Ich war’s nicht…

Habt ihr schon mal mit Menschen über kontroverse Themen diskutiert? Ich gehe davon aus, dass das jeder schon einmal gemacht hat. Und habt ihr dabei auch schon die Erfahrung gemacht, dass gerade bei solchen Themen nie einer dabei ist, der etwas getan hat, was man selber als unpopulär bezeichnen würde. Aufgefallen ist es mir vor allem bei den letzten Abstimmungen in der Schweiz. Die Durchsetzungsinitiative der SVP war wohl DAS Thema der letzten Wochen. Und es gab doch einige Gemeinden, welche die Initiative angenommen haben (obwohl sie gesamthaft bachab geschickt wurde). Ich wohne selber in einer Gemeinde, welche die Initiative angenommen hat – lustigerweise hat aber keiner, mit dem man diskutiert, ein JA in die Urne gelegt. Bis auf drei Ausnahmen. Aber die alleine haben vermutlich das JA auch nicht errungen.

Oder Thema Zalando. Wenn ich – als bekennende Zalandohasserin – mit jemandem über dieses Thema spreche, dann hassen irgendwie alle Zalando. Jeder bekräftigt, dass er NIEMALS bei Zalando bestellen würde, weil ihm doch klar ist, dass Zalando die hiesigen Läden killt. Komisch nur, dass der Bus des Postboten immer voll mit Zalandopaketen ist. Wer die wohl alle immer bestellt? Der Weihnachtsmann? Oder fährt der Postbote womöglich mit lauter selber bestellten Paketen rum …. hmmmm???

Oder ganz witzig sind Frauen wie ich, die sich in den Wechseljahren ein paar Kilo zuviel angefressen haben. Wenn ich mit solchen darüber diskutiere, dass ich einfach zuviel und zu gerne und zur falschen Zeit esse, dann haben sie stattdessen alle Schilddrüsenprobleme. Aha! Diese Krankheit scheint um sich zu greifen!

Wenn ich eine Meinung vertrete, etwas oder jemanden gut oder schlecht finde, dann stehe ich auch dazu. Aber Wasser predigen und Wein trinken – sorry, das geht ja wohl gar nicht! Und schon gar nicht, wenn man erwachsen und schon ziemlich älterlich ist (so 50 und so…). Einfach nur peinlich. Die Wirtschaft macht übrigens auch niemand kaputt – das passiert auch von alleine. Komisches System – ich muss wohl mal Wikipedia fragen, ob es mir helfen kann…

 

77 Gedanken zu „Ich war’s nicht…

  1. Also würden deine wechseljährigen Nachbarinnen, welche ein Schilddrüsenproblem für ihre überzähligen Pfunde vorschieben, in Deutschland leben, könnte man es ja gerade noch so durchgehen lassen.
    Deutschland ist nämlich ein Iodmangelland.
    (zur Kausalitätenkette:
    schwerer Iodmangel-Schilddrüsenunterfunktion-Stoffwechselumsatz reduziert-Gewichtszunahme u.a.)
    In Wahrheit ist das Doppelkinn dann wahrscheinlich auch nur ein Struma (vergebliche Versuche des Gewebes, den Iodmangel-bedingten Hormonmangel auszugleichen) .

    Wie es in der Schweiz aussieht, weiß ich nicht genau. Es könnte aber auch bei euch als Begründung tatsächlich funktionieren. 😉

    Es schrieb:
    Prof. Dr. Dr. Klugscheiß

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    • Es betrifft mehr die süddeutsche Gegend – im Norden ist die See….also dürfte es in der Schweiz ähnlich sein….wobei heutzutage schon in vielen Produkten jodiertes Salz verwendet wird….also….das Schilddrüsen-Argument ist am kippen 😉 herzlichst Frau Dr. psych. / phys Marinsche 😀

      Gefällt 3 Personen

    • Lieber Prof. Dr . Dr. Klugscheiss – wie gut, dass ich mich mit medizinischen Fachbegriffen auskenne, sonst hätte ich jetzt glatt angenommen, sie hätten die Nationalität und Sprache über Nacht geändert. Aber so … alles klar. Und bei uns in der Schweiz gibt es für alle Unklarheiten immer extremst professionelle Ausreden. Ich glaube sogar, dass wir die Liste der Ausreden anführen.
      Herzlichsten Schleimgruss, Prof. Prof. Dr. Dr. h.c. etc. Modeee Parlinééé

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  2. lach…musste sehr schmunzeln bei Deinem Beitrag….und NIEMAND schaut DSDS oder GNTM 🙂 also DSDS schaue ich wirklich nicht aber GNTM schon besonders seit dem eine aus unserer Stadt gewonnen hat und weils einfach unterhaltend ist. Aber sonst schaut das noch niemand…oder ?? Es ist ein Phänomen…absolut.
    Viel schlimmer ist, dieses schleimen bringt einen weiter….leider. Ehrlichkeit und Offenheit, das Herz auf der Zunge tragen, all das ist verpönt, so verhält man sich nicht. In meiner Ausbildung zur Floristin hat mein Chef immer gesagt, den Kunden musst Du Zucker in den Ar…..blasen bis es oben wieder raus kommt…..gott sei Dank hat es es nicht ernst gemeint, aber es wusste anders geht es nicht, die Menschen/Kunden erwarten es. Er musste sein Geschäft aufgeben…..ihm ist der Zucker ausgegangen. 🙂

    Gefällt 2 Personen

  3. Das ist dieses sich dem anderen anpassen wollen. Immer schön konform sein. Sich den anderen gewogen machen.
    Viele haben nicht die Eier zu dem zu stehen, was sie tun.
    Das sind diejenigen, die eifrig nicken, wenn es um Klimaerwärmung geht, und dann, um’s Eck rum, mit dem Nächsten darüber lobhudeln, dass man sich kürzlich einen BMW gekauft hat, weil das nun halt mal das beste Auto überhaupt sei, und dieses Gesülze mit E-Autos sowieso Humbug sei.

    Gefällt 3 Personen

      • Ich denke, das könnte man „schleimen“ nennen oder (man verzeihe mir die rüde Ausdrucksweise) „in den Arsch kriechen“.
        Die einen erreichen ihre Ziele mit Ellbogen, die anderen mit kriechen.
        Man muss sich einen Menschen schon gewogen machen. Wer weiß, wofür man es mal brauchen kann.
        Ich finde es wesentlich angenehmer und für einen selbst wesentlich lebenswerter und positiver, wenn man schlicht und ergreifend zu dem steht, was man wirklich meint. Sich ständig verbiegen bringt einen als Mensch auch keinen mm weiter.

        Gefällt 2 Personen

      • Weißt du, warum so viele hippe Menschen selbst im Hochsommer einen Schal tragen? Um den braunen Hals vom Zucker in den Hintern Blasen zu verdecken.
        😀

        (Ich weiß, das war jetzt ganz unartig von mir. Nicht jeder mit Schal hat etwas zu verbergen. 😉 )

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  4. Genau so wie niemand bei dem grossen Discounter mit dem A einkauft…oder im Gespräch mit Vegetariern GARANTIERT und SPONTAN ein „Wir essen auch nicht viel Fleisch“ kommt…( obwohl der aufmerksame Zuhörer im Vorfeld ständig über Wurst- und Fleischgerichte hört…. )….

    Gefällt 6 Personen

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