Valentinstag

Nun bin ich tatsächlich 48-jährig, und wusste nicht, woher der Valentinstag eigentlich kommt. Bis heute! Und jetzt finde ich ihn noch viel bescheuerter, als vorher. Wisst ihr, woher dieser Tag kommt?

Also: Die Tradition des Valentinstags wird heute zumeist auf die Überlieferung von Bischof Valentin von Rom bzw. Valentin von Terni zurückgeführt, die als christliche Märtyrer starben. Mehrer Orte in Deutschland haben eine Reliquie des heiligen Valentin.
Valentin von Rom soll als einfacher Priester Liebespaare trotz des Verbots durch Kaiser Claudius II. nach christlichem Ritus getraut haben. Dabei soll er den verheirateten Paaren auch Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Die Ehen, die von ihm geschlossen wruden, standen der Überlieferung nach unter einem guten Stern. Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde er am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.

So zumindest erklärt es Wikipedia. Ich dachte ja immer, der Valentinstag wäre von den Blumengeschäften und Confiserien kreiert worden. An diesem Tag werden ja bekanntlich unendlich viele Blumensträusse und Schokoladenherzen verkauft. Für mich eigentlich nichts anderes als eine ziemliche Heuchelei. Ich freue mich definitiv mehr über eine Überraschungsblume, als über eine Valentinsrose, die meistens zwei Tage später den Kopf hängen lässt, weil sie auf den Valentinstag hin hochgezüchtet wurde.

Seit ich nun weiss, dass es sich dabei einmal mehr um ein Relikt aus der Religion handelt, welches erst noch einen fiesen Hintergrund hat, werde ich den Valentinstag definitiv aus meiner Agenda verbannen. Ich taufe ihn um zum „Tag der gestressten Ehemänner“, welche das ganze Jahr hindurch niemals ein Blümchen nach Hause bringen und am Valentinstag total entnervt nach Feierabend noch beim Blumenladen holen, was noch übrig ist. So richtig mit viel Liebe und Hingabe … Ironie lässt grüssen! Hoch leben die komischen Überlieferungen, die vermutlich kaum jemand noch kennt…

17 Gedanken zu „Valentinstag

  1. Ich habe meinem Mann verboten vor Valentinstag ins Blumengeschäft zu gehen. Ich finde solche Blumenkaufzwangstage ganz schrecklich.
    Ich war aber dann zufällig selbst im Blumenladen und habe für eine Nachbarin, die operiert wurde, einen Topf voll gelber Narzissen gekauft..also im Topf mit Erde. Und da entdeckte ich in einem Eimer meine heißgeliebten Freesien und gönnte mir 10 Stück davon. Ich liebe diese Blumen und ihren Duft.
    Als ich zu Hause war mit meiner Blumenbeute kam nur ein „Aha“ und ich erklärte dann, daß der Topf für die Nachbarin sei und die Freesien für ‚uns‘!
    Er hat es akzeptiert. Und bringt mir bestimmt weiterhin einfach mal so zwischendurch ein oder zwei Blümchen nach der Arbeit mit, so wie schon immer.
    Manchmal stecken die auch im Rucksack, den er beim Motorradfahren dabei hat !!

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