Wahlstreik

Ich habe heute beschlossen, in den Wahlstreik zu treten. Warum? Weil mich die unendlichen Plakatwälder mit Politkandidatinnen und -kandidaten am Strassenrand derart nerven, dass ich nicht ein einziges dieser Gesichter wählen würde.

Alleine die Strecke von unserem Zuhause in die nächstgelegene Stadt gleicht einem Plakatsalat und vermutlich werden demnächst noch zusätzliche Strassenlampen aufgestellt, um noch mehr Plakate befestigen zu können. Und wenn keine  Befestigungsgegenstände vorhanden sind, dann werden die Politparteien extrem kreativ. Ich musste heute auf der Hauptstrasse doch tatsächlich die Handykamera zücken (das Tochterkind sass am Steuer), um euch zu fragen, ob solche Parteien ein zu grosses Budget haben oder ob sie einfach nur aus Langeweile ein ganzes Plakatdomino am Strassenrand aufstellen…

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Wohlverstanden – diese Plakate im Abstand von jeweils nur wenigen Metern sind alle von ein- und derselben Partei…

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Man kann sich weder ein einziges Gesicht merken, noch kann man einen Namen oder die Parteizugehörigkeit lesen. Das kann man doch nun wirklich nicht mehr ernst nehmen. Wir haben uns bei der Durchfahrt vorgestellt, wie sich die „Chefplakataufhänger“ der Parteien nachts üble Schlägereien liefern, um die besten Plätze für ihre Köpfe zu ergattern.

Ich kann nur noch den Kopf schütteln – selbst in unserer Wohngemeinde stehen so gut wie keine Strassenlampen mehr, an welchen nicht mindestens ein Gesicht hängt. Und alle haben sie dasselbe unechte Pepsodentgrinsen drauf. Ich staune immer wieder, dass in der streng reglementieren Schweiz solche Plakatsalate erlaubt sind … sie lenken nämlich übelst vom Strassenverkehr ab. Also jetzt mal Hand aufs Herz: Kann bei euch ein solches Plakat die Kandidatenmeinung ändern?

Bei mir hat der Schildersalat, welcher die Strassenränder säumt, nur Wahlfrust ausgelöst. Ich werde meinen Umschlag … ehm … Altpapier und so!

 

19 Gedanken zu „Wahlstreik

  1. Diese Politwerbung an den Srassen ist echt nervig, ablenkend eben sehr gefährlich!
    Ich will diese grinsenden Köpfe nicht täglich ansehen müssen!!
    Es ist eine Zumutung!
    Welche Distanz zu Strasse im Verhältnis zur Grösse des
    “ Grinsens“ ist gesetzlich nötig?
    Essen und Trinken darf ich nicht beim Autofahren, aber seitlich mit Plakaten ablenken lassen ist wohl erlaubt.
    ….ist das auch Politik….
    …..weg damit!!

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  2. bei uns hängt ein junger Typ der in den Kantonsrat will….da ich ihn kenne habe ich ihn gebeten,,,er solle mir die 8 Bundesräte ( hat es nicht bemerkt) aufzählen….der erste Namen war Pascal Couchpin….
    immerhin… er konnte es aussprechen. Er hat noch 3 weitere Namen zusammen bekommen,,jedoch keine Ahnung welcher Parteiangehörigkeit….und solche werden in die Regierung gewählt….
    Donald Trump lässt grüssen und ist wohl das Vorbild…..Liebe Leser wählt wenigstens jemand, der etwas versteht als solche,die nun wirklich keine Ahnung von der Materie haben…….vielen Dank

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  3. Mein Ex war als Kreisrat etc. lange Zeit politisch unterwegs…..da wurden am Wochenende und Abends mühsam die Plakatbilder auf die Pappen geklebt mit den Kollegen….und dann wurde der ganze Landkreis abgefahren und Wahlplakate verteilt….vorher wurde natürlich in ein anständiges Foto investiert….ich hab’s auch nie verstanden….und was das angeht bin ich auch ignorant….und lasse mich weder ablenken noch in irgendeiner Weise beeinflussen!

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  4. mi kommentar:
    die oberdooooooofe gringe vo dene diverse ….. rät……. göögge dermasse aaa, dass ig jedesmau e mordsfröid ha we wieder e „markus oder e marianne“ grings voraaaaaa im strassegrabe liggt…..
    grins lach lach
    nimmt mi nume wunger wo di stütz härchöme für settige u n s i n n?

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    • Aus dem eigenen Sack!
      Die meisten AnwärterInnen bezahlen dies grösstenteils selbst, mit etwas Unterstützung der Partei. Immerhin gibt es Leute, die sich engagieren und sehr viel Freizeit in die Politik stecken, die notabene freiwillig gemacht wird. Oder wollen wir nur noch Berufspolitiker? Eine andere Frage: wie sollen denn politische AnwärterInnen auf sich aufmerksam machen, ohne den finanziellen Ruin herauszufordern ?

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