht überleben.

Also bitte: Augen auf beim Hundekauf! Puppy mills gehören verboten – es gibt genügend andere Tiere, die auf ein Plätzchen warten!

26 Gedanken zu „Das Grauen hat einen Namen: Puppy mills

  1. Unfassbar und schrecklich! Aber das sieht man mal wieder, dass es immer nur um das liebe Geld geht. Moral steht dabei nicht an erster Stelle. Wieder nur ein Beispiel für menschliche Grausamkeiten…

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  2. Offen gesagt, ich muss mir Derartiges nicht ansehen. Ich hatte schon Hund und Katze. Und in jedem Fall kam das Familienmitglied entweder von Freunden oder aus dem Tierheim. Und je mehr Menschen das so machen, und auch noch einen Funken Verantwortung und Hirn am Leib haben, um so weniger kommen die geschilderten Machenschaften zum zug.

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  3. Ekelhaft. Ich fand in den USA diese Zoogeschäfte auch immer ganz schlimm. Welpen in Glaskästen eingepfercht, mit Zeitungsschnipseln als Bodenunterlage.. Ohne Spielzeug, ohne Gefährten.. Ich hätte jedes Mal ausrasten können. Leider haben sie ja sowas da auch in ihren Schaufenstern – wirklich betreten muss man so einen grauenhaften Laden nicht, um sowas sehen zu müssen!! Die bekommen ihren Nachschub garantiert von da..

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  4. Nur grausam!!!
    LEIDER AUCH IN UNGARN RUMÄNIEN…BALKAN. DAS LEICHTE SCHNELLE GELD.
    Diese Menschen sind Ungeziefer, haben kaltes Blut in den Adern und die sollten genau so misshandelt werden wie sie ihre Jungtiere misshandeln.

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    • Würden wir dieses „Ungeziefer“ mit ihren eigenen Mitteln abstrafen, würden wir uns nur selbst auf dieses Niveau herabbegeben und wären alle keinen Deut besser.
      Das muss man trotz aller Emotionalität immer im Hinterkopf behalten.

      Es gibt alternativ viel geistreichere und wirklich ehrbare Möglichkeiten.
      Die geschlossene und vor allem konsequente Ignoranz (ich meine NICHT das Wegschauen!) solcher Märkte könnte diese Praktiken sehr schnell aushungern.

      Leider scheitert es hier an vermeintlichen Bedürfnisansprüchen vieler Mitbürger, die doch wieder durch ihre Nachfrage sabotierend entgegenwirken.

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