Flexitarier

Auf dem Spaziergang bin ich letzthin einer Rinderherde begegnet. Also Mama Rind mit Papa Rind und eine Menge Kleiner dazu. Und die sind – zu meinem grossen Erstaunen – alle angerannt gekommt und haben mich kritisch beäugt. Interssiert, lieb und mit wunderschönen Kulleraugen und ellenlangen Wimpern haben die schönen Tiere mich angeschaut und ich habe mich gefragt, ob das jene hüschen Tierchen sind, die ich auf meinem Teller habe, wenn ich ein Steak bestelle. Ou weia! Dann esse ich also diese Wesen mit den unfassbar schönen Blicken? Ich hatte das komische Gefühl, mich bei den hübschen Tieren mal kurz entschuldigen zu müssen. Und dann habe ich mir aber schon wieder schöngeredet, dass – wenn ich sie nicht esse – es ja jemand anderer tut. Nützt ihnen also auch nichts.

Ja, und so kam es, dass ich auf dem Restspaziergang überlegt habe, ob ich nun Vegetarierin werden sollte. Und dabei bin ich zum Schluss gekommen, dass sich dadurch eigentlich auf meinem Speiseplan gar nicht viel ändern würde. Ich esse nämlich äusserst selten Fleisch. Keine Ahnung wieso, aber es ist eben so. Wenn ich Fleisch esse, dann in der Regel im Restaurant und dafür aber auch gleich ein Steak. Oder aber das geliebte Fondue Chinoise an Weihnachten. Ansonsten kann ich aber sehr gut auf Fleisch verzichten. In der Regel steht Fleisch bei uns nicht mal auf dem Einkaufszettel – wir sind wohl die typische Pasta- und Pizzafamilie.

Inzwischen weiss ich auch, dass man das Flexitarier nennt. Also sowas, wie flexible Vegetarier – meistens ohne, aber manchmal eben auch mal mit Fleisch! Und das finde ich eigentlich ganz okay. Obwohl ich mir beim Rinderfilet die Kulleraugen der schönen Tiere nicht unbedingt gerade ins Gedächtnis rufen muss … sonst bestelle ich nämlich gleich eine Pizza!

11 Gedanken zu „Flexitarier

  1. Bei mir hat es auch so angefangen 😉
    Als ich noch Fleisch gegessen habe (ist schon laaaaaaange her ☺️) und ich Fleisch kaufen wollte, sah ich plötzlich das Tier vor mir. Ich konnte nicht anders, als das Fleisch wieder zurückzulegen.
    Leider sehen das viel zu wenig Menschen so. Ein Stück Fleisch ist ein „anonymes Lebensmittel“ . Sie sehen nicht das Tier, welches oft ein trauriges Leben hatte und voller Angst zusehen muss, wie sein Artgenosse vor ihm getötet wird, bis es dann selber an die Reihe kommt 😥
    Ich finde es aber schön, dass sich immer mehr Menschen Gedanken darüber machen.
    Ich persönlich liebe alle Tiere und differenziere auch nicht zwischen Hund, Katze, Kälbchen, Pferd, Schwein oder welches ‚Nutz“tier auch immer. Ich finde, sie alle haben das selbe Recht auf Leben wie wir Menschen 💖

    Gefällt 1 Person

  2. Ich bezeichne mich auch als Flexi! Und ich esse sehr wenig Fleisch, weil ich es von allein gar nicht erst kaufe. Bei Besuchen oder im Restaurant kommt Fleisch dann manchmal schon noch vor…. Freut mich gerade sehr, dass ich nicht die Einzig bin 😉

    Gefällt 1 Person

  3. Wir essen auch eher selten Fleisch und wenn, dann nur vom Biometzger, bei dem die Herkunft der Tiere klar ist und die aus einer artgerechten Haltung kommen. Denn das schlimmste ist meiner Meinung nach die Massentierhaltung und -Schlachtung, die ohne jeglichen Respekt vor dem Leben abläuft. Und wenn man die Preise beim Metzger sieht – die auch absolut gerechtfertigt sind – dann ist klar, dass es das nicht jeden Tag geben kann.
    Und so viele Kulleraugen möchte ich ja auch nicht auf dem Gewissen haben 😉

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s