Dazu bekannte sich…

…die Terrormiliz Islamischer Staat. Inzwischen wohl der meistgehörte Satz in den Nachrichten … und ich kann ihn nicht mehr hören. Meine Güte: Wieder mussten sinnlos Menschen sterben und unzählige wurden verletzt, weil eben besagte Terrormiliz fand, dass heute mal wieder ein schöner Tag zum Bomben sprengen sei. Ich könnte mich stundenlang übergeben über dieses Elend. Der Terror hat die Welt im Griff und dann soll man den Glauben an das Gute nicht verlieren. Echt Leute, an Tagen wie heute fällt mir das verdammt schwer. Da möchte ich laut schreien und frage mich, was man eigentlich noch machen kann, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, möglicherweise in die Luft zu fliegen.

Ich stelle mir vor, wie sich die Betroffenen und die Hinterbliebenen wohl fühlen müssen. Machtlos steht man diesem Terror gegenüber, hat womöglich seine Liebsten verloren oder bangt um deren Leben. Und dabei sollte man nicht verzweifeln und weiterhin immer schön daran denken, dass diese Extremisten die Ausnahme sind in einem Glauben, der die Welt überrollt. Also ich habe so meine Probleme damit, dabei noch an irgendetwas Gutes zu glauben und als Mama kann ich nur sagen, dass ich aus der Haut fahren würde, wenn eines unserer Kinder mit einem islamisch angehauchten Partner nach Hause käme. Ja, jetzt mache ich ganz bestimmt unzählige wütend, die mir erklären wollen, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann. Mag sein, ist mir inzwischen aber egal. Charlie Hebdo, Paris, Brüssel und und und … es sind immer Ausnahmen. Ausnahmen, welche unzählige unschuldige Menschenleben kosten und die Welt erschüttern. Und dabei sollte man dann noch immer schön tolerant bleiben. Ich bin einfach nur noch sprachlos über soviel Gewalt und wütend über diese hinterlistige Art, die Menschen zu manipulieren. Ich frage mich, ob diese Attentäter am Abend zuvor zusammen an einem Tisch sitzen und bei einem Bierchen darüber diskutieren, wer/wann/wo/wie zuschlagen wird, damit es zeitlich perfekt abgestimmt ist und möglichst viele Opfer gibt. Mir läuft es kalt den Rücken runter und die Nackenhaare stehen mir zu Berge. Und der Satz: Dazu bekannte sich …. löst bei mir jedesmal mehr Wut aus. Sorry, aber ich habe ABSOLUT KEIN VERSTÄNDNIS mehr für alles, was mit dem Islam zu tun hat. Ungerecht? Aber wahr! 😦

32 Gedanken zu „Dazu bekannte sich…

  1. Diese Terroranschläge sind schrecklich und in Gedanken bin ich bei den Opfern und ihren Angehörigen. Seit einiger Zeit beunruhigt mich jedoch die Radikalisierung im Westen gegen den Islam immens: Terrorismus hat nicht die Wurzeln im Islam. Terrorismus gab und gibt es auch in Europa: Die rote Brigade in Italien, die ETA im Baskenland, die RAV in Deutschland – und vergessen wir doch nicht den jahrzehntelangen religiösen Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten in Irland, welcher tausende von Opfern zu verzeichnen hat. Terrorismus ist Scheisse – und neben Krieg das Schlimmste für mich. Aber, liebe Daniela, ich möchte den Spiess umdrehen: Terrorismus entspriesst nicht aus den Wurzeln einer Religion, sondern Religionen werden dafür missbraucht, um Leute dafür zu mobilisieren in Gesellschaften, wo kein Honig fliesst wie hier bei uns in der Schweiz. Das Gleiche gilt m. E. Für Kriege. Die Leidtragenden – selbstverständlich neben den unmittelbar Betroffenen – ist. dann mit Deiner Ansicht jene grosse Masse an Menschen, die nicht mitschwimmen, aber ob pauschalen Verurteilungen gleichwohl die Zeche zu bezahlen haben. In meinem Freundeskreis gibt es Muslime, die nie eine Moschee betreten, so wie ich als Christin nie in die Kiche gehe….!
    Und jetzt bitte nicht wieder damit anfangen, dass wir uns unseren Wohlstand rein mit Arbeit verdient haben! Das ist nur zu einem Teil richtig. Der andere Teil ist uns halt immer etwas unbequem: wir profitieren nämlich von einigen Ländern, deren Bevölkerung immer und immer wieder auf pauschalisierende Weise in unseren Breitengraden verurteilt wird. Unser Profiit erreicht manchmal die Grenze der Ausbeutung, manchmal überschreitet er sie. Das wissen wir doch alle und sollten dementsprechend ehrlich damit umgehen.

