Was denn nun?

Gemäss dem Tierschutzgesetz wird ein Tier in der Schweiz nicht mehr als Sache angesehen. Ein Tier gilt also als Lebewesen. Soweit die Theorie. Das Problem ist, dass es in der Praxis leider nicht wirklich funktioniert. Also es gibt sogar Tage, an welchen ich behaupten würde, dass es in der Praxis überhaupt nicht funktioniert. Wenn es hart auf hart geht, dann hat ein Tier immer die Arschkarte. Sei es wegen einer Scheidung, wegen eines Todesfalls, wegen Krankheit oder schlicht wegen Überdruss. Und nun möchte ich gerne folgendes von meinen Mitleserinnen und Mitlesern wissen:

Angenommen, eine handicapierte Person, welche eine Suchterkrankung hat und im Rollstuhl sitzt, legt sich einen Hundewelpen zu. Im weiteren nehmen wir an, dass besagte Person zuvor schon jahrelang einen Hund hatte und sowohl die Behörden als auch das Umfeld wissen, dass dieses Tier immer wieder von der Polizei ins Tierheim gebracht werden muss. Natürlich immer nur solange, bis die kranke Person wieder fähig ist, temporär selber für das Tier zu Sorgen. Das dauert bei einer Suchterkrankung bekanntlich immer unterschiedlich lange.

So: Wir gehen also davon aus, dass die Person in einer gesunden Phase sich wieder einen Welpen zulegt, der kurz nach seinem Einzug bereits von der Polizei abgeholt und ins Tierheim gebracht wird. Und wir gehen auch davon aus, dass jeder halbwegs vernünftige Mensch weiss, dass ein Welpe in der Prägungsphase ein stabiles Umfeld braucht, um sozial verträglich und gesund aufwachsen zu können. Was tut man nun da??? Angenommen, man müsste etwas tun!

Ist es nun die menschliche Tragödie, auf welche man Rücksicht nehmen und das Tier diesem Schicksal überlassen sollte. Oder ist es die tierische Tragödie, welche einen dazu bewegen sollte, zu reagieren und das Tier aus diesem Umfeld rauszunehmen. Das wäre für mich echt wichtig zu wissen. Was würdet ihr tun – angenommen, ihr hättet die Situation. Und was mindestens genauso spannend zu wissen wäre: Wer müsste in euren Augen aktiv werden? Die Polizei? Die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde? Das Veterinäramt?

Es gibt Tage, an welchen ich an den langsamen Mühlen des Systems fast verzweifle und an welchen ich mich frage: Was wäre wenn?

44 Gedanken zu „Was denn nun?

  1. Das ist keine entweder-oder-Frage.
    Jedem von Beiden muss geholfen werden. Doch jedem auf seine Weise.

    Plietsche Jung hat in einer Sache Recht: Mensch geht immer vor Tier. Punkt.
    Aber!
    Das heißt nicht, dass ein Tier für das Unvermögen eines Menschen die Konsequenzen tragen und leiden darf! Der Mensch muss (meiner Meinung nach) vor sich selbst und der Hund ganz klar vor dem Menschen geschützt werden.

    Ein Tier ist keine Sache. Mag es nun gesetzlich geregelt sein, wie es ist. Ein Hund ist ein empfindsames Wesen und muss dementsprechend behandelt und auch geschützt werden. Und im Zweifel eben auch vor seinem Halter.

    Machen wir uns nichts vor. Es ist ein Welpe, ein Rudeltier, dass in seiner Prägephase immer wieder weiter gereicht wird. Das wird ihn kaputt machen. Und ehrlich gesagt gehe ich davon aus, dass der Alltag beim Alkoholiker zuhause auch nicht artgerecht sein wird. Würde mich zumindest stark wundern, da – wie ich ja aus eigener Erfahrung leider weiß – einen Alki nichts interessiert ausser Alkohol. Ja, es ist eine Krankheit und ja, ihm, muss geholfen werden – aber so hilft man ihm nicht. Und schadet dem Tier.

