Mistviecher

Die Schweiz erlebt in den letzten Wochen wohl den nassesten Sommer seit gefühlt 100 Jahren. Machmal habe ich das Gefühl, dass jene, die mit gebräunter Haut rumrennen, eigentlich am Rosten sind. Sonnenbräune kann es kaum sein…

Alle leiden – die Menschen, viele Tiere, viele der Pflanzen und die Bauern bangen um die Ernten. Nur ein oberfieses Mistviech scheint mit jedem Klima klarzukommen: Die ZECKE. Ist es heiss, interessiert es die Zecke nicht. Ist es kalt, scheint es sie auch nicht zu interessieren und wenn die ganze Welt ertrinkt, so schwimmt die Zecke munter obendrauf und beisst sich weiter durch die Tier- und Menschenwelt. Gibt es eigentlich nichts, was diesen Viechern den Garaus macht?

Ich habe mir erklären lassen, dass in der Natur der einzige natürliche Feind der Zecke eigentlich die grosse Waldameise ist. Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich schon seit Jahren nirgends mehr einen richtig grossen Ameisenhaufen gesichtet habe – obwohl ich mit meiner Hündin viel durch die Gegend streife. Offenbar haben die Menschen viele dieser Ameisenhaufen in die Luft gesprengt, weil sie sich gestört gefühlt haben. Und nun hat die Zecke noch ein einfacheres Spiel, um uns das Leben zu vermiesen.

Klar, wir reden da von einem winzigen Spinnentierchen, welches nicht mal die Grösse einen Nadelkopfes hat. Aber seine Wirkung kann – wenn es sich einmal festgebissen hat – fatal sein. Trägt es Borrelien in sich, löst es die Krankheit Borreliose aus, welches den Betroffenen das Leben zur Hölle machen kann. Ist das Tier Träger des FSME-Virus, welches die Hirnhautentzüngung auslöst, so kann dies im Extremfall sogar tödlich enden. Man stelle sich nur vor, dass ein minimalster Winzling uns einfach so töten könnte. Unschöne Vorstellung.

Aktuell sind diese Minispinnenviecher derart aktiv, dass man den Hund und die Katzen mit allen Mitteln schützen und danach absuchen muss, weil die Wahrscheinlichkeit des Befalls wohl selten grösser war, als in diesem Jahr. Und dass wir zu allem Überfluss auch noch in einem der gefährlichsten Zeckengebiete der Schweiz leben (mit den meisten „giftigen“ Zecken), macht die Sache auch nicht gerade sympathisch. Könnten die Viecher bitte alle ersaufen!? Da stelle ich den Tierschutz für einmal kurz auf OFF!

13 Gedanken zu „Mistviecher

  1. Alles spielt i-wie verrückt. Angefangen hat es mit einem Winter, der keiner war. Aber eigentlich hat es schon vor vielen Jahren angefangen, nur hat es keiner gemerkt. Und immer noch gibt es viele Menschen, die meinen, die ganzen Absonderlichkeiten, die man jetzt in der Natur feststellt, die habe es ja immer schon gegeben.

    Gefällt 1 Person

  2. Während der Überschrifts- und Einleitungsphase dachte ich zunächst, es würde um Mücken gehen.

    Doch die stattdessen auf die Bühne tretende Zecke tat der Sache keinen wirklichen Abbruch, schließlich nehmen sich die beiden Mistviehcher nicht viel in ihrer allgemeinen Beliebtheit.

    Wer diese Dinger erfunden hat, gehört geteert und gefedert. Eindeutig.

    Gefällt 1 Person

  3. unterschreibe ich……egal was ich auf meinen Aussie drauf schmiere oder tröpfel oder oder….wir haben mindestens 3 Zecken am Tag, dank des langen Fells finden wir die erst wenn sie schon fest gesaugt sind oder finden sie voll in Wohnung, sehr ekelig. Er hat schon eine Borreliose…mehr brauche ich nicht. Von mir aus, bruacht es die Viecher nicht…Waldameisen finde ich toll, aber Du hast Recht, sehen tut man die kaum noch, leider. Wir haben aber auch super viele Zecken auf unserem Rasen….vielleicht sollte ich mal einen Ameisenhügel einrichten 🙂
    Gruss Katinka

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s