Hilfe, es sind Schulferien

Da hat man endlich die Kinder gross und müsste sich bei der Urlaubsplanung nicht mehr nach den Schulferien richten – aber nein: Der Göttergatte ist ja Lehrer an der Berufsschule und jetzt geht das wieder von vorne los. Aber wir sind ja flexibel, und gehen also wieder in der Hauptsaison in die verdienten Wellnessferien.

Eines ist sicher: Die Welt wird NICHT aussterben. Im weltbesten Lieblingshotel wimmelt es nur so von Kindern und es gibt kein Entkommen. Egal wo man hinsieht, hintritt oder sich hinbewegt … irgendwie steht immer irgendwo ein Zwerg. Ich liebe Kinder, keine Frage. Aber aktuell leben wir gerade inmitten einer Zwergeninvasion.

Am allermeisten nervt mich die Tatsache, dass offensichtlich manche Gepflogenheiten heutzutage nichts mehr gelten. Dazu gehören Dinge wie das Schliessen einer Türe. Wusstet ihr, dass Türen offenbar keine Türklinken mehr haben? Ich wusste es bislang auch nicht. Aber wenn man im eigenen Bett von Zuknallenden Türen und Kindern geweckt wird, die offensichtlich ein Rennen durch die Hotelgänge veranstalten, dann nervt das doch gewaltig. Wir waren immer damit beschäftigt, unseren Kindern beizubringen, dass man nachts im Hotel ruhig ist. Man schlägt die Türen nicht einfach zu – man nimmt den Türgriff und schliesst sie leise. Man rennt nicht im Hotelgang, man geht. Für all solche Dinge haben wir uns schier fusslig geredet und es hat gefruchtet.

Also, nochmal zum Mitschreiben für jene Eltern, die es offenbar nicht begreifen wollen: In einem Hotel hat es viele verschiedene Menschen und die sind alle da, um Urlaub zu machen. Was definitiv keiner mitgebucht hat, sind kreischende, rennende und türknallende Kids, die das Wort Nachtruhe nicht gelernt haben. Selbst mein Hund kapiert das – dann kann es wohl kaum so schwer sein…

Kleine Anmerkung am Rande: Ich BIN sehr wohl tolerant – aber sieben mal Türe zuknallen in drei Minuten ist rekordverdächtig und reisst sogar an meinen strapazierfähigen Nerven!

27 Gedanken zu „Hilfe, es sind Schulferien

  1. Hahaha, da musste ich schmunzeln und zugeben, dass ich, obwohl ich Kinder auch total gerne mag, froh bin und dass nicht nur in finanzieller Hinsicht, nicht mehr auf Schulferien angewiesen zu sein. Denn anstrengend sind die kleinen Monster in Masse auf jeden Fall, aber am schlimmsten sind diese Übereltern, die ihren Kidies null Grenzen setzen.
    Liebste Grüße, Ela

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  2. Erwachsene verhalten sich aber zumeist auch nicht wirklich wie zu erwarten reifere Menschen.
    Ich erinnere mich noch gut an Übernachtungen in Hotels, in welchen man mich gewaltsam aus Morpheus Armen riss, nur um sich noch lauthals nach durchzechter Nacht in irgendeiner Kneipe gegenseitig in die jeweiligen Zimmer zu verabschieden.
    Gut, die Damen und Herren konnten vielleicht nachher ausschlafen, ich nicht unbedingt.
    Oder erwartete man irrigerweise schalldichte Gummizellen?

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  3. Wir waren im Frühjahr auf Fuerteventura..
    Türenschlagen, Wettrennen im Flur um Mitternacht u.s.w.

    Und ich arbeite in einem schönen Laden, mit vielen interessanten Sachen für Kinderfinger..
    also Glasvasen, Bilderrahmen, Handtaschen, u.s.w.
    Muss ich noch etwas dazu sagen?

    Ich hätte meinen Kindern früher nicht so ‚freien Lauf‘ gelassen..aber die Eltern heutzutage sehen die ganze Welt als einen großen Spielplatz und wehe man weist darauf hin, das bestimmte Dinge etwas vorsichtig zu behandeln sind..ohh..die böse Tante !!

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  4. Du sprichst mir aus dem tiefsten Herzen!! Und das alles gilt nicht nur für die Ferien, sondern auch für den gewöhnlichen Alltag im Mietshaus…
    Gemäss einer Studio ist das „Nichtstun“ die am meisten verbreitete Erziehungsmethode, es ist ja auch so schön einfach … rächt sich aber spätestens dann, wenn die Kinder den Eltern auf den Kopf steigen. Da dann doch lieber den Chrampf mit der Erziehung, auch wenn man im Moment das Gefühl hat es fruchtet nicht. Es fruchtet doch, ich seh’s immer wieder. Und es muss ja nicht gleich total autoritär sein :))

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