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  2. Meine Meinung dazu: Von dieser Seite der Medaille aus gesehen, hast du recht. Und ich bin da bei dir. Erst recht, wenn ich mir all das Leid vorstelle, dass da über die Angehörigen gebracht wird.
    Leider ist es aber auch so, dass es eine andere Seite der Medaille gibt. Die befindet sich in jenen Staaten, aus denen die Attentäter kommen. Und da stellt sich mir die Frage, ob das Leid der Menschen, die dort von unseren Bomben getötet werden, weniger schlimm ist?
    Leid gegen Leid aufzurechnen, Tote gegen Tote, und Bomben gegen Bomben, das hat uns genau dorthin gebracht, wo wir jetzt sind.
    Und wer mal echt hinterfragt, wo die Ursachen liegen, der kommt schnell drauf, dass Attentäter, IS und sonstige Terrororganisationen nicht „einfach so“ entstanden sind, genausowenig wie die meisten Diktaturen in jenen Ländern auch nicht von selbst entstanden sind.
    Und auch dass die westlichen Länder ihre Waffenproduktionen über die Welt verteilen, hat unter anderem die Auswirkung, dass mit diesen Waffen heute die Anschläge bei uns verübt werden.
    Wie ich in meinen Beiträgen schrieb: Gewalt erzeugt nur Gegengewalt.
    Ganz klar müssen die Attentäter zur Strecke gebracht werden, und jene, die dies planen.
    Ob ein Mittel zum Zweck das ist, jene Länder in die Steinzeit zu bomben, wage ich allerdings in Frage zu stellen.

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  3. Ich glaube wir Christen sollten in dem Fall wie man so schön sagt mal ganz fein den Ball flach halten…ich glaube das Christentum hat genug Menschen getötet, gut zu einer Zeit als es noch keine Bomben gab, aber die Menge an getöteter Menschen war sicher nicht geringer und der Grund warum die Menschen getötet wurden damals war ja wohl kein besserer, oder ?. Das bitte im Hinterkopf behalten. Islam ist eine Religion, genau so wie der katholische oder evangelische Glauben usw. Das was Du sagst und das was Du denkst ist genau das was diese Terroristen wollen….Hass sähen. Ich finde das was Karl schreibt, sehr gut. Es ist klar gedacht !!

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  4. Mit deinem Text sagst du mit anderen Worten, dass du der Meinung bist, jeder Mensch der dem Islam angehört sei ein Terrorist oder würde mit ihnen symphatisieren. Das finde ich ganz schön krass. Ich hätte dir mehr zugetraut! Schade!

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      • Du hast gesagt, dass du Menschen mit islamischen Hintergrund ablehnst. Von anderen Religionen war nicht die Rede. Ich persönlich beurteile Menschen nach ihrem individuellem Handeln und nicht danach, ob und welcher Religion sie angehören. Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, es wird allerdings kritisch, wenn Menschen nur aufgrund einer Religionszugehörigkeit verurteilt und ausgeschlossen werden. Jeder sollte in seinem Glauben frei sein, solange er anderen Menschen nicht schadet. Attentäter, egal welche, kann ich übrigens auch nicht akzeptieren und genauso wenig verstehen, wie du.

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      • ICH möchte einfach mit dem Islam nichts zu tun haben … das kannst Du interpretieren, wie Du möchtest. Ich möchte auch mit dem Papst nichts zu tun haben, oder mit Merkel, oder mit mit mit…. verstehst Du, was ich meine?

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  5. Nulltoleranz und Bekämpfung aller radikalisierten Elemente. ABER absolute Toleranz gegenüber der Religion an sich (so sehr ich Religion nicht mag). Wieso? Weil das verbieten und ausgrenzen moderater Menschen nur zu noch mehr Extremisten führt.

