Es spricht vieles dafür…

…dass der Täter lebenslänglich hinter Gitter kommt. Das ist die Aussage des Staatsanwaltes, der sich um den Fall des gefassten Vierfachmörders von Rupperswil (Schweiz) kümmert. Und ich schlucke dreimal leer und lese es noch einmal. Es spricht vieles dafür? Heisst das, dass auch etwas dagegen sprechen könnte? Wir sprechen hier von einer Bestie, welche sich an einem Jungen sexuell vergeht, diesen dann ermordet, dessen Mutter, dessen Bruder und dazu noch die Freundin des Bruders ermordet. Und dann stellen sich bei mir die Nackenhaare auf und ich frage mich: Was zum Teufel sollte dagegen sprechen, ein solches Monster lebenslang hinter Gitter zu sperren? Für mich gäbe es nur einen einzigen Grund, es nicht zu tun: Die Todesstrafe! Und jetzt können alle „Menschenschützer“ (gibt es das überhaupt) entsetzen und sich darüber aufregen, dass ich hier sowas schreibe.

Ja, ich bin für die Todesstrafe. Gerade in Fällen wie diesen, wo alles glasklar auf dem Tisch liegt, sollen wir jahrelang mit unseren Steuergeldern eine solche Bestie durchfüttern? Wozu? Und nun kommen bestimmt alle Psychologen und Psychiater und argumentieren mit ihren klugen Therapien und Gutachten und all dem Mist, der schon so manch unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat. Mal kurz auf Urlaub und wieder eine Leiche hinterlassen – diesmal nicht!!

Ich frage mich, was für ein Mensch man sein muss, wenn man die Stärke hat, mit einem solchen Monster in Therapiesitzungen zu arbeiten? Bei mir käme nichts ausser Abscheu, Würgreflex, Hass und das dringende Bedürfnis, diesen Abschaum mit Betonschuhen in einen Fluss zu werfen. Jene, die darüber fachsimpeln, was beim menschlichen Gehirn mit Therapien und Resozialisierung und blablabla alles möglich ist – ja, jene vergessen wohl, dass da noch Angehörige und Freunde der Opfer sind, die das alles mitbekommen. Hätte mir jemand die ganze Familie auf so üble Art genommen, ich würde jedem, der da von Resozialisierung sprechen würde, mehr als nur an die Gurgel springen.

Ja, ich würde Gleiches mit Gleichem vergelten und es wäre mir sowas von egal, ob das nun ethisch und moralisch korrekt ist. Weg damit – und zwar für immer! Ich wünsche den Hinterbliebenen der Opfer von Rupperswil, dass die Tatsache, dass der Täter nun gefasst ist und somit ein Gesicht bekommt, beim Verarbeiten dieses unvorstellbaren Traumas hilft.

40 Gedanken zu „Es spricht vieles dafür…

  1. Es heißt ja immer, wenn man so einen Monstermenschen tötet oder es zumindest wollen oder gut heißen würde, ist man nicht besser als er.
    Aber solche Menschen die wir als Steuerzahler durchfüttern und vielleicht darauf hoffen, daß er nach was weiß ich wie vielen Jahren sich noch einmal in die Gesellschaft einfügt..ohne noch jemanden zu ermorden, also dafür habe ich auch kein Verständnis.
    Natürlich gibt und gab es Fehlurteile, aber in dem Fall ist ja wohl alles klar.
    Und das Geleiere über z.B. eine ’schwere Kindheit‘ kann ich nicht mehr hören von den Psychologen.
    Er hat einfach kein Recht mehr auf ein weiteres Leben..PUNKT

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  2. Schon allein die Vorstellung was die vier Opfer für eine Qual durchstehen müssten, bevor dieser Psycho sie abgeschlachtet hat. Eine Mutter die zusehen muss wie ihr Sohn sexuell missbraucht wird und dann die Kehle durchgeschnitten wird. Ja da fällt es mir aber sehr sehr schwer nach Täters ev. leid in seiner Jugend zu suchen, der sollte die selben psychischen qualen durchstehn, ich Plätze fast vor Wut.👿👿👿😡😡😡

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  3. Ich bin ganz deiner meinung daniela !
    Da ich mit diesem verbrechen eine herzensgute , tolle und liebe kollegin verloren habe . Wir haben viele jahre zusammen im selben geschäft gearbeitet. Ihre kleine familie war so fröhlich und aufgestellt !
    Sie sind mmer n nach 5 monaten , jeden tag in meinen gedanken . Jetzt umso mehr ….

    Es ist einfach unfassbar und es macht mich wütend über unsere gestörte welt !!!!!!