    Ich hatte und habe nur 2nd Hand- oder Tierschutzhunde. Diejenigen, die nicht mehr süß waren, als sie kein Flausch-Welpe mehr waren, Scheidungsopfer und auch ein misshandelter Hund waren dabei. Überwiegend von hier aber auch aus dem Ausland. Ich weiß, was es bedeutet einem Hund wieder aufzubauen und das Vertrauen zurück zu geben, ihn wieder zu einem „normalen“ Hund zu machen. Und (leider) kenne ich mich gezwungenermaßen auch mit dem Alkoholismus und seinen Folgen aus, nicht nur für den Kranken selbst sondern vor allem auch, was das für das Umfeld bedeutet. Ich habe schmerzlich erfahren, dass man bei Alkohol es selbst wollen muss, da es nicht gesetzwidrig ist, ihn zu konsummieren. Deshalb kann nur denjenigen geholfen werden, wenn sie freiwillig mitmachen und auch in einer Einrichtung bleiben, was in dem Fall ja nicht wirklich zu sein scheint. Als Beteiligter steht man da machtlos daneben und kann nur hoffen.

    Der Hund muss dort weg. Sofort und für immer. Und es müsste ein Haltungsverbot ausgesprochen werden. Die Idee, dort ggfs. die Öffentlichkeit mit einzubeziehen finde ich gut. Btw. ein Notfall-Plätzchen habe ich immer frei. 😉

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  2. Der deutschen Gesetzgebung nach ist das Tier zwar keine Sache, aber einer Sache gleichgestellt. Das halte ich auch für vernünftig, denn dann können viele auf Sachen bezogene Paragraphen auch auf Tiere angewendet werden (z.B. Beschlagnahme, Verlust eines Tieres, Fundrecht, „Schadensersatz“ beim Kauf bereits kranker Tiere…) und gleichzeitig gelten viele auf den Menschen bezogene Gesetze für Tiere nicht (z.B. kann man einem Tier nichts vererben).
    Erweiterend regelt das Tierschutzgesetz viele Bereiche (z.B. Haltungsvoraussetzungen) insbesondere für Wirbeltiere. Es wäre also nach deutscher Rechtsprechung möglich, das Tier beschlagnahmen zu lassen, weil die Halterin wohl offensichtlich gegen §2 Abs. 3 verstößt, also über die notwendigen Kenntnisse und vor allem Fähigkeiten NICHT verfügt, ein Tier verhaltensgemäß zu betreuen.
    Das Problem stellt i.d.R. nicht die Gesetzgebung dar sondern die konsequente Umsetzung.

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  3. Leider sind da die zuständigen Stellen oftmals zu langsam bzw. auch überfordert, zumindest bei uns in Deutschland.

    Aber wäre es da nicht besser einen älteren Hund zu suchen, der vielleicht sogar als Begleithund ausgebildet ist, um dieser Person etwas Sicherheit zu geben.

    Und wenn sich, wie ich es auch beim Wuschel gemacht habe, jemand aus der Nachbarschaft findet, der sich mit um den Hund kümmert, dürfte allen geholfen sein.

    Dabei wäre es allerdings vorrangig, dass die behinderte suchtkranke Person mit all dem einverstanden ist, denn sonst hat alles bemühen keinen Sinn.

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    • Da bin ich mit allem voll bei Dir. Sie ist aber null einsichtig!! Ihr letzter (alter Hund) ist inzwischen gestorben (nach etlichen Besuchen im Tierheim) und sie hat sich wieder einen Welpen geholt. Das ganze Karussell geht nun wieder von vorne los. Hab mit ihr gesprochen – null Einsicht!

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    • Tschuldigung, aber ich spreche von einem Menschen mit einer Suchterkrankung (Alkohol). Die Flasche führt besagter Mensch immer noch selber zum Mund. Warum muss ein Tier das ausbaden? Die Person WILL alleine leben und muss deshalb bei exzessiven Abstürzen immer wieder von der Ambulanz in die Klinik gebracht werden. Der Hund bleibt zurück und muss von der Polizei wieder ins Tierheim gebracht werden. So – und nun meine Frage: Wer nimmt da wohl mehr Schaden, weil er unverschuldet immer wieder in diese missliche Situation gerät? Der Hund oder der Mensch?

