Wunschkonzert für Leser-/innen Teil 2

Ich habe auf Facebook einen Aufruf gemacht, bei welchem ich nach Themen, Ideen, Visionen, Gedanken oder Überlegungen für Geschichten gefragt habe. Eine ziemliche Herausforderung, denn manche Ideen sind einfach Sätze, mit welchen ich anstellen kann, was ich will. Dann mal los – hier für Nathalie W.:

Selbstfindung – wieso es manchmal eine schmerzhafte Erfahrung braucht

Auf dem Weg durchs Leben hat es jede Menge Inseln. Mindestens genauso viele Stolpersteine liegen aber bereit. Und diese unbeschadet zu übergehen und überstehen, ist nicht immer ganz einfach.

Wir alle tragen einen Rucksack mit uns rum. Bei manchen Menschen ist er leichter – bei anderen sehr schwer. Je nachdem, wie der Start ins Leben war, kann aus kleinen Problemen auf einmal eine richtige Krise werden. Eine Krise, in welcher man sich selber zu verlieren droht. Auf einmal tauchen Fragen auf wie:

Wer bin ich eigentlich?
Warum bin ich so, wie ich eben bin?
Bin ich es wert, geliebt zu werden?
Warum bin ich manchmal so traurig?
Was mache ich falsch, dass ich mich manchmal wertlos fühle?
Wie schafft man es, von allen geliebt zu werden?
Woher habe ich meine Fehler?
Wem sehe ich eigentlich ähnlich?

Manche verlieren sich auf dem Weg in der Krise für immer – und bleiben ein Leben lang Suchende. Andere wollen der Krise auf den Grund gehen und suchen aktiv nach Antworten. Leider sind Antworten auf Lebensfragen nicht immer nett. Im Gegenteil – manche möchte man vielleicht gar nicht hören. Und doch bringen sie einen weiter. Solche Krisen können schmerzhafte Erfahrungen sein. Aber genau diese Erfahrungen sind es, die einen stark machen und es auch ermöglichen, im Spiegel auf einmal SICH SELBER zu sehen. Nicht nur ein Gesicht, welches einen anschaut und gewaschen werden muss, sondern ein echtes ICH! Sich selber zu finden mag für manche einfach oder sogar dämlich klingen – in Wahrheit ist es anstrengend und nicht immer angenehm.

Wer also jemanden trifft, der auf der Suche nach dem ICH ist, der sollte nicht darüber lachen, sondern bewundern. Dies ist nämlich eine Bärenaufgabe!

10 Gedanken zu „Wunschkonzert für Leser-/innen Teil 2

  1. Um eine deiner Fragen zu zitieren: „Wie schafft man es, von allen geliebt zu werden?“ – Gar nicht. Besser universelle Beliebtheit als Ziel vergessen und weiter im Text. Du musst dich nachher im Spiegel anschauen können, und wenn du dich dauernd für andere verbiegst oder dein Gewissen verkaufst, geht das dann? Ansonsten, jupp.

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  2. Danke für diese wunderbaren, waren Worte. Das Leben ist oftmals nicht einfach, aber mit lieben Menschen (wie Dir) ist es lebenswert und wunderschön. Oftmals helfen diese fiesen, schmerzhaften Stolpersteine des Lebens, wieder die kleinen Dinge zu sehen und die Welt wird wieder bunt und leuchtend.

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