Schweizer Nationalfeiertag

Bekanntlich feiert die Schweiz am 1. August ihren Nationalfeiertag. Also – früher war das zumindest so. Heutzutags feiert man den Nationalfeiertag vom 30. Juli bis 3. August … wenn man nach dem Geknalle und Gekrache geht. Ein wunderschönes Feuerwerk am 1. August ist in der Tat etwas Schönes. Und davon gibt es glücklicherweise etliche. Aber muss es Tage zuvor und noch Tage danach auch knallen und müssen die Böller wirklich mitten in den Wohnquartieren, im Wald, am Fluss und eigentlich einfach überall unerwartet losgehen?

Ich bin Tierhalterin – und das schon seit Jahren. Immer am Nationalfeiertag haben wir unsere Tiere morgens schon im Haus versammelt und sie erst nach dem Feuerwerk wieder rausgelassen. So funktionierte das immer wunderbar. Da sich nun der Nationalfeiertag aber offenbar auf mehrere Tage ausgebreitet hat, wird das zunehmend schwierig.

Man muss also wissen, dass man als Hundehalter/in am besten schon zwei Tage vor und zwei Tage nach dem Nationalfeiertag den Hund nicht von der Leine lassen sollte. Womöglich läuft er im Schreck weg und versteckt sich irgendwo. Oder meine weltbeste Lieblingsfreundin mit ihren Pferden, die sich tierisch ärgert, wenn sie am 30. Juli durch den Wald reitet und es auf einmal knallt … und ihr Pferd beinahe einen Herzinfarkt erleidet. Locker hätte es sie in der Angst auch abwerfen können.

Also ich fände es ja ohnehin schöner, wenn man die Feuerwerkskörper nur leuchtend, und nicht knallend machen würde. Dieses Geknalle braucht doch kein Mensch. Die Lichter sind es, die ein Feuerwerk so richtig schön machen. Schliesslich heisst das Ding ja auch Feuerwerk – nicht Böllerwerk!

Zuckerstock und Co. sind so wunderschön – und ohne Boom zum Schluss! Aber auch diese müssen nicht schon zwei Tag vor und noch zwei Tage nach dem Feiertag sein, wirklich nicht! In diesem Sinne: Einen schönen Nationalfeiertag!

6 Gedanken zu „Schweizer Nationalfeiertag

  1. Das gleiche Spiel sehen oder besser hören wir doch auch immer wieder zur Jahreswende, die sich seit Jahren/Jahzehnten „höchst seltsam“ über mehrere Tage erstreckt, obwohl es sich im engeren Sinne ja eigentlich um eine Art Wendepunkt handelt und nicht um eine Wende(endlos)schleife.

    Zudem bin ich auch eher für hübsche Farbenspiele und Gefunkel.
    Die fetten China-/Polen-Böller dürfen sich die Knalltrauma-Kandidaten gern ohne meine direkte Beteiligung in einer nach außen hin schalldichten Kammer zu Gemüte führen.

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  2. Genau das habe ich mir heute auch gedacht. In anderen Ländern böllerts und detonierts wegen Bomben. In der Schweiz soll das am Nationalfeiertag Freude machen? Nun ja, vermutlich gehöre ich halt schon zur uralten Generation. Wir hatten noch Freude an Raketen, Vulkanen und bengalischen Zündhölzern. …und hin und wieder einen Knallfrosch ☺ Aber das alles am 1. August….

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