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      • Du hast ein seltsames Weltbild.
        Frag dich lieber wie man dem Menschen helfen könnte.

        Ein Hund ist ein Hund, mehr nicht. Psychosen und Traumata von Hunden sind nicht nicht so wichtig wie das Schicksal eines Menschen. Zumindest für mich.

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      • Moment…ich geh schnell kurz aus der Haut fahren! 😦 😦 😦 ……so, bin wieder da. Mein Weltbild ist nicht seltsam, sondern realistisch. Kranke Menschen (im Kopf krank) versursachen Traumatas bei Tieren, die sich nicht wehren können. Sorry, wenn mir da relativ egal ist, wie es diesem Menschen geht. Der hat sich den Mist nämlich selber eingebrockt. So einfach ist das! Gäbe es keine idiotischen Menschen, gäbe es auch keine misshandleten Tiere!!!!! 😦

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      • Ja, ich kann das beurteilen denn: Es ist KEIN Therapiehund (3 Monate alter Welpe), ich habe sowohl mit der Züchterin, als auch mit der Polizei Kontakt gehabt. Und mit der Halterin auch….Ich bin in den Fall sehr involviert und könnte aus der Haut fahren!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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    • Plietsche, ich habe eher das Gefühl, dass DU ein seltsames Weltbild hast! Wo bleibt nur Dein Mitgefühl ALLEN Geschöpfen gegenüber? Denkst Du, dass ein Hund nicht auch leidensfähig ist? Daniela zolle ich mein grösster Respekt, denn SIE verschliesst nicht einfach ihre Augen und denkt das ist ja „nur“ ein Tier..! Gäbe es mehr Menschen wie sie, wäre unsere kranke Welt ein grosses Stück besser!
      Dir wünsche ich, dass Du eines Tages auch so fühlen darfst…

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      • Ich stelle die Tiere nicht höher, Du aber tiefer! Dazu muss ich ganz klar noch erwähnen, dass ich vor manchem Tier mehr Achtung habe, als vor vielen Menschen… Das was sich „die Krone der Schöpfung“ nennt, ist zu so schrecklichen Dingen fähig, die ein Tier niemals tun würde!!! Natürlich ist auch die Tierwelt manchmal grausam, aber der Mensch übertrifft in dieser Hinsicht leider alles!

        Was der von Daniela beschriebene Fall betrifft, ist ganz klar das unschuldige Tier das mehr leidet und wenn sich die Frau schon nicht helfen lassen will, hat es nicht das Tier auszubaden!

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      • Natürlich stehen Tiere tiefer als Menschen. Wenn ich die Wahl hätte, einen Menschen oder ein Tier aus einem See zu retten, wäre es immer der Mensch. Was auch sonst ?!

        Es geht um einen Hund, mehr nicht !

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      • Angenommen Du weisst, dass es sich um einen fiesen Menschen und einen lieben Hund handelt … dann auch? Also da wäre es bei mir klar der Hund. Fiese Zweibeiner dürfen ruhig absaufen!

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      • Das Tier ist dem Menschen nicht gleichgesetzt, weder gesetzlich noch ethisch. Für Versicherungen sind Tiere immer noch eine „Sache“, was ja auch richtig ist.

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      • Meine Versicherung hält mein Auto auch für eine wertlose Schrottkarre, wenn sie dann nicht zahlen muss. Kein gutes Argument.

        Sachen sind leb- und gefühllos. Tiere sind das nicht. Das macht -zumindest für mich – den ganz klaren Unterschied.
        Niemand hier will den Hund über den Menschen stellen, aber da man dem einen scheinbar nicht helfen kann, könnte man es zumindest für den Anderen tun. Man würden dem Kranken (hoffentlich!) auch kein Baby überlassen. Das ist ähnlich hilflos wie ein Welpe. Kann auch ungefähr das Gleiche. Himmel, sind ja beides Säugetiere. Warum ist das eine also schützenswert und das andere nicht? Und ich rede ganz klar NICHT davon, eines über das Andere zu stellen. Nur davon, einem fühlenden Wesen Leid zu ersparen. Und da ist es mir persönlich total egal, ob Mensch oder Tier.

