Mit viel Getöse und Gefunke ins neue Jahr

Hallo 2023!!! 🙂

Mit wunderschönem Wetter hat uns heute das neue Jahr begrüsst – so dürfte es dann bitte weitergehen. Und die Silvesternacht hat mit viel Lärm auf sich aufmerksam gemacht. Raketen, Böller, Zuckerstöcke, Frauenfürze und was auch immer es an Feuerwerk so abzubrennen gab. Und nein – ich möchte mich jetzt nicht auch noch über dieses Gelärme und für viele unnötige Gefunke auslassen – weil:

I C H L I E B E F E U E R W E R K E !!!

Bähm – jetzt habe ich vermutlich rund 50% meiner Leser-/innen verloren – aber damit kann ich leben. Wir haben gestern Abend auch mit unseren Kleinsten gefeuerwerkelt und uns über die leuchtenden Kinderaugen gefreut, wenn es gezischt, geleuchtet und geknallt hat. Und das haben wir früher als Kinder schon gemacht. Später haben wir es mit unseren Kindern gemacht und jetzt machen es unsere Kinder mit ihren Kindern und wir demzufolge mit unseren Enkelkindern. Und es macht noch genauso viel Spass wie damals.

Die ganzen Motzerkommentare heute auf den sozialen Kanälen gehen mir sowas von auf den Senkel. Jedes Jahr am ersten August und an Silvester kommen die Feuerwerksgegner wieder mit ihren 100 Argumenten, warum man es unbedingt lassen muss. Und jedesmal denke ich: Lasst doch einfach jene machen, die Spass daran haben – wir müssen schliesslich die Gesichter von euch Spassbremsen auch immer wieder angucken …

So – ihr lieben Feuerwerksfreunde – ihr wisst nun also offiziell, dass ich die bunten Feuerlichter und das Gezische mag. Und ich fühle mich nicht mal schlecht deswegen. Ich bezahle selber, was ich in der Luft verpuffe – und das macht meinen Fussabdruck auf diesem Planeten minimal grösser. Dafür fahre ich lautlos elektrisch Auto – was ja aber seit neustem auch nicht mehr okay ist … wegen Stromknappheit und so.
Diese Welt hat weiss Gott andere Probleme, als ein paar Feuerwerke. Aber wenn wir mit den wirklichen Problemen nicht mehr zu Boden kommen, dann fangen wir halt an, auf jenen Dingen rumzureiten, die wir noch meinen beeinflussen zu können.

Ich habe fasziniert im TV das wunderbare Feuerwerk am Brandenberger Tor geguckt – jenes in Sydney und noch diverse andere auf dieser Welt. Und ich hätte mir gewünscht, wir hätten auch wieder so ein richtig schön buntes Gefeuere in den Himmel schicken dürfen. Aber in den letzten Jahrzehnten ist die Toleranz derart gesunken, dass man offenbar nicht mal mehr laut sagen darf, wenn ,man sowas schön findet.

Die Tiere … ja, ich weiss! Ich habe einen Hund und zwei Katzen und wir wohnen am Jurasüdfuss in der Nähe des Waldes. Und ich habe nicht die Bohne das Gefühl, dass sich die Wildtierpopulation verringert hätte, weil wir jahrzehntelang gefeuerwerkelt haben. Im Gegenteil! „Unsere Rehherde“, die hier seit Jahren vom Wald in die Witi wechselt und dann wieder zurück, die scheinen die Feuerwerke schon lange in ihrer DNA verankert zu haben. Ich habe sogar schon eine Weile die Vermutung, dass die Motzerbrigade die Tiere nur als Vorwand braucht, damit sie um 22 Uhr schlafen gehen können.

Unsere Katzen verkriechen sich, bis der Spuk vorbei ist und unserer Hündin ist es – mit Verlaub – scheissegal! Die schläft neben dem Feuerwerk. Ja, ich weiss, dass es Tiere gibt, die in Stresssituationen kommen, wenn es knallt. Ich weiss aber auch, dass gemäss den Geschichtsbüchern das erste Feuerwerk zu Unterhaltungszwecken im Jahre 1506 gezündet wurde. Und seither gab es immer mehr und regelmässiger grosse Veranstaltungen, Feiern und Anlässe, bei welchen Feuerwerke zum Einsatz kamen. Und falls ich nicht komplett am Leben vorbei gelebt habe, so laufen auf diesem Planeten nicht nur Veganer rum. Ergo: Es scheinen also die meisten Tiere diese Feuerwerke zu überleben. Dies nur als kleine Info am Rande.
Jaja, sie sind aber im Stress, wenn es knallt … schon klar.

Ich bin beispielsweise immer im Stress, wenn rücksichtslose Autofahrer das Tempo nicht der Umgebung anpassen und an Kleinkindern vorbei brettern. Blöderweise muss ich das aushalten – ich kann sie nicht per Gesetz verbieten lassen. Was mich auch unendlich stresst sind Eltern, die ihre Kindern nicht liebevoll erziehen und ich kann REIN GAR NICHTS dagegen tun. Ich muss es aushalten.

Was ich damit sagen will: Es ist nicht möglich, es allen Leuten immer recht zu machen. Es ist aber durchaus möglich, hin und wieder etwas mehr Toleranz walten zu lassen. Schliesslich finden gerade Dinge wie Feuerwerke an einem kleinen Teil der 365 Tage eines Jahres statt. An den anderen 362 Tagen ist es in der Regel ruhig. Also: Setzt euch an den Knallertagen einfach in eure Wohnzimmer und atmet tief durch. Ist vermutlich nicht toll für euch, aber durchaus möglich.

In diesem Sinn: Allen da draussen ein wunderbar tolerantes 2023 – auf dass die hellen Köpfe der Pyroindustrie ganz schnell die knallfreien Feuerwerke auf den Markt bringen. 🙂

2 Gedanken zu „Mit viel Getöse und Gefunke ins neue Jahr

  1. Ich erfreue mich auch immer wieder an den wunderschönen Pyro Bougets.
    Einzig die nur so lauten Knaller muss man wirklich verbieten! Ist etwa den lauten Auto Buzzer gleich zu stellen!
    Echt KEIN Mehrwert in Sache schön oder Wau Effekt

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