Weltuntergang…

…oder so! In etwa so hat es sich nämlich angefühlt, als es in unserem Hamburger Zuhause zum Supergau kam. Wir waren volle 28 Stunden ohne Internet- und TV-Empfang. Könnt ihr euch sowas vorstellen? Ich dachte ja erst, dass das kein Problem wäre. Weit gefehlt. Als bekennender Blogjunkie und Chillout-Fernsehentspannerin kam ich mir total amputiert vor. Irgendwie fühlte ich mich wie ein Tiger im Käfig. Wie krank ist das denn? Hilfe, ich bin süchtig! Abhänig von der modernen Technik. Das darf doch nicht wahr sein.

Das beste war aber, dass wir die 24-Stunden-Hotline anriefen, um uns Hilfe zu holen. Und dort erklärte man uns, dass wir bitte am Morgen darauf nochmal anrufen sollten, weil sie abends nichts mehr für uns tun könnten. Aha – das sind also die hanseatischen 24 Stunden. Tags darauf bekamen wir dann auf unsere Frage hin, wann uns nun geholfen werde, folgende Auskunft: „Zwischen 14 und 17 Uhr wird ein Techniker bei Ihnen eintreffen – stellen sie sicher, dass jemand zu Hause ist.“

Das haben wir so zur Kenntnis genommen und unsere Tagesplanung also entsprechend gemacht. Um 12.00 Uhr hat es geklingelt, und der Herr Internet- und Fernsehtechnik stand vor der Tür. Aha – also auch hanseatisches Zeitverständnis.

Nun ja, wenigstens konnte uns geholfen werden. Und sowohl Internet als auch die Fernsehgeräte laufen wieder. Also eigentlich die moderne Essenz des Lebens ist wieder hergestellt. Schrecklich, wenn man auf einmal wie ein Fisch auf dem Trockenen liegt und gar nicht mehr so recht weiss, was man mit sich anstellen soll.  Das Tochterkind meinte ganz trocken: „Ich befürchte, dass wir uns nun unterhalten müssen…!“ Der Satz des Jahres!

Lesen – Fehlanzeige….Internet läuft ja nicht. Schreiben – möglich, aber nur Offline. Glotzen – unmöglich, was vor dem Einschlafen im Bett irgendwie doch ein MUSS ist.

Wer von euch kann von sich behaupten, komplett ohne all diese Dinge gut leben zu können? Also ich weiss nun, dass es ziemlich schwierig ist!

43 Gedanken zu „Weltuntergang…

  1. Nun, das hat nichts mit hanseatischem Zeitverständnis zu tun – das ist die Deutsche Telekom. Überall von der Küste bis zum Alpenrand gleich lose mit der Uhrzeit.
    Ansonsten: Ohne Internet ist im Urlaub schön, sonst eher unpraktisch.

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  2. Mal abgesehen davon, dass es mir genauso ginge, und ich mich frage, warum das früher ging, als es noch kein Netz gab (und offen gesagt bin ich heute zu müde, um mir darüber tiefschürfende Gedanken zu machen) ……
    Jedenfalls könnte man doch, á la „autofreier Tag“, jeder für sich, einen netzfreien Tag einführen. Z.B. den Freitag. Geht bestimmt! EIN Tag ließe sich ganz bestimmt mit allerlei füllen. Und aus diesem einen Tag könnte man dann ja ZWEI Tag machen, wenn man sich mal dran gewöhnt hat. Würde also heißen ….. einen oder aber zwei Tage ohne Smartphone, ohne PC, ohne Tablet etc etc. NUR manuell leben.
    Damit wäre ca. 30% unserer Zeit offline.

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  3. Also wir fahren im Juli mit der ganzen Familie, Freunden und Hunden in die Toskana.
    Insgesamt 10 Personen und 3 Hunde.
    Und in diesem Haus und in dem Ort, wo wir Ferien machen, gibt es kein WLAN!! Nichts. Kein bisschen online. Einen Fernseher haben wir dort auch nicht…
    Wir sind Personen von 18 – 60 Jahren.. Und bis jetzt ist noch niemand in Panik ausgebrochen.
    Ich freu mich richtig drauf. Die wichtigsten Menschen sind ja eh dabei. Das einzige, woran ich mich zu fest gewöhnt hab ist googeln. Wenn ich was nicht weiss, gebe ich es in mein Handy ein und mein Handy sagt mir die Antwort. Google ist mein Freund!! Aber bei 10 Personen zwischen 18 und 60 Jahren, wir ja wohl jemand dabei sein, der die Antwort kennt…

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  4. ich hab‘ schon ein mulmiges gefühl, wenn ich ein paar tage offline bin. das passiert immer mal wieder, vor allem, wenn ich nach hause fahre, da gibt es dann nur e-mails aus dem handy. meistens gewöhne ich mich noch während der fahrt an die geschenkte zeit und schalte selbst mal ab oder denke mir was. lesen tue ich nach wie vor aus büchern, fern sehe ich nie, und der rest kann warten. geht eigentlich ganz gut. und wenn ich zurück bin, ist es auch wieder richtig schön, vor dem bildschirm zu hocken.

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  5. MON DIEU! Quelle catastrophe!!! Ich würde dann als Plan B das Handy aus dem Wlan nehmen und den Hotspot für das iPad nutzen….und zur Not Blog und andere wichtige Dinge nur mit dem Handy erledigen, als TV Ersatz wären dann vermutlich Hörbücher dran….und alle Hebel ( penetrant und nachdrücklich! ) in Bewegung setzen ( lassen ) das alles wieder funktioniert….

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  6. Ich kann es. Es ist (im ersten Augenblick) nicht toll, aber es geht. Wenn ich dazu gezwungen bin, geniesse ich es sogar. Und sehe, wie viel Zeit mir geschenkt ist. Sollte viel mehr passieren 😉

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