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  6. Nein, es ist nicht DER Islam, den gibt es nämlich nicht. Und selbstverständlich sind mindestens 99% der Muslime, zumindest der deutschen und vermutlich auch der europäischen keine Terroristen oder heißen diese Anschläge auch nur gut. Und mit Verlaub, die Ablehnung eines muslimischen Partners wäre kindisch.

    Aber es gibt ein Problem mit dem Islam: Die konservativen islamischen Verbände Europas. (mit den erzkonservativen Christen bzw. deren Organisationen gibt es übrigens auch eines). Und darüber darf und muss man diskutieren tabufrei, aber auch vorurteilsfrei.

    Ich habe heute dazu eine, wie ich meine, recht kluge Kolumne gelesen:
    http://diekolumnisten.de/2016/03/22/die-immer-gleichen-bilder/

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      • Wir leben in einem Städtchen mit dem (zumindest vor Jahren noch) angeblich höchsten „Ausländer“anteil (genauer eigentlich Migranten) in Deutschland, zum allergrößten Teil türkischer Herkunft, und zum zum allergößten Teil muslimischen Glaubens. Das Zusammenleben mit denen oft in dritter Generation hier lebenden Muslimen ist völlig unspektakulär und in aller Regel unproblematisch, es gibt viele Partnerschaften und Ehen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergund. Und natürlich gibt es auch muslimische Kriminelle, genauso, wie es kriminelle Christen und Atheisten gibt. Das Spektrum der Muslime reicht von völlig säkular bis extrem fromm, genauso wie das der Christen am Ort.

        Als Besonderheit haben wir noch eine Waldensergemeinde in zwei der vier Ortsteile, die auf Flüchtlinge – verfolgten Immigranten aus dem Piemont – zurückgeht, die auf Einladung eines Landesfürsten 1699 hierher kamen und am 17. Februar 1848 ihre vollen bürgerlichen Rechte erhielten. ich selbst habe vermutlich einen kleinen Anteil Hugenottenblut in mir. Ebenfalls Flüchtlinge, die damals in Nordhessen aufgenommen wurden.

        Eine Partnerschaft meiner Tochter würde ich zunächst mal als solche akzeptieren, die ist erwachsen, und es ist ihre Sache. Ich muss nicht jeden Partner meiner Tochter lieben, das betrifft aber Menschen jeglicher Herkunft, auch Biodeutscher. Auch unter denen gibt es liebenswürdige Exemplare und Idioten. Klarkommen muss in erster Linie sie selbst mit ihnen und erst in zweiter Linie ich als Vater. Wenn letzteres klappt, erleichtert das natürlich einiges, aber garantieren kann das niemand. Ablehnung würde im übrigen nichts bringen, weil das ja im Endeffekt nicht ändert und allenfalls zu Verhärtungen führen würde.

        Nichts desto Trotz mauss man natürlich diskutieren und beobachten, was in deutschen Moscheegemeinden stattfindet. und natürlich darf man kritisieren, wenn in einzelnen Gemeinden und auf deren Web- und Facebookseiten Salafisten und deren Gedankengut verbreitet werden. Und den Muslimen untereinander ist ebenfalls eine Diskussion über die Zeitgemäßheit eines in vielen Fällen extrem konservativen Islam in einer westlichen Gesellschaft zu empfehlen. Denn eines muss kalr sein: Wir haben hier eine Rechtsordnung, die per Grundgesetzt bestimmte Dinge garantiert, wie Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Diskriminierungsverbot für alle und eben insbesondere auch für Geschlecht, Herkunft und sexueller Präferenz. DAS muss respektiert werden, immer und ohne Ausnahme.

        Dass solche Diskussionsprozesse und die daraus zu ziehenden Konsequenzen bei religiösen Fragen SEHR lange dauern können, demonstriert uns nicht zletzt die Geschichte der katholischen (und anderer) Kirchen. Da herrscht sicher Handlungsbedarf, und das darf sich – bei Muslimen und auch in den Kirchen – nicht wie bisher über Jahrhunderte hinziehen.

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