Dämliche App

Der Göttergatte ist der Sammler der App’s auf seinem Mobilephone. Er macht das unglaublich gerne und freut sich immer, wenn er mal wieder was Neues zum veräppeln (neu kreiertes Wort von mir) hat. Leider wurde er von der App unserer Schweizerischen Bundesbahnen (kurz SBB) diesmal selber veräppelt. Und ich gleich mit. Er hat nämlich unsere Zugtickets via App auf sein Mobile bestellt und diese personalisiert auf den terminierten Zug gebucht (so ist es drum günstiger). Alles prima, wenn die App uns auch den richtigen Zug angezeigt hätte. Zielort und Abfahrtszeit stimmten nämlich nicht überein.

Wir standen also wie die Esel am Berg beim Gleis und bemerkten, dass besagter Zug uns definitiv nicht dorthin bringen würde, wo wir das gerne hätten. Also alles zurück auf Anfang und – an der altbewährten Abfahrtstafel lesen gehen, wann und wo der richtige Zug zum Zielbahnhof fahren würde. Wäre alles kein Problem gewesen – wenn wir nun nicht deshalb eine Stunde am Flughafen auf den richtigen Zug hätten warten müssen. Ich war sauer, der Göttergatte genervt und die Stimmung nicht gerade erbaulich. Ich gehöre zu jener Sorte Menschen, die – einmal auf heimischem Boden gelandet – so schnell wie möglich nach Hause wollen. Das funktionierte nun also nicht. Und was macht eine grantige Frau, wenn sie sich wegen einer dämlichen App eine Stunde am Flughafen um die Ohren schlagen muss? Sie geht Frusthopping machen. Der Göttergatte setzt sich derweil in ein Cafe und grummelt vor sich hin.

Und was lernen wir daraus? Nicht alles, was App ist, wird unterm Strich günstiger. Das Frustshoppingmaterial hat den normalen Ticketpreis locker getoppt. Das nächste mal also wieder mit dem alt bewährten Zugticket und dem Fahrplan.

N.B.: Der letztlich „richtige“ Zug ist übrigens auf dem Weg nach Hause im Nirgendwo stehengeblieben (wenns schon Scheisse läuft, dann aber richtig) – wegen eines voranfahrenden Zuges, der steckengeblieben ist. Also kam noch eine saftige Verspätung obendrauf, weil wir zurück in den nächstgelegenen Bahnhof geschleppt werden mussten und dort die Reise neu beginnen durften….:-(

48 Gedanken zu „Dämliche App

  1. Man könnte jetzt auch sagen: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil 😉 😉
    Das soll es nämlich geben, dass verschiedene Züge zur gleichen Zeit fahren, aber zu verschiedenen Zielen.
    Die Schuld bei der App zu suchen, wäre jetzt etwas verwegen!
    Die Ursache ist, wie so oft, der Mensch: Einfach blind einem Programm vertrauen …..

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  2. Ihr zieht solch einen Kram aber auch sowas von an…..komisch…..ich habe schon gute Erfahrungen damit gemacht….hüben wie drüben 🙂

    „Veräppeln“ ist allerdings, zumindest in Deutschland, ein seit ewigen Zeiten gängiges Wort und in aller Munde 😉 wo hingegen das EiPhone eine moderne Wortschöpfung ist…genau so wie „Wenn man dir ein iCloud musst du dir eins Lion“… ( bei beiden Verfasser unbekannt ) …hahahahaaaaaa…..BRÜLLER!!!

    Gefällt 2 Personen

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