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    • Danke für diese Zeilen, liebe Edith! Und ich hoffe, dass alle Haderer das nun lesen – eine direkt Betroffene spricht. Jemand, der bei genau diesem Delikt einen lieben Menschen verloren hat. Und nun soll mir noch einer sagen, dass die Betroffenen das verstehen würden. Oder dass es emotionaler Blödsinn sei, wenn man sich gegen ein Kuschelsystem wehrt! Nee, Leute – mir tun die Angehörigen unendlich leid und es gilt auch keine Unschuldsvermutung mehr – der Täter ist geständig. Weg damit! Danke, liebe Edith! 🙂

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  4. Keine Todesstrafe. Weil es nicht in unserer Hand liegt, andere zur Vernichtung zu verurteilen. Weil wir nie wirklich wissen, was war. Weil wir auch in Situationen kommen könnten, die wir uns so gar nicht vorstellen, weil jeder Mensch das Recht auf Reue hat. Weil es schlimm genug ist, als Mörder/in das Leben zu beenden. Weil es zu schnell die Falschen treffen könnte und noch nie einer wieder lebendig gemacht wurde nach einem Fehlurteil. Weil wir uns mit „dem Bösen“ anders auseinander zu setzen haben, als einfach „Kopf ab“. Nee, Todesstrafe niemals!

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  5. Du bist mein Sprachrohr! Danke!
    Therapien, Gutachten, Sozpäds, Gelder bis zum Abwinken für den Täter! !
    …..und wo bleiben die Opfer, hier die Angehörigen, wer sorgt sich um deren Psyche , Verarbeitung, Begleitung Alltagsbewältigung, Zukunft?
    Unser Justizsystem stellt immer den Täter in den Betreuungssessel! Er wird zum Held der Presse und Mittelpunkt.
    Für Psychopaten super!
    Ich sag nur eins, weg damit und sorgt euch um die Opfer!

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  6. Danke du dann hätte ich auch die Todesstrafe bekommen. Es waren sich haufenweise Fachleute einig dass ich meinem Kind kein Essen gegeben hatte. Yeah!

    Zu den Therapiesitzungen: wenn dir der Typ erzählt, was er in der Kindheit alles erlebt hat dann wirst sogar Du ein klein wenig Mitleid mit ihm haben.

    Ich bin strikt gegen die Todesstrafe. Urlaub und noch eine Leiche finde ich auch nicht in Ordnung. Man fragt sich dann aber: da scheint nicht nur der Urlauber gefährlich zu sein sondern auch die die in raus lassen. WtF?!?!

    Schutz steht an erster Stelle aber dafür brauchst du denn Tod nicht.

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  7. Auch wenn ich viel Gewalt erlebte und wichtige Menschen durch Gewalt verloren habe, bin ich gegen die Todesstrafe.
    Ich halte es für unlogisch zu sagen: Töten ist falsch! und dann aber auch einen Menschen zu töten. Es macht auch nichts wieder gut oder ungeschehen. Die Menschenrechte sollten für alle gelten. Wenn man anfängt irgendwo Ausnahmen zu machen..wer weiß wo das endet.
    Außerdem kam es ja auch schon des öfteren zu Fehlurteilen. Es ist schon schlimm wenn Leute Jahre ihres Lebens unschuldig im Gefängnis saßen, aber wenn sie tot sind, sind sie tot.

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      • Für mich bleiben diese Menschen weiterhin Menschen, auch wenn sie sich vielleicht wie Bestien verhalten haben. Im übrigen ist das etwas, was mir damals als Kind geholfen hat zu überleben!! Meine Täter sagten mir immer, ich hätte all das verdient und mit meinem Verhalten provoziert. Als mir klar wurde, dass man aber nichteinmal Mördern so etwas antun darf, wuchs in mir das Bewusstsein, dass das Unrecht ist, was mir passiert und ich mir Hilfe suchen darf.
        Ich heiße solche Taten ganz bestimmt nicht gut. Früher ging es mir wie dir und ich wollte sie alle tot sehen, gerade wegen meiner persönlichen Betroffenheit.
        Aber heute kann ich nicht mehr so darüber denken.
        Über Resozialisierung kann man sich streiten. Ich habe da in vielen Fällen auch meine Zweifel, ob sowas gut gehen kann. Generell bin ich also durchaus für eine Verschärfung des Strafrechts und vor allem für dessen konsequente Anwendung.
        Aber die Todesstrafe oder auch Dinge wie die Anwendung von Folter, werden für mich immer etwas sein, was ich aus tiefster Überzeugung ablehne.

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  8. Er hatte wohl ne schlechte Kindheit.
    Nein, wir müssen für alles und Jeden Verständnis haben. So wäre es wohl richtig. Mir ist diese Geduld und Toleranz inzwischen abgegangen. In den USA geht man inzwischen nach den dritten Ladendiebstahl lebenslang in KNAST. Warum wohl ?
    Die Menschen machen was sie wollen, mit wem sie wollen.

    Ich töte einen, so gehe ich auch von dieser Welt.Basta.
    Auge um Auge.

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