Der grosse Wandel

Was für ein verheissungsvoller Titel – der grosse Wandel. Das könnte so manches bedeuten, weil es aktuell wohl beinahe in jede Situation passt. Für mich ganz persönlich bedeutet es nur eines:

Ich wandle mich vom Menschen zum Zombie – und in etwa so wandle ich auch durch die Tage und Wochen. Man nennt das landläufig auch WECHSELJAHRE!

Ganz viele da draussen werden jetzt denken: Wie jetzt? Ein Beitrag über ein derart langweiliges Thema? Jup – genau richtig, ein Beitrag über mein persönliches Befinden seit Monaten im Strudel der Hormonsuppe, die offenbar täglich 10 mal überkocht. Und sie kocht auch in der Nacht, quasi auf Dauerflamme!

Ja, ihr habt recht, es gibt bestimmt weit Schlimmeres. Da bin ich voll eurer Meinung. Aber wenn man vom stabilen, grundsätzlich nicht sehr schlecht gelaunten und energiegeladenen Menschen zum totalen Gegenteil mutiert, dann macht das nicht nur keinen Spass – es ist einfach nur zum Heulen!!!

Mein körperliches und geistiges Leben wird seit geraumer Zeit dominiert von argen Hitzewallungen, Übelkeit, Migräne, schlechter Laune, Dünnhäutigkeit, Instabilität, Auf- und Ab’s (leider mehr Ab’s), nächtlichen Nahkampfaktionen mit Bettdecke, Kissen und wechselnden Pjyamas und einer satten Gewichtszunahme von 10 Kilo in einem Jahr. Und es gibt Tage, da geht mir einfach ALLES auf den Kecks. Die Sonne, die Menschen, die Geräusche – einfach alles. Wer bin ich und wann geht das wieder weg?

Ich gucke in den Spiegel und da sind auf einmal Falten, wo früher keine waren – sogar eine fette und tiefe Zornesfalte habe ich bekommen. Logisch, meine Laune ist ja auch mehrheitlich schlecht und meine Gedanken sind nicht sehr entspannend. Und meine Umgebung fängt an, auf meine Veränderungen zu reagieren. Ganz offensichtlich merkt man mir an, dass ich nicht mehr die Alte bin. Und ich hasse es!

Ich dachte immer, die Wechseljahre wären so ein Ding, durch das man einfach durch spaziert und nicht viel merkt davon. Und ja, es soll sogar Frauen geben, denen das gelingt. NEID! Ich gehöre nicht dazu und mein Onkel Doktor hat mich getröstet mit den Worten:

„Also ich kenne in meiner Praxis keine, die ohne Beschwerden durch die Wechseljahre ging. Manche schlimmer, andere weniger schlimm. Manche länger, andere weniger lang. Dummerweise sprechen die Frauen genauso wenig darüber, wie die Männer. Drum denken Sie, Sie seien die einzige mit solchen Beschwerden.“

Oh, Frauen reden nicht darüber. Warum? Frauen reden doch sonst gefühlt über alles. Warum nicht über die gruseligen Veränderungen in den Wechseljahren??? Mir fällt übrigens gerade jetzt beim Schreiben auf, dass das Ding ja tatsächlich WechselJAHRE heisst. Mir wird also noch einiges bevorstehen – Freude herrscht 😦

Ich möchte hier – um mir etwas Druck zu nehmen – alle da draussen darüber informieren, dass ich Morgentermine hasse. Ich bin nämlich zum absoluten Morgenmuffel mutiert. Ich komme nicht in die Gänge nach meinen nächtlichen Schweisseskapaden, begleitet von Albträumen und Panikattacken. Ich bin auch launisch geworden. Es kann also gut sein, dass ich euch mittags sage, dass ich mich auf ein Treffen am Abend freue – welches ich dann doch absage, weil ich mit Migräne und übler Laune auf dem Sofa liege und mich nicht aufraffen kann. Ihr denkt, das sei übertrieben, schliesslich sei man deswegen ja nicht krank. Ihr habt möglicherweise recht – für mich fühlt es sich aber richtig krank an. Punkt.

Die Ratschläge mit der Silberkerze, den verschiedenen Tees, dem kühlenden Nackentuch und den Salben und Duschen bringen übrigens in meinem Fall dreimal GAR NICHTS! Dies zur Info für alle, die mich nun gerne lieb gemeint beraten wollen. Ich habe die Palette durch – erfolglos!

Wechseljahre sind in meinem Fall weder Schokoladenjahre noch einfach nur heisse Zeiten – es ist ein Marathon durch die gruselige Hormonsuppe – und jeder der mich kennt weiss, dass ich Suppe nie mochte. Ich geh dann mal meinen Fächer holen …

12 Gedanken zu „Der grosse Wandel

  1. jetzt komm noch ich:

    warum geisch nid emau i waud use ga päägge aber luut
    meeeee cha ig nid drzue säge….. und ig cha dr schwöre es hiufft

    oder chumm itze mau iz cafi zu mir i garantiere es hiufft.
    oder öppis ganz angers aagattlige ablänke abhoue
    das hiufft —- erica

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  2. PS: du bist wirklich nicht allein..ich hatte das ganze „wechseln mit Salbei, ökobio, „gschpührsch mi Körper“ nach 1 Jahr satt.. ich crem jetzt jeden Abend Hormone ein und voila 🤩 die Lebensqualität ist wieder zurück..frag mal deine Gynäkologin 😉 PS: die Dr Vogel Wechseljahre-Salbeidragees helfen hervorragend, während der Fasnacht, gegen Heiserkeit 🎉🤣🥳😉

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