Nie um eine Antwort verlegen…

Ich warte seit knapp 24 Jahren auf den Tag, an welchem ich beim Sohnemann das letzte Wort haben kann. Bislang leider vergeblich. Es gibt einfach nichts, was er nicht besser weiss, zu wissen meint oder worauf er nicht schlagartig eine Antwort bereit hat. Es ist zum Verzweifeln. Sein Wissen ist immens – und sein unnützes Wissen noch viel grösser.

Weil er wieder einmal gegen Abend in der Küche neben mir eine heisse Schokolade und zwei Nutellabrote für sich vorbereitet hat, habe ich es nicht lassen können, ihn auf mutternervige Art anzukicken mit:

„Ach, schon Frühstück, oder wie?“
Er trocken: „Nein, Brinner!“
„Bitte was?“
„Brinner. Setzt sich zusammen aus Breakfast und Dinner. Wenn Du es nicht glaubst, dann google es!“

Nun ja, was soll ich sagen? Das habe ich natürlich getan – und ich musste tatsächlich feststellen, dass dieses Wort existiert. Es kommt aus den USA, hat sich in den Wörterbüchern bereits etabliert und setzt sich tatsächlich aus den Wörtern Breakfast (Frühstück) und Dinner (Abendessen) zusammen. Es beschreibt das Lebensgefühl der ’90-er-Generation, die bekannt dafür ist, dass sie gerne lange ausschläft. Also eigentlich den ganzen Tag durch. Und da kommt es eben des öfteren mal vor, dass man sich um 19 Uhr noch Dinge zubereitet, die Mama-Normalverbraucherin um 9 Uhr macht.

Also hat er mich wieder einmal mit der Sohnemann-Altklug-Besserwisser-Waffe mundtot gemacht und ich überlege weiter, wann der Tag kommen wird, an welchem ich das letzte Wort haben darf…

 

8 Gedanken zu „Nie um eine Antwort verlegen…

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