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      • Ich spreche nicht davon, den Welpen zurückzulassen oder in die Tonne zu tun, ich habe auch Respekt vor der Kreatur als solches, jedoch ist diese Diskussion irgendwie typisch. Typisch für eine seltsame Orientierung zu Tieren, deren Vermenschlichung und Verhätschelung. Blind vor Eifer, die Welt zu verändern und alle anderen zu missionieren.
        Für mich zählt ein Mensch mehr als jedes Tier und jedes Gericht, jedes Gesetz sieht das auch so. Aus gutem Grund.

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      • Lt BGB (Abschnitt 2, § 90a, googlebar) sind Tiere keine Sachen.
        Und das ist richtig so.

        Ich persönlich empfinde einige Aussagen hier von beiden „Seiten“ als sehr schwierig….Ein Mensch ist ein Mensch und ein Tier ist ein Tier. Von der Vermenschlichung halte ich ebenfalls gar nichts und empfinde das bei einigen auch als eine Art Misshandlung. Ein Tier muss auch Tier bleiben (dürfen).

        Wenn ein Mensch ein Tier in seiner Verantwortung hat, muss er es auch so artgerecht wie möglich halten. Ich habe nun einen Beruf, in dem ich mit Tieren arbeite und bin privat auch etwas im Tierschutz tätig und denke, ich habe etwas grundsätzliche Ahnung, wie man Tiere behandeln sollte. Wenn ein Mensch dazu nicht in der Lage ist – warum auch immer – bin ich der Meinung, dass das Tier geschützt werden muss, da es sich allein nicht wehren kann. Und gebe dann auch mein Bestes, das zu tun. Ich bin dabei jedoch niemand, der militant das Leben der Tiere über alles stellt.

        In diesem (!) Fall kann dem Menschen scheinbar nicht wirkungsvoll geholfen werden. Solch eine Sucht zu bekämpfen muss man selber wollen. Und selbst dann ist es schwer. Niemand ist zwangstherapierbar. Zum Teil leider, zum anderen Teil glücklicherweise. Doch das ist ein anderes Thema.
        Sollte so ein Mensch, der sich selbst nicht getackelt bekommt und scheinbar regelmäßig an den Rande des Todes trinkt Verantwortung für ein anderes Lebewesen haben dürfen? Da sage ich: Nein. Definitiv nicht! Und bin der Meinung, dass dem Tier in dem Fall geholfen werden muss wenn der Halter nicht in der Lage ist, das selbst zu sehen. Genau dafür haben wir die Gesetze, die eigentlich auch nicht schlecht sind, aber die „einfach nur“ angewendet werden müssten. Da unsere Gerichte aber komplett wegen irgendwelcher Nachbarschaftsstreitigkeiten und Ähnlichem überlastet sind, fällt dann so etwas leicht hinten runter. Aber da fällt noch anderes runter, was auch auch ein anderes Thema ist.

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  4. Ich würde mich GANZ KLAR für das Tier entscheiden! Handeln sollte die Behôrde, die davon Kenntnis hat und beim Vetamt umgehend und jedes Mal (!!!) Anzeige erstatten. Ich verstehe nicht, weshalb die Person nicht angezeigt wird (so traurig ihr Schicksal auch ist, aber die Tiere nehmen für uns schon genug Leid auf sich und es kann nicht sein, dass man da einfach drüberweg sieht 😔) …dann MUSS das Vetamt eigentlich handeln!!!!
    Leider weiß ich aus Erfahrung, dass es unendlich viel braucht, bis jemandem das Tier weggenommen und auch ein TIERHALTEVERBOT ausgesprochen wird. Für mich ist es in diesem Fall eine ganz klare Sache, da es anscheinend zum wiederholten Mal vorgekommen ist!
    Also unbedingt wieder und wieder dem Vetamt melden. Manchmal hilft es auch, wenn man ihnen sagt, dass man den Fall sonst öffentlich macht!!!
    Bin gerade echt wütend 😡😡😡

