Das Ende einer Beziehung…

…die es niemals gab. Das ist nicht der Beginn eines Märchens, das ist eine wahre Begebenheit. Und sie ist erst noch einem Lieblingsmenschen von mir passiert.

Da lernt die Lieblingsmenschin via Internet einen Mann kennen. Nicht ungewöhnlich in der heutigen Zeit; und weil sie single ist, geht sie einmal mit dem Mann aus. Sie findet ihn aber ziemlich langweilig und er ist absolut nicht ihr Typ. Ende der Geschichte, müsste man meinen. Aber nein: Der Gute entwickelt sich so nach und nach zum Online-Stalker und nervt sie gewaltig. Also verabredet sie sich mit ihm, um die Fronten zu klären und ihre Ruhe wiederzubekommen.

Das Treffen verläuft zum Glück gut – ich war in dieser Zeit nämlich quasi die Hotline, falls etwas geschehen sollte. Sie geht also erleichtert nach Hause und freut sich darauf, dass nun Ruhe im Karton ist.

Nun ja – kurz darauf erhält sie eine SMS vom abgewiesenen Held. Was da drin steht? Ganz einfach: „Ich bin so traurig, dass Du mit mir Schluss gemacht hast.“ Hallo? Die Wortwahl gleicht jener eines Grundschulkindes (und er ist 50-jährig). Und vor allem stellt sich die Frage, wie man mit jemandem Schluss machen kann, mit dem man gar nie eine Beziehung hatte.

Irgendwie hat der Gute wohl etwas gründlich falsch verstanden, denn einmal ausgehen ist beim besten Willen nicht der Start einer Beziehung. Aber das scheint Definitionssache zu sein. Selbst in der reifen Generation….:-)

16 Gedanken zu „Das Ende einer Beziehung…

  1. Es ist tragisch, wenn man, selbst auf der vielleicht schon sehr lange währenden Suche befindlich, derlei Stationen passieren muss, welche das eigene Leid (Sehnsucht nach Zweisamkeit) aufgrund ihrer Absurdität nur mehr potenzieren.
    Solche Menschen, die nicht einsehen wollen (oder können), dass etwas von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, und penetranterweiser nicht davon ablassen können, weiterhin in die Intimsphäre eines anderen, eigenständig für sich Entscheidungen treffenden Menschens vor- bzw. einzudringen, zerschlagen nur noch mehr die schützende Oberfläche des Glaubensgebildes daran, den einen passenden Partner für sich noch finden zu können.

    Das mag etwas pathetisch tönen, dennoch spiegelt es unter Umständen den einen oder anderen Lebensweg wieder, der von solchen Misseindrücken geprägt worden ist.
    Man verliert irgendwann das Vertrauen in andere Menschen, verschließt sich zum Selbstschutz und verpasst womöglich etwas Schönes, während man sich in seinem Schneckenhaus vergräbt.

    Grüße aus einem anderen Schneckenhaus.
    S.

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  2. Das Problem ist … es gibt in dem Bereich so etliche Menschen, die einen Sprung in der Schüssel haben. Und die Wahrscheinlichkeit, auf einen zu treffen, ist relativ größer, weil die „Intakten“ schon alle vergeben sind. Ich hatte einmal alle Hände voll zu tun, einem Menschen, der mir sehr viel bedeutet, dabei zu helfen, von einer solchen Person loszukommen. Und das, was du beschrieben hast, war im Vergleich ein müder Abklatsch. Fazit: Man kann in solchen Dingen nicht vorsichtig genug sein.

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