Modepraline goes Coop

Für alle, die es nicht wissen: Das Coop in der Schweiz entspricht in etwa dem deutschen Edeka. Für alle, die noch weniger wissen: Die Modepraline geht eigentlich NIEMALS einkaufen, da dies der Part des Göttergatten ist.

Heute musste ich aber – nach sage und schreibe ungefähr einem Jahr – mal wieder in den sauren Apfel beissen. Zwar fehlten zu Hause nur Clementinen, Trauben und Eier; aber was sein muss, muss nun mal sein. Ich habe mich zu Hause mit einem Lauten „Bin gleich wieder da“ verabschiedet und bin 1 1/2 Stunden später wieder zurückgekommen. Wir sprechen da von einem Weg von 2 Minuten mit dem Auto. Und ich habe sogar auf Anhieb gefunden, was ich gesucht habe.

Wenn man aber so lange nicht mehr im Dorf einkaufen war, dann kommt es eben vor, dass man unglaublich viele Menschen trifft, die man schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Und genau so ist es mir heute ergangen. Der erste Schwatz fand schon zwei Meter nach der Eingangstür statt, der nächste 30 Centimeter weiter. Und so kam es, dass ich durch ein kleines Dorf-Coop länger brauchte, als wenn ich in der Grosstadt einkaufen würde.

Ich könnte nicht einmal behaupten, dass ich es schlimm fand. Im Gegenteil! Es war irgendwie schön, mal wieder Menschen zu sehen, die man schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Und der Satz „Dich habe ich ja schon ewig nicht mehr gesehen, wie geht es Dir?“ ist irgendwie auch nett. Es gibt also definitiv Schlimmeres.

Nach der gefühlten Ewigkeit wieder zu Hause hat mich der Hund begrüsst, als ob ich mindestens drei Wochen in den Ferien gewesen wäre. Und der Göttergatte meinte mit zynischem Unterton ziemlich trocken: „Wo genau bist Du einkaufen gegangen?“

Sag ich’s doch: Man kann mich für solche Dinge einfach nicht brauchen! 🙂

6 Gedanken zu „Modepraline goes Coop

  1. Herrlich, dieser gepflegte Dorftratsch in kleinen Einkaufsmärkten. 😊
    Mir geht es immer ähnlich, wenn ich in mein Heimatdorf „mal eben“ etwas kaufen will. Aber es tut gut zu wissen, dass sich die Meisten wirklich freuen mich zu sehen und auch die Nachfragen ehrlich gemeint sind.
    Ich finde, so etwas macht eine Gemeinschaft aus.

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