„Liebe Mobiliar…“

…diesen Werbeslogan kennt in der Schweiz vermutlich jede/r. Eine grosse Versicherungsgesellschaft wirbt damit für ihr Angebot. Immer, wenn irgendwo in meinem Umfeld jemandem etwas kaputt geht oder ein Lapsus passiert, kommt der Running-Gag: „Liebe Mobiliar…“. Nun hat eine liebe Kollegin mir aber kürzlich eine Geschichte in Bezug auf Versicherung erzählt, die ich euch nicht vorenthalten will. Die Versicherung hiess zwar nicht Mobiliar, aber die Geschichte ist deswegen nicht minder gut.

In ihrem Chemineeofen im Haus ist ein Vogel durch den Kamin runtergefallen. Der Kleine Flattermann schlug wie wild mit den Flügeln im Inneren des Kamins. Sie holte ihn – tierlieb wie sie ist – sachte raus, worauf der Flatterkerl sich sofort zum Steilflug durchs Wohnzimmer aufmachte. Resultat: Schwarze Wände, schwarze Decke – einfach eine Riesensauerei. Da sie – wie alle braven Schweizer – eine Hausratsversicherung hat, rief sie tagsdarauf besagte Versicherung an und erklärte den Sachverhalt am Telefon. Alleine schon die Vorgeschichte war für die Frau Versicherung vermutlich schwer zu glauben. Klingt ja irgenwie schon albern. Aber dann:

Frau Versicherung: „Ist der Vogel jetzt noch bei Ihnen?“
„Natürlich nicht, den habe ich rausgelassen.“
„Nun ja, das ist ein schwieriger Fall, denn eigentlich müsste die Versicherung des Vogels dafür aufkommen.“
„Oh, tschuldigung –  ich habe vergessen, ihn nach seiner Versicherung zu fragen.“
„Hat der Vogel denn gebrannt?“
„Bitte???? Natürlich hat er NICHT gebrannt. Der Chemineeofen war ja aus.“
„Aha, weil wenn er drum gebrannt hätte, dann wäre das versicherungstechnisch auch wieder einfacher – Feuerschäden sind versichert.“
„Oh, wenn ich das vorher gewusst hätte, dann hätte ich ihm ein brennenden Zündholz in den Hintern geschoben.“

Meine lieben Mitleser/innen. Wer meine Kollegin kennt, der weiss, dass man sie nicht sehr ernst nehmen darf. Und wenn sie dann noch derart dämliche Fragen gestellt bekommt, dann erst recht nicht mehr. Beim Erzählen der Geschichte hätten wir alle Windeln gebrauchen können, so wie wir gelacht haben. Jetzt muss halt ihr liebster „Häsu“ (wie sie ihren Göttergatten nennt) das Wohnzimmer streichen. Hätte sie dem Flattermann mal besser einen brennenden Zuckerstock in den Allerwertesten gesteckt, dann hätte die Versicherung den Maler bezahlt. Und nein, liebe Tierschützer – niemals hätte jemand von uns das wirklich getan. Aber alleine schon das Bild vor Augen hat erneut einen Lachkrampf ausgelöst!

10 Gedanken zu „„Liebe Mobiliar…“

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