Midlifecrisis

Neuer Lebensabschnitt; Veränderungen; neue Wege oder eben MIDLIFECRISIS. Alle nennen es ein bisschen anders. Ich nenne es Bewegung im Leben. Bewegung, die in meinem Fall durch eine harte Lebenserfahrung ausgelöst wurde und immer noch wird. Und weil einen Krisen im Leben verändern, reagiert das Umfeld entsprechend. In meinem Fall höre ich in der letzten Zeit des Öfteren, dass ich wohl endgültig eine Midlifecrisis habe.

Kann sein – macht aber nichts. Wenn ich mich 360 Grad um mich selber drehe und reflektiere, was alles passiert, dann muss ich sogar sagen, dass ich genau dasselbe auch behaupten würde, wenn ich eine Frau in meinem Alter mit meinen „Anfällen“ beobachten würde.

Ich verändere mich nicht nur körperlich (Kilos und Schwerkraft lassen grüssen) – ich ändere auch meine Sichtweise auf diverse Dinge. Ich habe mich nicht nur tätowieren lassen – ich breche auch mit Konventionen, die ich bislang immer eingegangen bin. Und: Ich trinke neuerdings mal einen Limoncello, einen Apérol oder einen gespritzten Weisswein … und das nach beinahe 50 Jahren Alkoholabstinenz. Ja, ich habe bislang keinen Alkohol getrunken. Ach ja: Ich gehe an Konzerte und verhalte mich wie ein Groupie … ohne mich dabei zu schämen. Klar, es kann sich eigentlich nur um eine ausgewachsene Midlifecrisis handeln. Oder aber ich habe ganz einfach erkannt, dass ich nur ein Leben habe und dieses von jetzt auf gleich vorbei sein kann. Und weil ich nicht 100 Dinge bereuen möchte, die ich niemals getan habe, weil „man“ sie nicht tut, habe ich nun entschieden: Ich mache, was ich will – und es ist mir schnurzegal, was die Leute dazu für eine Meinung haben. Ich muss nämlich niemandem gefallen, ausser mir selber. Und vielleicht noch meinem geliebten Göttergatten. Der fand aber in den letzten 30 gemeinsamen Jahren so gut wie immer alles in Ordnung, was ich gemacht habe. Der freut sich sogar, wenn ich mich freuen kann wie ein kleines Kind, während ich von einem gelungenen Weiberabend erzähle.

Also: Wenn eine Midlifecrisis bedeutet, dass man auf einmal das Gefühl hat, für jeden einzelnen guten Tag im Leben dankbar sein zu müssen und nicht mehr irgendwelchen Regeln und Vorgaben gerecht werden zu wollen … ja, dann habe ich sie: DIE AUSGEWACHSENE MIDLIFECRISIS. Und wisst ihr was? Sie tut nicht mal weh! 🙂

12 Gedanken zu „Midlifecrisis

  1. Dazu möchte ich Eines vermelden:
    Es gibt einen(!) Vorteil am Älterwerden-man( Frau) muss. Icht mehr cool sein. Aber vielleicht wird man dadurch sogar noch viel cooler-es ist nicht mehr so wichtig, ob man anderen Menschen gefällt.Frau muss nicht mehr „Mainstream“ handeln.
    Natürlich traurig, wenn so eine schwere Krankheit einer näherstehenden Person das noch verstärkt . Aber STARK bist Du-und musst es sicher auch oft sein.
    Deine Freunde mögen Dich auch mal schwach-bitte nicht vergessen!!

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  2. Jede Lebensphase bringt uns Überraschungen und das was es zum jeweiligen Zeitpunkt grad gebraucht….so auch die Wechselzeiten….

    Das es Dich / Euch dann grad doppelt und dreifach trifft in dieser Phase ist unglaublich….genau so unglaublich wie Du / Ihr diese Challenge annehmt und meistert…Euer Name sei Courage!

    Und wie jede Krise im Leben eines Menschen birgt auch solch ein „Los“ die Chance das Leben ganz neu zu beleuchten und zu ergreifen, auch wenn wir kleinen Kreaturen Mensch gerne drauf verzichten würden…und auch wenn ich es Dir / Euch so viel anders wünschen würde….aber das tust Du….und das ist gut….und das da alte Denkmuster über Bord geschmissen werden gibt Platz für neues…..und davon wünsche ich Dir / Euch gaaaaaaaaaaaaaaaaanz gaaaaaaaaaaaaanz viel ❤️

    Darauf einen Limoncello, den ich auch erst in diesen Tagen kennengelernt habe – SALUTE und auf das was kommen mag 💫

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