5 grosse Lebenslügen – Teil 5

Es gibt unfassbar gute, pflanzliche Präparate und Hilfsmittel, die das Älterwerden wunderbar vereinfachen. So sagt es die Werbung. Lüüüüüüge!

Die wunderhübschen, immer sportlichen Seniorinnen und Senioren, welche man auf den Hochglanzbildern sieht – nun ja, die sind in der Realität selten. In Wahrheit findet das Älterwerden wohl eher nicht im Partytempel statt. Eher vermehrt im Wartezimmer des Hausarztes oder beim Routinecheck wegen des Blutdruckes, den Rückenbeschwerden, dem Rheuma oder den anderen unzähligen Wehwehchen, die das Älterwerden nun mal mit sich bringt.

Den Berg hinauf kommt man auf einmal nicht mehr gleich schnell, wie früher. Und das Eiscréme, welches jahrelang zum regelmässigen Genuss gehört hat, sollte man auf einmal sein lassen, weil es sofort an den Rippen hängenbleibt oder den Cholesterinspiegel ansteigen lässt. Ganz zu schweigen von der Sehkraft, die stetig nachlässt und dem Gehör, welches hin und wieder auch nicht mehr voll funktionsfähig ist.

Die Vergesslichkeit ist auch nicht gerade erquickend, auch wenn das Älterwerden noch so schön sein soll. Man werde gelassener, ausgeglichener und sicherer – sagt man. Also bei mir trifft eher launischer, genervter und gestresster zu, weil ich eben ständig vergesse, was ich noch machen wollte. Und wenn es mir dann endlich wieder einfällt, muss ich mich beeilen, um es noch schaffen zu können.

Im übrigen sind die Wässerchen und Crémchen zur Straffung der Haut zwar teuer, nützen aber einen Deut. Und die sauteuren Kapseln gegen den Haarausfall könnte man auch als Blumendünger gebrauchen. Würde in etwa gleichviel nützen.

So, und damit schliesse ich die Abhandlung meiner 5 grössten Lebenslügen!

4 Gedanken zu „5 grosse Lebenslügen – Teil 5

  1. Ich denke, das mit den „Lebenslügen“ ist immer eine Frage dessen, wie man selbst damit umgeht. Am Einfachsten scheint mir, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind, also als normal anzunehmen. Wer etwa vergisst, der schreibt sich Zettel, und wer nicht versteht, der fragt nach.
    Letztlich muss man das, was einem als Ziel vorgegaukelt wird, ja nicht für sich übernehmen.

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