Scheisslaune-Tag

Kennt ihr sie auch, diese Tage? Jene, an welchen man von morgens bis abends nur einmal denkt: „Warum zum Geier bin ich heute nur aufgestanden?“ Heute war für mich ein solcher Tag – und ich bin froh, dass er nun so langsam rum ist.

Geweckt wurde ich zuerst von klein Ellie (wuff), welche um halb sieben fand, dass eine Runde toben doch ganz cool wäre. Und als ich die kleine Motte endlich vom Gegenteil überzeugt hatte, fiel ich in einen Traumschlaf, in welchem mich in unserem Garten eine Rieseneidechse gebissen hat. Morgens wieder einzuschlafen ist bei mir meistens eine schlechte Idee – da träume ich immer den allergrössten Mist zusammen!

Beim Aufstehen war mir nach einer Minute klar, dass das Hämmern in meinem Kopf definitiv nicht ein Traum war. Und beim Öffnen des Fensters kam keine frische Luft ins Zimmer. Vielmehr stand ich vor einer Wand wie im tropischen Regenwald. Ich mag dieses feuchtwarme Klima nicht. Man könnte die Luft mit der Schere durchschneiden und nach dem Duschen ist man gleich wieder so klebrig, dass man es auch gleich lassen könnte.

Die Tatsache, dass ich meine kleine Hündin auch nicht motivieren konnte, auch nur 20 Schritte an der Sonne zu gehen, machte mein Laune auch nicht besser. Sie legte sich beim ersten Strauch in den Schatten und ihr Blick sagte: „Lauf doch selber, wenn Du Lust hast – mir ist es zu schwül.“ Okay, dann nicht.

Bei der Arbeit hatte ich das Gefühl, das gequälteste Wesen der Welt zu sein. Also teilte ich gleich beim Eintreffen schon mit, dass meine Laune – mit Verlaub – bescheiden sei. Und genau an solchen Tagen fällt auch das Arbeiten irgendwie schwerer, als sonst. Ich meine: Man steht vor dem Computer und fragt sich, wie Dinge funktionieren, die man in den letzten Wochen einfach gemacht hat. Weg! Vergessen! Oder in meinem Fall sind das auch jene Tage, an welchen ich auf dem Weg von A nach B (3 Meter) bereits nicht mehr weiss, was ich in B überhaupt wollte. Also nochmal zurück auf A, in der Hoffnung, dass es mir wieder einfallen möge. Manchmal gelingt es – heute eher weniger!

Und das schlimmste an Scheisslaune-Tagen ist, dass ich genau weiss, dass es an mir liegt. Aber trotzdem gehen mir alle rund um mich herum auf die Nerven. Zum Wegrennen – ehrlich! Ich buddle mir jetzt ein Loch, krieche rein und hoffe, dass der nächste Tag wieder ein Nichtscheisslaune-Tag wird!

17 Gedanken zu „Scheisslaune-Tag

  1. Auch Tage, an denen man nicht weiß, was man als erstes anpacken soll, weil alles auf einmal einstürmt oder ein ständiges Hin und Her herrscht, zählen für mich dazu.
    Da kann es schon mal passieren, dass ich mich dafür zumindest nachträglich dafür entschuldige, wenn ich übermäßig genervt herübergekommen sein sollte.
    Dein „Schlechtwetter-Vorwarnsystem“ ist aber auch nicht verkehrt. 😉

    Gefällt 1 Person

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