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    • Ja, meine Liebe – so geht es mir auch. Habe alles versucht … und die Polizei macht immer wieder Gefährdungsmeldungen beim KESP – aber da der Hund ja nicht „wirklich misshandelt“ ist, wird das Vet-amt wohl nicht aktiv. Es ist zum Haareraufen. Es gibt Tage, an welchen man gerne die Menschen anspringen möchte … und dabei die Krallen ausfahren!!!! 😦

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      • Ich verstehe Dich nur ZU gut!!! In diesem Fall wäre ein kleiner „Wink“ an die Presse wohl doch nicht das Schlechteste 😉
        Ich habe letztes Jahr die Polizei geholt, da ein Hund bei brütender Hitze und voll an der Sonne (!) in einem Auto eingesperrt war. Am Telefon sagte ich noch, wenn sie nicht rechtzeitig erscheinen, ich die Scheibe persönlich einschlagen werde!
        Anmerkung: Ich stand zu dieser Zeit bereits 10 Min neben dem Auto, in der Hoffnung, dass der Besitzer erscheint…
        Als die Polizei dann nach ca. 10 Minuten eintraf, kam auch der Besitzer angerauscht. Wütend warf er mir Beleidigungen an den Kopf und ich „Tussi“ habe sowieso keine Ahnung… Man hat es dem armen Hund so angesehen wie sehr er in seinem Gefängnis litt doch der Zustand des Hundes war anscheinend nicht schlecht genug (!!!), dass das Vetamt etwas gegen den Besitzer unternommen hätte. D.h. der Hund hätte wohl zuerst kollabieren müssen..!

        Es ist leider so, dass die Tiere halb tot sein müssen, bis gehandelt wird 😥
        Hast Du schon persönlich mit dem Vetamt gesprochen?

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      • Meiner Meinung nach WIRD der Hund ganz klar misshandelt!

        Mag sein, dass man keine äußerlichen Wunden sieht, aber das muss Innere geben. Der Hund wird es sehr schwer haben, irgendwann zu irgendwem eine Bindung aufzubauen und darauf vertrauen zu können, irgendwo „angekommen“ zu sein.
        So etwas dauert ewig, bei meiner Hündin jetzt hat es deutlich über ein Jahr gebraucht, bis die Angst, verlassen zu werden, nachließ. Sobald sie irgendwelche lauten (Streit)Gespräche hört, sackt sie bis heute noch in sich zusammen, sucht aber mittlerweile Schutz bei mir. Dafür kann ich heute schon wieder eine Zeitung in die Hand nehmen, ohne dass sie vor Angst spontan Wasser lässt… Ja, wir spielen sogar schon mit der Zeitung. *stolzbin*
        Ich habe einen wirklich großen, schweren Hund, der in einigen Augen ein Kampfhund (auch das gibt es meiner Meinung nach nicht!) ist und auch in einigen Gegenden unter die Maulkorbverordnung fallen würde. Ein Tier, dass in seiner Artbeschreibung als mutig und unerschütterlich gilt. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was die mit ihr in ihren ersten Jahren gemacht haben. Aüßerlich war sie ein sehr schönes, gesundes Tier, als ich sie bekam. Danach kann man nicht gehen.

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      • Ein Tier muss nicht zwingend erst körperlich misshandelt werden, um eine Fortnahme zu veranlassen.
        Auch die (körperliche und irgendwo auch seelische) Verwahrlosung und das nach Feststellung renitente Hinwegsetzen über amtliche Bescheide führt irgendwann zur logischen Konsequenz.

        Es gibt aber die ein oder andere Hürde, die hierfür zunächst genommen werden muss, schließlich ist dem Besitzer die Möglichkeit einzuräumen, für Besserung zu sorgen.
        Der direkte Fall mit der Tür ins Haus bringt im Streitfall nur gerichtliche Nachteile.
        In jedem Fall ist es ein Tanz auf der Klinge und erfordert Konsequenz und Durchhaltevermögen (UND genügend Personal!) von behördlicher Seite.

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  5. Ich denke, die beste Lösung wäre, einen Betreuer zu finden, der sich um den Suchtkranken kümmert und auch um den Welpen.Denn ein kranker Mensch muss doch irgendwie versorgt werden. Oder lebt diese Person allein? Da wäre doch ein Heim vielleicht besser? Oder betreutes Wohnen?

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